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Das Gebiet der Parkettkleber hat sich in den letzten Jahren stark weiterentwickelt. So wurden im Jahr 2005 z.B. noch Parkett Klebstoffe mit sehr viel Lösungsmittel verwendet. Die Folge war, dass die Räume auch nach etlichen Tagen noch stark nach Lösungsmittel rochen. Neben dem unangenehmen Geruch, gab es oft allergische Hautreaktionen, welche das Parkett-Verkleben sehr unangenehm machten. Die meisten Parkett Kleber enthalten heute kaum noch Lösungsmittel. Der technische Fortschritt hat die Verlegung wesentlich angenehmer gemacht. Auch die Aushärtungszeit wird bei den meisten Parkettklebstoffen mit maximal 48 Stunden angegeben. Vor 10 Jahren dauerte dies noch 3x so lang.

Empfohlene Parkettkleber aus diesem Beitrag:

RETOL BASE Fusion MS Plus lösemittelfreier Silan Parkettklebstoff (16 kg)*
RETOL BASE Fusion D Plus Parkettklebstoff, lösemittelfrei, emissionsarm (13 kg)*
RETOL BASE Fusion 2K PU 2K-Parkettkleber (7,875 kg)*
Ponal Parkett Flächenkleber, schalldämpfender Klebstoff für alle Parkettarten, Kleber ohne Grundierung, Parkettkleber für Fußbodenheizung, für max. 9m², 1x8kg Eimer*
RETOL BASE Fusion MS Plus lösemittelfreier Silan Parkettklebstoff (16 kg)*
RETOL BASE Fusion D Plus Parkettklebstoff, lösemittelfrei, emissionsarm (13 kg)*
RETOL BASE Fusion 2K PU 2K-Parkettkleber (7,875 kg)*
Ponal Parkett Flächenkleber, schalldämpfender Klebstoff für alle Parkettarten, Kleber ohne Grundierung, Parkettkleber für Fußbodenheizung, für max. 9m², 1x8kg Eimer*
RETOL BASE Fusion MS Plus lösemittelfreier Silan Parkettklebstoff (16 kg)*
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RETOL BASE Fusion D Plus Parkettklebstoff, lösemittelfrei, emissionsarm (13 kg)*
RETOL BASE Fusion D Plus Parkettklebstoff, lösemittelfrei, emissionsarm (13 kg)*
RETOL BASE Fusion 2K PU 2K-Parkettkleber (7,875 kg)*
RETOL BASE Fusion 2K PU 2K-Parkettkleber (7,875 kg)*
Ponal Parkett Flächenkleber, schalldämpfender Klebstoff für alle Parkettarten, Kleber ohne Grundierung, Parkettkleber für Fußbodenheizung, für max. 9m², 1x8kg Eimer*
Ponal Parkett Flächenkleber, schalldämpfender Klebstoff für alle Parkettarten, Kleber ohne Grundierung, Parkettkleber für Fußbodenheizung, für max. 9m², 1x8kg Eimer*

Welche Parkettkleber gibt es?

Nicht jeder Parkettkleber ist für die Verklebung Ihres Parkettboden gleich gut geeignet.

Will man sein Parkett verklebt verlegen, muss der Klebstoff zum Verlegewerkstoff passen.

Silanbasierte Parkettkleber

Silanbasierte Parkettkleber oder auch „Silan Parkettkleber“ sind die modernste Variante der Parkettklebstoffe.

Silan-modifizierte Klebstoffe bleiben nach der Aushärtung dauerhaft elastisch.

Anders als normale Kleber, geben Sie dem Parkett somit die Möglichkeit in geringen Dimensionen zu „quellen“ und zu „schwinden“.

Diese erhöhte Flexibilität macht sich vor allem bei Parkett auf Fußbodenheizung bezahlt. Hierbei bilden nämlich sich hohe Spannungen im Parkett. Herkömmliche Klebstoffe geben hier schnell den Geist auf und der Holzboden löst sich vom Estrich.

Silan-modifizierte Parkettkleber bleiben auch nach Jahren noch elastisch und geben dem Holz Platz zum Arbeiten.

Vorteile von Silan Parkettklebern

  • Schnelle Aushärtung
  • Dauerhaft elastisch – perfekt für hohe Spannungen wie bei Fußbodenheizung oder Massivparkett
  • Keine Lösungsmittel
  • Kein unangenehmer Geruch

Nachteile von Silan Parkettklebern

  • Relativ hoher Preis
  • Schmiert gerne, daher am besten mit Handschuhen arbeiten

Empfohlene Verwendung von Silan Parkettklebern

  • Massivparkett
  • Parkett auf Fußbodenheizung
  • Parkett im Bad
  • Massivdielen
  • Fertigparkett

Dispersions Parkettkleber

Dispersionsklebstoffe für Parkett sind nach wie vor sehr verbreitet.

Sie kommen mit einem sehr geringen Anteil an Lösungsmittel (meist weniger als 3%) aus. Der Eigengeruch hält sich daher stark in Grenzen.

Dispersions Parkettkleber können ohne Probleme auch von Laien verarbeitet werden. Genau wie alle anderen Parkettkleber wird er mit einer sog. „Zahnspachtel“ aufgetragen.

Bei der Verarbeitung muss jedoch meist eine bestimmte Zeit eingehalten werden, bevor das Parkett in den Klebstoff „gelegt“ werden kann.

Viele Dispersionskleber trägt man daher zunächst auf den Estrich auf und wartet anschließend z.B. 10 Minuten. Nun hat der Parkett Klebstoff seine optimale Hafteigenschaften erreicht und der Belag kann verlegt werden.

Wartet man hingegen zu lange, verliert er seine Klebekraft und muss meist wieder entfernt werden.

Ist Dispersions-Parkettklebstoff vollständig ausgehärtet, lässt er dem Holz keine Bewegungsspielräume mehr. Daher ist er eher für Holzböden mit geringem Ausdehnungsverhalten geeignet.

Vorteile von Dispersions Parkettkleber

  • Preislich meist günstiger als andere Parkettkleber
  • Kaum Eigengeruch
  • Kaum Lösungsmittel
  • Schnelle Aushärtung

Nachteile von Dispersions Parkettklebern

  • Nicht ganz einfach zu handhaben
  • Nicht dauerhaft elastisch

Empfohlene Verwendung von Dispersions Parkettklebern

  • Mosaikparkett
  • Industrieparkett
  • Fertigparkett

2K-PU Parkettklebstoff

2K-PU (PU = Polyurethan) Parkettklebstoff ist das perfekte Haftmittel für den Profiverleger.

Wie der Name schon sagt, besteht er aus 2 Komponenten. Werden diese miteinander vermischt, entsteht eine chemische Reaktion, welche den Parkettkleber innerhalb weniger Stunden aushärten lässt.

2K PU Parkettkleber verklebt Parkett und Untergrund sagenhaft gut. Wird er jedoch nicht schnell genug verarbeitet, geht die Klebewirkung verloren. Schlimmstenfalls muss der Parkettkleber vom Boden abgeschabt und neu aufgetragen werden.

Vorteile von 2K-PU Parkettkleber

  • Sehr gute Klebewirkung
  • Sehr schnelle Aushärtung
  • Hohe Festigkeit
  • Für höchste Beanspruchung geeignet

Nachteile von 2K-PU Parkettkleber

  • Nur für geübte Verleger
  • Relativ hoher Preis

Parkett verkleben – so wird’s gemacht

Wer Parkett verklebt verlegen möchte, übt am besten vorab auf einer Spanplatte das Auftragen des Parkettklebers.

Es ist dem Auftragen von Fliesenkleber sehr ähnlich. Klebstoff für Parkettböden ist jedoch meist zäher und erfordert beim Auftragen mehr Kraft.

Wichtig ist dabei, immer nur so viel Klebstoff aufzutragen, wie innerhalb der nächsten 15-20 Minuten auch mit Parkett belegt werden kann.

Je nach Parkettkleber, kann nach dieser Zeit bereits die Anhaftung, bzw. die Klebekraft deutlich nachlassen.

Darauf kommt es beim Parkett kleben an

Wichtig ist außerdem, das frisch verklebte Parkett nicht mehr – oder zumindest sehr vorsichtig – zu betreten. Solange der Parkettkleber noch frisch ist, kann sich das Parkett beim Begehen verschieben. Wird dies zu spät bemerkt, lässt es sich jedoch nicht mehr in seine ursprüngliche Position bringen.

Das Parkett muss dann entfernt werden.

Video über das Auftragen von Parkettkleber

Nach dem Parkett verkleben – Klebstoffflecken entfernen

Wenn der Parkettkleber getrocknet ist, fallen einem meist noch etliche Stellen am Boden auf, die Reste des Parkettklebers aufweisen. Klebstoffflecken lassen sich mit handelsüblichen Reinigungstüchern meist rückstandslos entfernen. Hierzu gibt es z.B. Reinigungstücher mit leichtem Lösemittelgehalt.

Ist der Parkettkleber etwas hartnäckiger, muss eine Lösemittelhaltige Parkettpflege/Parkettpolitur oder bei geöltem Parkett, ein Pflegeöl zum Einsatz kommen. Mittels Poliermaschine und einem „weißen Nylon-Pad“, poliert man die Rückstände dann aus. Danach sollten weder Flecken noch Schleier auf der dem Parkettlack zu sehen sein.

Die Hersteller von Parkettklebern

Im Folgenden sind Hersteller für Parkettkleber aufgeführt. Hierbei orientieren wir uns nicht am Marktanteil, sondern an Erfahrungswerten. Sicher gibt es noch eine Vielzahl anderer Hersteller für Parkettkleber.

Wir haben bislang die folgenden erfolgreich getestet und empfehlen daher:

Besonders hervorzuheben ist unserer Meinung nach der Parkettkleber von Retol.

Retol besticht durch ein hervorragendes Preis/Leistungsverhältnis. Sowohl der 2K Parkettkleber als auch der lösemittelfreie Silanklebstoff „FUSION MS“ sind hervorragend für alle Einsatzgebiete der Parkettverlegung geeignet. Andernorts zahlt man für ähnliche Qualität oft das doppelte.

Empfohlene Parkettkleber aus diesem Beitrag:

RETOL BASE Fusion MS Plus lösemittelfreier Silan Parkettklebstoff (16 kg)*
RETOL BASE Fusion D Plus Parkettklebstoff, lösemittelfrei, emissionsarm (13 kg)*
RETOL BASE Fusion 2K PU 2K-Parkettkleber (7,875 kg)*
Ponal Parkett Flächenkleber, schalldämpfender Klebstoff für alle Parkettarten, Kleber ohne Grundierung, Parkettkleber für Fußbodenheizung, für max. 9m², 1x8kg Eimer*
RETOL BASE Fusion MS Plus lösemittelfreier Silan Parkettklebstoff (16 kg)*
RETOL BASE Fusion D Plus Parkettklebstoff, lösemittelfrei, emissionsarm (13 kg)*
RETOL BASE Fusion 2K PU 2K-Parkettkleber (7,875 kg)*
Ponal Parkett Flächenkleber, schalldämpfender Klebstoff für alle Parkettarten, Kleber ohne Grundierung, Parkettkleber für Fußbodenheizung, für max. 9m², 1x8kg Eimer*
RETOL BASE Fusion MS Plus lösemittelfreier Silan Parkettklebstoff (16 kg)*
RETOL BASE Fusion MS Plus lösemittelfreier Silan Parkettklebstoff (16 kg)*
RETOL BASE Fusion D Plus Parkettklebstoff, lösemittelfrei, emissionsarm (13 kg)*
RETOL BASE Fusion D Plus Parkettklebstoff, lösemittelfrei, emissionsarm (13 kg)*
RETOL BASE Fusion 2K PU 2K-Parkettkleber (7,875 kg)*
RETOL BASE Fusion 2K PU 2K-Parkettkleber (7,875 kg)*
Ponal Parkett Flächenkleber, schalldämpfender Klebstoff für alle Parkettarten, Kleber ohne Grundierung, Parkettkleber für Fußbodenheizung, für max. 9m², 1x8kg Eimer*
Ponal Parkett Flächenkleber, schalldämpfender Klebstoff für alle Parkettarten, Kleber ohne Grundierung, Parkettkleber für Fußbodenheizung, für max. 9m², 1x8kg Eimer*

Immer wieder werden wir gefragt, ob Parkett auch auf Heizestrichen, bzw. Fußbodenheizung verlegt werden kann.

Hierzu kursieren sehr unterschiedliche Meinungen.

Da eine Pauschalaussage schwierig hier schwierig zu treffen ist, beschäftigt sich dieser Artikel mit den Voraussetzungen und Ausschlusskriterien für die Verlegung von Parkett Fußbodenheizung.

Parkett, Fußbodenheizung & schwimmende Verlegung?

Die sog. schwimmende Verlegung von Parkettböden ist äußerst ungeeignet für die Verlegung auf Fußbodenheizung. Bei der schwimmenden Verlegung wird das Parkett „lose“ auf den Unterboden verlegt. Als Trittschalldämmung (besser: Gehschalldämmung) wird meist noch eine Matte oder Schaumfolie unterlegt.

Längere Aufwärmzeit bei schwimmender Verlegung

Da bei der schwimmenden Verlegung immer wieder Hohlstellen vorkommen und außerdem keine feste Verbindung zum Untergrund besteht, dauert es viel länger, bis die Wärme den Parkettboden durchdringen kann.

Es erhöht sich also die „Aufwärmzeit“. Außerdem kann es durch die schwimmende Verlegung auf Fußbodenheizung zu ungleichmäßiger Aufwärmung der Oberfläche kommen.

Dies ist besonders bei Parkett im Bad oder Parkett in der Küche eher unangenehm, da man hier eher Hautkontakt mit dem Boden hat.

Parkett auf Fußbodenheizung verklebt verlegen?

Voraussetzung für eine Parkett Fußbodenheizung ist daher die fest verklebte Verlegung mittels Parkettkleber. Ähnlich wie bei der Verklebung von Fliesen entsteht eine feste Verbindung von Parkett und Untergrund.

So wird die Wärmeübertragung optimiert und Hohlstellen vermieden. Leider vertragen die meisten Parkettklebstoffe nur Temperaturen bis maximal 28° Celsius. Wird Ihr Fußboden wärmer als dieser Maximalwert, entfällt meist die Gewährleistung von Verleger und Parkett-Hersteller

Die richtige Vorlauftemperatur

Für Verwirrung sorgt in diesem Zusammenhang immer wieder die sog. Vorlauftemperatur. Diese ist natürlich höher als die letztendliche Wärme im Fußboden.

Die Maximaltemperatur sollte daher sowohl mit dem Parkettverleger als auch mit dem Heizungsbau-Betrieb abgestimmt werden.

Welches Parkett für Fußbodenheizung?

Holzarten mit einer hohen Dichte lassen die Wärme generell schneller durch und sind somit für eine schnelle Aufwärmzeit verantwortlich.

Da die meisten Parkettarten jedoch nicht sonderlich dick sind, trägt dieser Faktor nur bedingt zur Eignungsfrage bei. Viel wichtiger ist, ob der Parkettboden an sich durch den Aufheizprozess Schaden nehmen kann. Wenn Sie auf der Suche nach Parkett für Fußbodenheizung sind, sollten Sie daher auf ein Parkett kaufen, welches nicht zum starken Arbeiten neigt.

Dies sind z.B. Eiche Parkett oder Esche – keinesfalls jedoch Buche Parkett.

Diese Parkettböden sind für Fußbodenheizung geeignet

Welche Holzart ist nicht für Fußbodenheizung geeignet?

Als relativ unproblematisch gelten die typischen Parkett-Holzarten wie Eiche und Esche. Eher problematisch ist Buche, da diese Holzart sehr stark schwinden und quellen kann.

Buche Parkett neigt daher zur Fugenbildung und verliert durch die zusätzliche Wärme der Fußbodenheizung schnell an Feuchtigkeit.

Buche Parkett ist nicht für Fußbodenheizung geeignet:

Welche Versiegelung bei Parkett Fußbodenheizung?

Da bei Parkett Fußbodenheizung mit vermehrtem Arbeiten des Holzes zu rechnen ist, sollte nach dem abschleifen eine Parkett-Behandlung mit Öl in Erwägung gezogen werden.

Anders als ein Parkettlack, bzw. eine Parkettversiegelung bildet Parkett-Öl keine Schicht auf dem Holz. Das Öl imprägniert das Holz und wird nach der Verlegung mit einer Parkett Poliermaschine/Bohnermaschine ins Holz einmassiert.

Zu Risiken & Nebenwirkungen

Wenn Sie sich für Parkett auf Fußbodenheizung entscheiden, sollten Sie die folgenden Punkte in Betracht ziehen:

Windrisse bei Massivparkett:

Wenn Massivparkett auf Fußbodenheizung verlegt wird, kann es durch die erhöhten Schwundspannungen zur Bildung sog. „Windrisse“ kommen. Dies sind kleine Risse im Holz, die im schlimmsten Fall dazu führen können, dass einzelne Stellen der Oberfläche „aufplatzen“.

Hier muss dann mit einem Parkett-Reparaturset, bzw. Hartwachs nachretuschiert werden.

Fugenbildung:

Bei Massivparkett auf Fußbodenheizung ist außerdem mit verstärkter Fugenbildung zu rechnen. Die Fugen bilden sich im Frühjahr wieder zurück, sobald die relative Luftfeuchtigkeit wieder ansteigt.

Fertigparkett auf Fußbodenheizung:

Die Renovierung von Fertigparkett führt ohnehin öfter zu Problemfällen. Eine Fußbodenheizung verschärft die Situation noch weiter. Zum einen ist das Holz meist stärker ausgetrocknet.

Dies führt oft zu Problemen bei der Lackierung. Zum anderen verändert sich die Statik des Parkettstabes durch jede weitere Parkettrenovierung.

Der Stab wird dünner und das Verhältnis von Breite zu Dicke wird immer nachteiliger. In Verbindung mit einer Fußbodenheizung sorgen die erhöhten Spannungsverhältnisse für ein höheres Risiko der Element-Verformung.

Selbst gestandene Profis können dieses Risiko meist nicht im Voraus abschätzen. Auch die Haftungsfrage ist in einem solchen Fall meist schwierig zu klären.

Deckschichtablösung:

Ein weiteres Problem bei Fertigparkett auf Fußbodenheizung sind die sog. „Deckschichtablösungen“. Im schlimmsten Fall löst sich die Klebeverbindung innerhalb des Parkettstabes auf, bzw. bricht.

Die oberste Lamelle – die sog. Deckschicht – löst sich ab und kann dann mit dem Fingernagel angehoben werden. Ursächlich kann sowohl der Klebstoff, als auch die Temperatur der Fußbodenheizung sein.

Parkettversiegelung macht häufig Probleme

Im Fall von schichtbildenden Versiegelungen muss mit der Bildung sog. „Abrissfugen“ gerechnet werden. Dies sind einzelne Fugen, an denen die Parkettversiegelung „aufreißen“ kann. Dieser optisch suboptimale Effekt kann durch die Behandlung mit einem Fußboden-Öl vermieden werden.

Es existiert keine Schicht, welche die Stäbe miteinander „verklebt“ und somit kann jeder Parkettstab „für sich alleine arbeiten“.

Die Alternative zur Warmwasser Fußbodenheizung

Warmwasser-Fußbodenheizsysteme sind mit hohem Aufwand beim Einbau verbunden. Meist werden derartige Systeme bereits beim Hausbau oder im Zuge einer Komplettsanierung verbaut. Der gesamte Estrich muss hierbei neu aufgebaut werden.

Hierzu wird zunächst der alte Estrich – z.B. durch ein Abbruchunternehmen oder in Eigenleistung – entfernt. Anschließend werden die Heizrohre in Absprache mit einem Heizungsbauunternehmen verlegt. Erst jetzt kann der eigentliche Estrich eingebracht werden.

Doch damit nicht genug: Der Estrich muss nach einer mehrwöchigen Trocknungsphase nach einem festgeschriebenen Protokoll „langsam aufgeheizt“ werden. Dies hat zum Zweck, Restfeuchtigkeit – die sich evtl. auch unter den Heizrohren befinden kann – langsam nach oben zu bringen. Erst jetzt ist der Heizestrich bereit für die Verlegung eines Holzbodens.

Eine echte Fußbodenheizung unterm Laminat – mit nur 4 mm Aufbau

Das alles muss nicht sein. Wer im Zuge der Renovierung eine Fußbodenheizung unter seinem schwimmend verlegten Laminatboden verbauen möchte, hat auch andere Möglichkeiten:

Durch eine elektrische Fußbodenheizung kann auf den Neuaufbau des Estrichs verzichtet werden. Hierbei wird lediglich der Fußbodenbelag, bzw. der Parkettboden entfernt. Nun wird der Estrich eben geschliffen und grundiert. Bereits jetzt lassen sich die flachen Heizelemente einer elektrischen Fußbodenheizung auf dem Estrich verlegen.

Noch schneller: Folienheizung unter Laminat und Parkett

Wer seinen Laminatboden schwimmend verlegt und dabei nicht auf den Komfort einer Fußbodenheizung verzichten will, kann dies mit sehr wenig Aufwand durch eine Folienheizung erreichen. Besonders bei Renovierungen, ist diese Lösung sehr beliebt. Der Zeitaufwand ist sehr gering, da lediglich der alte Belag entfernt werden muss. Wenn der Untergrund eben genug ist, lässt sich eine Folienheizung direkt auf dem Unterboden verlegen. Der Unterbodenaufbau einer Folienheizung beträgt nur 0,4 mm – so wenig, dass nicht einmal Türen oder Zargen gekürzt werden müssen.

Wie Folien-Fußbodenheizungen unter Laminat funktionieren

Eine Folien Fußbodenheizung enthält dünne Heizdrähte, welche direkt in die Folie eingearbeitet sind. Der Stromverbrauch hält sich relativ gering, sobald die Heizung Ihre Zieltemperatur erreicht hat. Für eine nachhaltige und effiziente Folienheizung sollte der Untergrund ausreichend gut gedämmt sein, da die Wärme sonst zu schnell abgeleitet würde.

Ein programmierbarer Temperaturregler hält während und nach der Aufheizphase die gewünschte Temperatur für Sie aufrecht.

Lediglich für Feuchträume ist eine Folien Fußbodenheizung nicht geeignet. Dafür lässt sie sich aber gezielter verlegen – z.B. wenn man nur bestimmte Bereiche eines Zimmers mit Fußbodenheizung ausstatten möchte.

Ein beheizter Laminatboden kann z.B. unter dem Esstisch oder vor dem Sofa gezielt für eine entspannte Atmosphäre sorgen, ohne dabei den gesamten Raum beheizen zu müssen.

Eine echte Elektrofußbodenheizung für Laminatböden

Will man eine wirklich leistungsstarke Fußbodenheizung unter seinem schwimmend verlegten verbauen, ohne dabei den Aufwand einer Warmwasserfußbodenheizung einzugehen, gibt es außerdem elektrische Fußbodenheizungs-Systeme für Laminatböden.

Diese enthalten klassische Heizelemente (dicker und leistungsfähiger als die folienbasierte Lösung) und tragen daher etwas mehr zum Höhenaufbau bei (ca. 2 mm). Die sehr guten Heizwerte und der geringe Stromverbrauch sind den Aufwand in der Regel wert. Lediglich die Türzargen und Türblätter müssen hierbei im Zweifelsfall angepasst werden.

Eine Elektro-Fußbodenheizung sorgt für sehr gleichmäßige Verteilung der Wärme. Bei Warmwasser Fußbodenheizungen wird die Wärme über die Leitfähigkeit des Estrichs verteilt. Um dieselbe Wirkung bei einer schwimmenden Verlegung zu erhalten, werden die Heizelemente mit einer Alu-kaschierten Gewebe-Gittermatte überzogen. So verteilt sich die Wärme an allen Stellen gleichmäßig und verhindert das Auftreten von kalten Stellen, zwischen den „Heizschlangen“.

Auch hierbei sollte jedoch eine ausreichende Dämmung des Untergrundes gewährleistet sein, da sonst zu viel Energie nach unten abwandern kann.

Elektrische Fußbodenheizung zur individuellen Verlegung

Die zuvor genannten System haben eines gemeinsam: die Form und die Verlegungsdichte der Heizelemente bleibt vorgegeben. Einzelne Stellen besonders aufzuheizen oder die Verlegung in stark verwinkelten Räumen ist damit nicht möglich. Hier kommt die sog. „lose Heizleitung“ ins Spiel.

Hierbei handelt es sich um lose Meterware, welche direkt von der Rolle verlegt werden kann. So lassen sich individuelle Heizkreisläufe erstellen und selbst verwinkelte Zimmer mit einer Fußbodenheizung ausstatten. Wie bei den anderen Heizsystemen auch, erfolgt die Temperaturregelung über einen Thermostat.

Es gibt zwei Probleme bei Parkett im Badezimmer:

Im Badezimmer herrscht oft – zumindest kurzfristig – eine erhöhte Luftfeuchtigkeit. Hinzu kommen Wasserspritzer, bzw. Wasserpfützen im Baderaum.

Dies bringt zwei Probleme mit sich:

  • Die erhöhte Raumluftfeuchtigkeit lässt den Holzboden aufquellen. Jeder Parkettboden gleicht seine eigene Feuchtigkeit der umgebenden Raumluftfeuchte an. Dabei nimmt er leicht an Volumen zu, wird also größer.
  • Einzelne Wasserlachen auf dem Parkettboden können ins Holz eindringen und hier sehr schnell für einen Wasserschaden sorgen. Entweder quellen hierbei nur einzelne Stäbe auf oder es lösen sich im schlimmsten Fall sogar ganze Bereiche des Holzbodens.

Glücklicherweise treffen diese Problempunkte nicht auf jede Holzart zu. Einige sind geradezu prädestiniert für den Einsatz als Parkettboden im Badezimmer.

Welche Holzart fürs Parkett im Bad?

Eine Holzart, welche sich sonst hoher Beliebtheit bei Parkettböden erfreut, ist Buche. Buche Parkett neigt jedoch zu hohem Quell- und Schwindverhalten und ist für das Badezimmer eher ungeeignet.

Wir empfehlen folgende Parketthölzer für das Badezimmer:

  • Douglasie
  • Walnuss (amerikanisch oder europäisch gleichermaßen)
  • Kirsche
  • Pitch-Pine (Dielenböden)
  • Teak
  • Jatoba
  • Merbau
Nussbaum Parkett im Bad
Geöltes Nussbaum-Parkett im Badezimmer

Der Verband der deutschen Parkettindustrie empfiehlt auf seiner Webseite noch weitere Holzarten für den Einsatz im Bad. Seltsamerweise ist hierbei sogar Buche aufgezählt, was wir als fatalen Ratschlag einstufen. Obige Holzarten empfehlen wir, weil wir damit bereits sehr gute, eigene Erfahrungen im Nassbereich / Feuchtbereich gemacht haben. Hölzer wie z.B. Teak, Douglasie oder Pitch-Pine, enthalten von Natur aus einen hohen Anteil an Harzen und Ölen und reagieren weniger empfindlich auf Feuchtigkeit. Teak und Douglasie werden nicht umsonst auch als Hölzer für Terrassendielen verwendet.

Sie weisen zudem eine viel höhere Dichte als z.B. ein Eiche Parkett auf und können darum nur sehr bedingt ihre Ausmaße verändern.

Die Oberflächenbehandlung fürs Parkett im Bad

Wasser und Öl können sich nicht leiden. Daher stellt Öl den perfekten Schutz für Ihren Dielenboden im Bad dar. Jeder Parkett- oder Dielenboden sollte mindestens 2x – besser 3 Mal – geölt werden, bevor das Bad von Ihnen genutzt wird. Hierbei wird das Öl mittels einer Parkett Poliermaschine/Bohnermaschine ins Holz „einmassiert“.

Parkettversiegelungen (Parkettlack) sind hingegen gänzlich ungeeignet für den Einsatz im Bad. Schon nach wenigen Sekunden kann – z.B. im Falle einer Pfütze – das Wasser ins Holz eindringen und sowohl Quellschäden, als auch Grauschleier hinterlassen. Diese Gefahr ist bei geölten Oberflächen nur sehr gering.

Wie bereits an anderer Stelle beschrieben, sollte ein geölter Parkettboden regelmäßig nachgeölt werden. Dies ist im Bad besonders wichtig, um die imprägnierende Wirkung zu erhalten.

Welcher Klebstoff fürs Parkett im Badezimmer?

Von einer schwimmenden Verlegung Ihres Holzbodens sollten Sie im Badezimmer absehen. Schwimmend verlegte Parkettböden können Ihre Ausmaße ungehindert verändern und reagieren daher gerade in Feuchträumen auf extreme Weise.

Eine schubfeste/schubelastische Verklebung mit dem Estrich. sollte daher Standard sein. So wird verhindert, dass sich der Parkettboden übermäßig ausdehnen kann. Dennoch sollten Sie auch bei dieser Verlege Art die Bildung von Pfützen auf dem Parkett sowie sehr hohe Luftfeuchtigkeit über einen längeren Zeitraum hinweg meiden.

Parkett im Bad – der optimale Aufbau

  1. Nachdem der Estrich/Untergrund ausreichend trocken ist, wird eine PU-Grundierung oder eine Epoxidharz-Grundierung aufgetragen. Diese sorgt für eine ausreichende Abdichtung des Untergrundes, falls doch einmal Wasser nach unten dringen sollte
  2. Anschließend wird der Parkettboden mit einem 2K-PU Klebstoff oder mit dauerelastischem Silan-Klebstoff auf dem Unterboden verklebt. Keinesfalls sollten hierbei Dispersionsklebstoffe zum Einsatz kommen. Egal, ob 2K-PU oder Silan-Klebstoff – beide halten sehr große Spannungswerte aus und sind zudem unempfindlich gegen Feuchtigkeit.

Die Kombination von PU- bzw. Epoxidharzgrundierung mit dem Parkettklebstoff sollte immer in Abstimmung mit dem Klebstoffhersteller erfolgen. In jedem Fall sollte die Verlegung Ihres Badezimmer-Parkettbodens daher ein Parkett-Profi übernehmen. Wird die Grundierung falsch durchgeführt, kommt es regelmäßig zu Verbund/Haftproblemen mit dem Parkettkleber.

Welche Parkettart im Badezimmer?

Vom Gedanken an einen Fertigparkettboden sollten Sie sich im Badezimmer verabschieden. Da Fertigparkett im Nut-Bereich (gilt auch für Klick-Parkett) nur einige Millimeter stark ist, kommt es hier sehr schnell zu Verformungen bei eindringender Feuchtigkeit.

Die Kanten, bzw. Fugenbereiche kommen immer als erstes mit Wasser in Kontakt. Da sie nach unten hin keine Klebstoffverbindung haben, sind die Verformungen extrem und meist dauerhaft. Hier hilft dann nur noch das Abschleifen und Versiegeln des Parkettbodens. Da Fertigparkett meist nur 1-2 Mal abgeschliffen werden kann, hätten sie nicht lange Freude an Ihrem Badezimmer-Parkettboden.

Besser: Massivparkett im Badezimmer

Nicht nur, dass es wesentlich öfter renoviert werden kann – Massivparkett ist im Gegensatz zu Fertigparkett äußerst Formstabil im Kantenbereich. Wir raten daher ausdrücklich zu mindestens 15 mm starkem Massivparkett im Badezimmer.

Schön und gut, werden Sie jetzt sagen – aber arbeitet Massivparkett nicht viel stärker und neigt somit zur Bildung von Fugen?

Das ist korrekt und dem steuert man wie folgt entgegen:

Neoprenfuge / Klebstoff-Fuge

Um zu verhindern, dass Feuchtigkeit in die Fuge zwischen den Parkett-Elementen gerät, sollte hier eine sog. Neopren-Fuge eingebracht werden. Vielleicht kennen Sie dieses Erscheinungsbild von Segelyachten.

Zwischen jeder Parkettreihe ist ein schwarzer (oder andersfarbiger) Streifen eingebaut. Neoprenfugen gibt es sowohl in fertiger Ausführung, als auch zum Einspritzen (ähnlich wie Silikon/Acryl). Je nach Machart, bzw. Parketthersteller, sollte hier die passende Variante zum Einsatz kommen. Neoprenfugen lassen sich außerdem auch im Zuge einer Renovierung mit abschleifen. Keine Sorge also, wenn Ihr Parkett nach vielen Jahren der Nutzung, auch im Badezimmer einmal abgeschliffen werden muss.

Parkett im Bad mit Neoprenfuge
Die Verfugung mit Neopren verhindert, dass Wasser in die Fugen eindringen kann.

Badezimmer-Parkett pflegen

Wie bei allen geölten Parkettböden, sollte auch Ihr Parkett im Bad regelmäßig mit einem Pflegeöl behandelt werden.

Das Schöne an geölten Parkettböden ist jedoch, dass diese sich auch partiell, bzw. nur oberflächlich renovieren lassen. Wenn noch keine tiefen Macken/Kratzer/Dellen bestehen, lässt sich das Badezimmer-Parkett z.B. mit einer Einscheibenmaschine und einem Schleifgitter (Körnung 150-180) leicht anschleifen und anschließend mit einem Holzboden-Öl nachbehandeln.

Meistens sieht das Badezimmer-Parkett dann wieder aus wie neu – fast ohne Materialverlust und ohne den Aufwand einer Komplettsanierung.

Lüftungszyklus bei Parkettböden im Bad

Wie bereits erwähnt, sollte die sog. „relative Luftfeuchte“ nur für möglichst kurze Zeit ihren Normwert überschreiten. Die relative Luftfeuchtigkeit ist im Badezimmer meist kurzzeitig erhöht. Wer nach der Benutzung für 5-10 Minuten „stoßlüftet“ – bzw. für Durchzug sorgt, senkt die Luftfeuchtigkeit wieder auf ein gesundes Niveau.

Die Kontrolle der Luftfeuchtigkeit lässt sich sehr einfach mit einem Hygrometer durchführen (für nur wenige Euro auf eBay oder Amazon zu haben). Die meisten unserer Kunden mit einem Parkettboden im Badezimmer, lüften einfach so lange, bis das Hygrometer wieder den normalen Wert anzeigt (meist ca. 50-60% – je nach Jahreszeit).

Parkett auf Fußbodenheizung im Bad?

Welche Parkettböden auf Fußbodenheizungen eingesetzt werden können, haben wir bereits an derer Stelle erörtert. Parkett ist wesentlich wärmer als ein Fliesenboden. Darum ist eine Fußbodenheizung unter dem Parkett im Bad nicht unbedingt erforderlich. Wer dennoch nicht darauf verzichten möchte, oder ohnehin bereits eine Fußbodenheizung im Bad hat, sollte folgendes beachten:

Die Vorlauftemperatur der Fußbodenheizung sollte so eingestellt sein, dass am Boden letztendlich maximal 28° C ankommen. Dies gilt gemeinhin als Obergrenze für Parkettklebstoffe und Parkettböden. Klären Sie dies vorab mit Ihrem Heizungsbauer. Ein Überschreiten dieser Grenze kann enorme Probleme mit dem Parkettklebstoff und auch mit dem Holzboden verursachen.

Zusammenfassung

Achten Sie noch vor dem Parkett kaufen auf die Wahl des richtigen Holzes, des richtigen Klebstoffes und lassen Sie evtl. eine Neoprenfuge mit einbringen. So ist die Grundlage für ein langes Leben Ihres Badezimmer-Parketts gelegt. Wer Pfützen schnell beseitigt und für eine ausgeglichene Raumluftfeuchte sorgt, wird dauerhaft Freude an seinem Parkett im Bad haben. Ähnlich, wie bei der Wahl eines Parkettbodens für die Küche, sollte auch im Bad bedacht werden, dass der Boden zur restlichen Wohnung passt.

Im Beratungsgespräch erleben wir oft die Frage, nach der Eignung von Parkett für Küchen & Feuchträume. Dieser Artikel gibt beleuchtet das Thema „Parkett in der Küche“ und zeigt auf, worauf Sie beim Parkett kaufen achten müssen, wenn Ihr neuer Parkettboden die nächsten 20 Jahre in der Küche überleben soll.

Welche Probleme gibt es bei Parkett in der Küche?

In normalen Wohnküchen ist ein Parkettboden verschiedensten Belastungen ausgesetzt. Anders, als z.B. im Wohnzimmer, bekommt ein Parkett in der Küche des Öfteren einen Schwall Wasser ab. Kurz nicht aufgepasst – noch schnell das Essen fertig gemacht – und schon sind wertvolle Minuten vergangen, in denen das Wasser ins Parkett eindringen konnte. Hierdurch entstehen meist leichte Wasserschäden am Parkettboden, welche z.B. ähnliche Ausmaße wie bei Parkett im Badezimmer annehmen können. Darum ist es wichtig, dass Parkett in der Küche möglichst fest mit dem Untergrund verklebt wird. Hierzu verwendet man Parkettkleber, welche ähnlich wie bei Fliesen, mit einem Zahnspachtel aufgetragen werden.

Beschädigter Lack und tiefere Macken im Parkett-Küchenboden

Wer seine Küche täglich nutzt, hat dort wesentlich häufiger Fußkontakt mit dem Boden, als in anderen Räumen. Und meist sind es genau die Stellen, an welchen gekocht oder der Abwasch erledigt wird, welche schon nach wenigen Jahren Abnutzungserscheinungen zeigen.

Bei unseren Vor-Ort Besichtigungen sehen wir in Küchen besonders häufig abgelaufene Versiegelungen, tiefe Macken (z.B. wenn ein Messer oder sonstige Gegenstände herunterfallen) oder die bereits erwähnten Quellschäden.

Welche Versiegelung für Parkett in der Küche?

Geölte Parkettböden in der Küche – Vor- und Nachteile

Wie bereits in unserem Artikel über Geöltes Parkett vs. Lackierte Parkettböden beschrieben, sind Parkettböden in der Küche mit einem Öl wesentlich besser gegen das Eindringen von Wasser geschützt. Die imprägnierende Wirkung von Öl, schützt vor allem auch den Kantenbereich der einzelnen Parkettstäbe. Rechtzeitig entfernt, lassen sich Wasserspuren von einem geölten Parkettboden daher wesentlich einfacher entfernen, bzw. entstehen gar nicht erst.

Ein Nachteil von geöltem Parkett in der Küche ist jedoch, dass die Oberfläche immer wieder mit einem Pflege-Öl nachbehandelt werden muss, wenn dieser Schutz erhalten bleiben soll.

Versiegelte Parkettböden in der Küche – Vor- und Nachteile

Anders sieht dies bei versiegelten Parkettböden in der Küche aus. Da eine Parkettversiegelung (Parkettlack) die Kanten eines Parkettstabes weniger gut schützen kann, als dies mit Öl der Fall ist, kann hier besonders schnell Wasser eindringen.

Zunächst „kriecht“ das Wasser daher über die Kanten hindurch, unter den Parkettlack. So entstehen sehr dunkle Stellen (extrem zu beobachten bei Buche-Parkett), welche nach dem Trocknen meist nur noch marginal zu erkennen sind.

Zurück bleibt jedoch meist ein grauer Schleier, welcher nur durch die Parkettrenovierung (abschleifen und versiegeln), wieder entfernbar ist. Als vorteilhaft erweist sich bei versiegeltem Parkett in der Küche jedoch, dass keine besonderen Parkettpflege Maßnahmen nötig sind. Die Oberfläche ist von Grund auf bereits besser gegen Abriebspuren geschützt. Es muss höchstens eine Erstpflege mittels Bohnermaschine erfolgen.

Welches Parkett in der Küche verlegen?

Noch wichtiger als die Oberflächenbehandlung ist jedoch die Machart des Parkettbodens. Weil Parkett in der Küche sich meist schneller abnutzt, als in allen anderen Wohnungsteilen, wird hier oft eine teilweise Sanierung der Oberfläche in Kauf genommen. Man renoviert hierbei z.B. nur das Parkett in der Küche und stoppt am angrenzenden Raum (z.B. in der Türschwelle oder an einer Schiene etc.)

Besser: massives Parkett in der Küche

Da sich Fertigparkettböden in der Regel nur 1-2 Mal abschleifen lassen, ist dessen Einsatz in der Küche äußerst gewagt. Um Wasserschäden am Parkett zu entfernen, muss zudem meist etwas mehr Material abgeschliffen werden, als sonst bei der Sanierung üblich ist. Ein Fertigparkett kommt hier schnell an seine Grenzen.

Erfahrungsgemäß lässt sich Massivparkett in der Küche wesentlich besser renovieren und sieht danach wieder aus wie neu. Sehr stark beschädigte Verlege Einheiten (meist Eiche Parkett), lassen sich bei Massivparkett außerdem sehr einfach aushebeln und von oben ersetzen. Bei Fertigparkett ist dies erfahrungsgemäß fast unmöglich.

Was tun, bei leichten Schäden am Parkett in der Küche?

Häufig treffen wir bei Parkettböden innerhalb von Wohnküchen tiefere Macken oder starke Riefen an.

Mit etwas Geschick lassen sich solche Stellen mit einem Parkettreparaturset instand setzen. Solche Reparatursets findet man beim Holzfachhändler, bzw. bei Herstellern wie z.B. Clou.

Hierbei wird ein farblich passendes Hartwachs in die betreffende Stelle eingeschmolzen.

Die besten Ergebnisse zeigen sich hierbei natürlich im Zuge einer Komplettsanierung des Parkettbodens. Die instandgesetzte Stelle wird am Ende mitsamt der Fläche versiegelt und ist dann meist nicht mehr zu erkennen.

Küchenboden renovieren ohne Abzuschleifen

Wenn der Küchenboden erst leicht angegriffen ist, lässt sich die Oberfläche auch oft nachversiegeln. Es ist dann eine Renovierung des Parkettbodens ohne Abschleifen möglich. Lediglich der bestehende Lack wird hierzu leicht „angeschliffen“ und anschließend mit einem 2K-Wasserlack überlackiert. Dies setzt jedoch voraus, dass der Parkettleger / Parkettsanierer die zuvor verwendete Versiegelung kennt (z.B. belegbar durch eine alte Rechnung).

Das Abschleifen von bestehendem Parkett in der Küche

Am Tag X ist es jedoch so weit:

Das Parkett ist nicht mehr schön anzusehen und der seit Jahren gescheute Aufwand wird nun endlich in Kauf genommen. Der Parkettboden soll, meist nicht nur in der Küche, sondern in/im der ganzen Wohnung/Haus, abgeschliffen werden.

Jede Hausfrau scheut es jedoch besonders, den Parkettboden in der Küche abschleifen zu lassen. Gerade wenn es eine offene Wohnküche ist, besteht die Gefahr, dass bei der Sanierung Feinstaub austritt und dieser sich in den Küchenmöbeln festsetzt.

Parkett in der Küche staubfrei renovieren

Fähige Parkettsanierer bieten daher das sog. „Staubfreie Parkettschleifen“ an. Eine spezielle Saugvorrichtung soll hierbei den Feinstaub abfangen, bevor dieser in die Raumluft gelangen kann. In der Praxis funktioniert dieses Verfahren mittlerweile erstaunlich gut. Eine 100-prozentige Garantie für die Staubfreiheit, gibt es jedoch nicht.

Wer auf „Nummer Sicher“ gehen möchte, sollte seine Küchenmöbel zusätzlich mit Abdeckfolie und ausreichend Klebeband vor den Öffnungsschlitzen schützen.

Zusammenfassung

Meist ist die Optik des Parkettbodens entscheidender als der Nutzenfaktor. Daher wird oft auf den Einsatz von Öl auf dem Küchenparkett verzichtet, wenn nicht ohnehin das gesamte Parkett in der Wohnung geölt werden soll. Da der Küchenboden meist als erstes zur Renovierung fällig wird, sollte optimalerweise überall Massivparkett verlegt werden. So lohnt sich die Verlegung von Parkett in der Küche auch über die nächsten Jahrzehnte noch und wird seinem Besitzer Freude bereiten.