Im Beratungsgespräch erleben wir oft die Frage, nach der Eignung von Parkett für Küchen & Feuchträume. Dieser Artikel gibt beleuchtet das Thema „Parkett in der Küche“ und zeigt auf, worauf Sie beim Parkett kaufen achten müssen, wenn Ihr neuer Parkettboden die nächsten 20 Jahre in der Küche überleben soll.

Welche Probleme gibt es bei Parkett in der Küche?

In normalen Wohnküchen ist ein Parkettboden verschiedensten Belastungen ausgesetzt. Anders, als z.B. im Wohnzimmer, bekommt ein Parkett in der Küche des Öfteren einen Schwall Wasser ab. Kurz nicht aufgepasst – noch schnell das Essen fertig gemacht – und schon sind wertvolle Minuten vergangen, in denen das Wasser ins Parkett eindringen konnte. Hierdurch entstehen meist leichte Wasserschäden am Parkettboden, welche z.B. ähnliche Ausmaße wie bei Parkett im Badezimmer annehmen können.

Beschädigter Lack und tiefere Macken im Parkett-Küchenboden

Wer seine Küche täglich nutzt, hat dort wesentlich häufiger Fußkontakt mit dem Boden, als in anderen Räumen. Und meist sind es genau die Stellen, an welchen gekocht oder der Abwasch erledigt wird, welche schon nach wenigen Jahren Abnutzungserscheinungen zeigen.

Bei unseren Vor-Ort Besichtigungen sehen wir in Küchen besonders häufig abgelaufene Versiegelungen, tiefe Macken (z.B. wenn ein Messer oder sonstige Gegenstände herunterfallen) oder die bereits erwähnten Quellschäden.

Welche Versiegelung für Parkett in der Küche?

Geölte Parkettböden in der Küche – Vor- und Nachteile

Wie bereits in unserem Artikel über Geölte vs. Lackierte Parkettböden beschrieben, sind Parkettböden in der Küche mit einem Öl wesentlich besser gegen das Eindringen von Wasser geschützt. Die imprägnierende Wirkung von Öl, schützt vor allem auch den Kantenbereich der einzelnen Parkettstäbe. Rechtzeitig entfernt, lassen sich Wasserspuren von einem geölten Parkettboden daher wesentlich einfacher entfernen, bzw. entstehen gar nicht erst.

Ein Nachteil von geöltem Parkett in der Küche ist jedoch, dass die Oberfläche immer wieder mit einem Pflege-Öl nachbehandelt werden muss, wenn dieser Schutz erhalten bleiben soll.

Versiegelte Parkettböden in der Küche – Vor- und Nachteile

Anders sieht dies bei versiegelten Parkettböden in der Küche aus. Da eine Parkettversiegelung die Kanten eines Parkettstabes weniger gut schützen kann, als dies mit Öl der Fall ist, kann hier besonders schnell Wasser eindringen.

Zunächst „kriecht“ das Wasser daher über die Kanten hindurch, unter den Parkettlack. So entstehen sehr dunkle Stellen (extrem zu beobachten bei Buche-Parkett), welche nach dem Trocknen meist nur noch marginal zu erkennen sind.

Zurück bleibt jedoch meist ein grauer Schleier, welcher nur durch die Parkettrenovierung (abschleifen und versiegeln), wieder entfernbar ist. Als vorteilhaft erweist sich bei versiegeltem Parkett in der Küche jedoch, dass keine besonderen Parkettpflege Maßnahmen nötig sind. Die Oberfläche ist von Grund auf bereits besser gegen Abriebspuren geschützt.

Welches Parkett in der Küche verlegen?

Noch wichtiger als die Oberflächenbehandlung ist jedoch die Machart des Parkettbodens. Weil Parkett in der Küche sich meist schneller abnutzt, als in allen anderen Wohnungsteilen, wird hier oft eine teilweise Sanierung der Oberfläche in Kauf genommen. Man renoviert hierbei z.B. nur das Parkett in der Küche und stoppt am angrenzenden Raum (z.B. in der Türschwelle oder an einer Schiene etc.)

Besser: massives Parkett in der Küche

Da sich Fertigparkettböden in der Regel nur 1-2 Mal abschleifen lassen, ist dessen Einsatz in der Küche äußerst gewagt. Um Wasserschäden am Parkett zu entfernen, muss zudem meist etwas mehr Material abgeschliffen werden, als sonst bei der Sanierung üblich ist. Ein Fertigparkett kommt hier schnell an seine Grenzen.

Erfahrungsgemäß lässt sich Massivparkett in der Küche wesentlich besser renovieren und sieht danach wieder aus wie neu. Sehr stark beschädigte Verlege Einheiten (meist Eiche Parkett), lassen sich bei Massivparkett außerdem sehr einfach aushebeln und von oben ersetzen. Bei Fertigparkett ist dies erfahrungsgemäß fast unmöglich.

Was tun, bei leichten Schäden am Parkett in der Küche?

Häufig treffen wir bei Parkettböden innerhalb von Wohnküchen tiefere Macken oder starke Riefen an.

Mit etwas Geschick lassen sich solche Stellen mit einem Parkettreparaturset instand setzen. Solche Reparatursets findet man beim Holzfachhändler, bzw. bei Herstellern wie z.B. Clou.

Hierbei wird ein farblich passendes Hartwachs in die betreffende Stelle eingeschmolzen.

Die besten Ergebnisse zeigen sich hierbei natürlich im Zuge einer Komplettsanierung des Parkettbodens. Die instandgesetzte Stelle wird am Ende mitsamt der Fläche versiegelt und ist dann meist nicht mehr zu erkennen.

Küchenboden renovieren ohne Abzuschleifen

Wenn der Küchenboden erst leicht angegriffen ist, lässt sich die Oberfläche auch oft nachversiegeln. Es ist dann eine Renovierung des Parkettbodens ohne Abschleifen möglich. Lediglich der bestehende Lack wird hierzu leicht „angeschliffen“ und anschließend mit einem 2K-Wasserlack überlackiert. Dies setzt jedoch voraus, dass der Parkettleger / Parkettsanierer die zuvor verwendete Versiegelung kennt (z.B. belegbar durch eine alte Rechnung).

Das Abschleifen von bestehendem Parkett in der Küche

Am Tag X ist es jedoch so weit:

Das Parkett ist nicht mehr schön anzusehen und der seit Jahren gescheute Aufwand wird nun endlich in Kauf genommen. Der Parkettboden soll, meist nicht nur in der Küche, sondern in/im der ganzen Wohnung/Haus, abgeschliffen werden.

Jede Hausfrau scheut es jedoch besonders, den Parkettboden in der Küche abschleifen zu lassen. Gerade wenn es eine offene Wohnküche ist, besteht die Gefahr, dass bei der Sanierung Feinstaub austritt und dieser sich in den Küchenmöbeln festsetzt.

Parkett in der Küche staubfrei renovieren

Fähige Parkettsanierer bieten daher das sog. „Staubfreie Parkettschleifen“ an. Eine spezielle Saugvorrichtung soll hierbei den Feinstaub abfangen, bevor dieser in die Raumluft gelangen kann. In der Praxis funktioniert dieses Verfahren mittlerweile erstaunlich gut. Eine 100-prozentige Garantie für die Staubfreiheit, gibt es jedoch nicht.

Wer auf „Nummer Sicher“ gehen möchte, sollte seine Küchenmöbel zusätzlich mit Abdeckfolie und ausreichend Klebeband vor den Öffnungsschlitzen schützen.

Zusammenfassung

Meist ist die Optik des Parkettbodens entscheidender als der Nutzenfaktor. Daher wird oft auf den Einsatz von Öl auf dem Küchenparkett verzichtet, wenn nicht ohnehin das gesamte Parkett in der Wohnung geölt werden soll. Da der Küchenboden meist als erstes zur Renovierung fällig wird, sollte optimalerweise überall Massivparkett verlegt werden. So lohnt sich die Verlegung von Parkett in der Küche auch über die nächsten Jahrzehnte noch und wird seinem Besitzer Freude bereiten.

Die Entscheidung, welche Parkettversiegelung für Ihren Boden am Besten ist, hängt in erster Linie von der zukünftigen Beanspruchung ab. Welche unterschiedlichen Versiegelungen, Lacke und Öle es gibt und worin diese sich unterscheiden, haben wir in diesem kurzen Artikel für Sie zusammengefasst.

Gibt es farbige Parkettversiegelungen?

Immer wieder erreichen uns Anfragen, ob man einen Parkettboden farbig lackieren könne. Das Verfahren um einen Parkettboden zu färben wird jedoch mit einer transparenten Parkettversiegelung durchgeführt. Die eigentliche Parkettbeize wird noch vor dem Lackieren aufgetragen. Erst wenn Ihr Parkett bereits die neue Farbe angenommen hat und abgetrocknet ist, wird es versiegelt.

Was ist eine 1-Komponenten Parkettversiegelung?

Eine 1-Komponenten Parkettversiegelung ist im Grunde genommen ein normaler Parkettlack. Meist ist diese Art der Beschichtung auf Basis von Acrylat (Kunststoff) produziert, genauso wie z.B. auch Wandfarbe. Herkömmliche Parkettlacke sind meist in Wasser gelöst, bzw. „dispergiert“. Das bedeutet, sie haben einen sehr geringen Lösungsmittelanteil und die hergestellte Lösung ist mit Wasser verdünnt. Dies bedeutet jedoch nicht, dass die Versiegelung nach der Trocknung empfindlich auf Wasser reagieren wird.

Der Nachteil an 1-Komponenten Parkettversiegelungen ist, dass Acrylate eher spröde sind. So kommt es immer wieder vor, dass der Lack bereits nach wenigen Jahren abblättert oder leich einreißt. Besonders häufig geschieht dies an Stellen mit sehr viel Lichteinfall oder an Stellen mit wiederholter Wassereinwirkung am Parkett.

Was ist eine 2-Komponenten Parkettversiegelung?

Anders als eine Ein-komponentige, ist die 2-Komponenten Parkettversiegelung wesentlich abriebsfester und auch beständiger gegen Kratzspuren. Die zweite Komponente ist eine sog. „Härterkomponente“. Diese wird dem Parkettlack vor der Verarbeitung beigemischt. Die Versiegelung härtet dann durch die stattfindende Reaktion zwischen Härter- und Lackkomponente aus. Meist ist die Reaktion bereits nach 24-48 Stunden abgeschlossen.

2-Komponenten Parkettversiegelungen sind also nicht nur qualitativ hochwertiger, sondern härten in der Regel auch schneller aus. Daher sind sie besonders gut für geeignet, wenn das Parkett schleifen schnell gehen muss.

Was unterscheidet eine 3- Komponenten Parkettversiegelung?

Genau wie beim 2K-Parkettlack, steht die Zahl im Namen auch hier für eine weitere Komponente. Die dritte Komponente ist die sog. „UV-Schutz“ Komponente. Auch sie wird erst bei der Verarbeitung der Versiegelung beigemischt. Es handelt sich um UV-Inhibitoren, welche der Parkettversiegelung eine ähnliche Wirkung wie Sonnencreme verleihen. Die UV-Inhibitoren verhindern über Jahre hinweg, dass die UVA-Strahlung auf die ligninhaltigen Anteile Ihres Parkettbodens treffen können. Somit wird die Vergilbung und das Nachdunkeln Ihres Holzbodens verhindert.

Wir empfehlen den Einsatz von 3-Komponenten Parkettversiegelung insbesondere bei hellen Holzarten wie z.B. Esche, Ahorn, Fichte etc. aber auch für Eiche und Buche-Parkettböden.

Die Vorteile einer Natur-Öl Parkettversiegelung

Eine Natur-Öl Parkettversiegelung ist im Grunde genommen keine Versiegelung. Es handelt sich hierbei um eine Imprägnierung. Es findet keine Schichtbildung statt, was der eigentliche Begriff „Versiegelung“ innehat. Natur-Öl ist nicht schichtbildend und daher auch kein permanenter Schutzfilm für Ihren Boden. Natur-Öl muss regelmäßig aufgefrischt werden. Dies macht man am Besten mit einem Pflegeöl. Wir haben das Vorgehen beim Parkett pflegen an anderer Stelle beschrieben.

Natur-Öl hat den Vorteil, dass es jederzeit nachgefrischt werden kann. Dies ist beim versiegeln mit Lack nicht wirklich möglich. Es können Kratzer und Laufspuren angeschliffen und nachgeölt werden. Auch nach Jahren kann ein geölter Boden wieder angeschliffen und nachgeölt werden und sieht danach aus wie frisch verlegt.

Was ist eine Öl-Kunstharz Parkettversiegelung?

Diese Parkettversiegelung ist mittlerweile in Deutschland nicht mehr zugelassen. Das liegt an dem sehr hohen Lösungsmittelanteil. Öl-Kunstharzsiegel wurde bis vor wenigen Jahren noch verarbeitet und Schritt für Schritt durch Wasserlacke ersetzt. Öl-Kunstharzsiegel feuert die Optik der Parkettoberfläche sehr stark an. Es entsteht der sog. „Dauernass-Effekt“. Dies wird mehr oder weniger gut durch moderne Grundierungen auf Ölbasis nachgeahmt.

Besser Öl oder Lack?

Ein versiegelter Holzboden ist pflegeleichter als ein geölter Parkettboden. So lautet das Feedback unserer Kunden, welche teilweise seit Jahrzehnten einen Dielenboden besitzen und diesen pflegen. Ein lackierter Boden lässt sich einfach nebelfeucht mit einem Wischmopp wischen. Wenn er nicht allzu schmutzig ist, genügt es, den Sauger anzuwerfen und einmal mit der Parkettbürste über den Boden zu fahren. Nur in seltenen Fällen, z.B. wenn etwas klebriges ausgelaufen ist oder sich fester sitzende Spuren auf dem Boden befinden, benötigen Sie einen speziellen Parkettreiniger.

Anders sieht es beim versiegeln mit einem Öl aus. Hierbei handelt es sich meist um eine Mischung aus Lein- und Walnussöl und einigen weiteren Zusätzen aus natürlichen Rohstoffen. Ähnlich wie bei einem geölten Holztisch, muss auch der geölte Parkett- oder Dielenboden regelmäßig nachgeölt werden. Der Zyklus kann jedoch je nach Benutzung sehr unterschiedlich ausfallen. Es gibt hierzu keine Pauschalempfehlung. Fakt ist jedoch, dass stark frequentierte Flächen relativ oft gereinigt und anschließend nachgeölt werden müssen.

Im Wohnbereich kann dies auch nur alle paar Monate der Fall sein. Man entscheidet hier nach Optik. Sieht der Boden bereits etwas stumpf und trocken aus, ist es höchste Zeit für die Behandlung mit einem Pflegeöl. Wenn die Parkettpflege mit dem Parkettöl nicht regelmäßig ausgeführt wird, erscheint der Boden bald immer matter. Es bilden sich sog. Laufstraßen. D.h. dort wo man täglich entlang geht, wird der Holzboden zuerst stumpf.

Natürlich hat das Versiegeln mit Hartöl auch seine Vorteile. So lässt sich ein geölter Dielenboden auch nach Jahren noch anschleifen und einfach nachhölen. Man macht hier bewusst nur einen einzigen, sehr feinen Schleifgang mit einer Poliermaschine. Die Oberfläche wird dabei nur angeschliffen, um bestehende Kratzer, Flecken etc. von der Oberfläche zu entfernen. Nachdem das Öl aufgetragen wurde, sieht der Boden meist wieder aus wie frisch verlegt. Nach dem[nbsp] Versiegeln mit Lack ist dies jedoch nicht mehr möglich.

Kostenunterschiede bei Parkettversiegelungen

Die Kosten und Preise für’s Abschleifen und Versiegeln sind auch abhängig von der verwendeten Versiegelung. Dies macht jedoch nicht den Großteil der Gesamtkosten aus. Den größten Faktor stellen die Arbeitskosten dar, weil Parkett schleifen eine zeit- und arbeitsintensive Tätigkeit ist.

Aufgrund dieser Tatsache bleibt nur wenig Einsparpotential beim Dielenboden abschleifen. Denn wer an den Arbeitskosten sparen will, muss schneller arbeiten und gefährdet somit das Endergebnis. Ein Quadratmeterpreis ist immer ein Stundenlohn, der auf die Quadratmeter umgelegt wurde. Rabattschlachten sind also beim Parkettboden schleifen eher unangebracht.

Nachteile von Billig-Parkettlack

Wie bereits weiter oben erwähnt, ist es nicht wirklich sinnvoll, beim Holzboden schleifen oder Dielen Schleifen an der Parkettversiegelung zu sparen. Zu gering ist der Anteil an den Gesamtkosten. Wer aus Budgetgründen trotzdem zu einer günstigeren Versiegelung, wie z.B. eine rein Acrylat-Versiegelung greift, geht das Risiko einer früheren Abnutzung ein.

Die Oberfläche wird schnell stumpf und es können sich sog. “Laufstraßen” bilden. Der Lack wird außerdem schon nach wenigen Jahren spröde und blättert z.B. an Stellen mit viel Lichteinfall oder Feuchteeinwirkung regelrecht ab. Spätestens dann ist eine erneute Parkettsanierung angebracht und verursacht dieselben Kosten von neuem.

Achtung beim Versiegeln von Holzpflaster

Bei der Planung und Ausschreibung von Parkettrenovierungsarbeiten, Parkett abschleifen oder Parkettsanierung kommt es immer wieder vor, dass Renovierungsarbeiten an Holzpflasterböden mit denselben Voraussetzungen wie an Parkettböden gefordert werden.

Nicht nur der Aufwand für das Entfernen der Versiegelung ist hier sehr viel höher, es muss auch sehr viel mehr Versiegelungsmaterial einkalkuliert werden. Holzpflaster hat aufgrund seiner starken Saugfähigkeit ein viel höheres Aufnahmevolumen. Daher sollte bei der Versiegelung von Holzpflaster von mindestens vier Versiegelungsschichten ausgegangen werden. Fehlt die vierte Schicht, ist die Oberfläche meist rau und ungleichmäßig. Dies äußert sich dann in verstärktem Abrieb und Verschleiß.

Oft wird die Parkettpflege zusammen mit der Parkettreinigung gleichgesetzt. Es handelt sich hierbei jedoch um zwei völlig unterschiedliche Vorgänge. In diesem Artikel erfahren Sie alles was Sie über’s Parkett pflegen wissen müssen. Dennoch handelt es sich bei diesen Informationen lediglich um Tipps. Beachten Sie daher auf jeden Fall die Hinweise auf Ihrer Pflegeanleitung.

Parkett pflegen um die „Opferschicht“ herzustellen

Parkettpflege wird im Volksmund oft gleichgesetzt mit Parkett putzen, wischen, saugen etc. Die Pflege ist jedoch ein Vorgang, bei dem Sie Ihrem Parkettboden einen zusätzlichen Schutzfilm geben können. Man spricht hierbei von[nbsp]der sog. „Opferschicht“. Opfer darum, weil dies die oberste Schicht darstellt, welche für die Benutzung „geopfert“ wird.

Im Gegensatz zur eigentlichen, darunterliegenden Parkettversiegelung, kann diese „Opferschicht“ jederzeit abgetragen und erneuert werden.

Dies gilt zumindest für den Fall, wenn Sie Ihr versiegeltes Parkett pflegen wollen. Ist Ihr Parkettboden geölt, haben Sie die Möglichkeit die Ölschicht aufzufrischen. Hierzu verwenden Sie im Normalfall einspezielles Pflegeöl. Das Pflegeöl wird nach der Reinigung Ihres Parkettbodens pur aufgetragen und trocknet anschließend innerhalb ca. 1 Stunde wieder.

So sorgen Sie für die richtige Parkettpflege

Unabhängig davon, ob Ihr Boden im Moment geölt oder versiegelt ist, sollten Sie ihn auf jeden Fall vorher reinigen. Wir haben die Reinigung, bzw. den Umgang mit Parkettreinigern an anderer Stelle umfassend beschrieben.

Die Parkettpflege funktioniert am einfachsten mit dem sog. „Wischwiesel“. Es handelt sich um das links abgebildete Auftragsgerät.

Mit dem Wischwiesel lässt sich das Parkett-Pflegemittel sehr einfach und gleichmäßig auf dem Parkettboden verteilen. Die Parkettpflege mittels einem herkömmlichen Wischmop ist zwar ebenfalls möglich, jedoch nicht ganz so einfach.

Egal, ob Sie mit dem Wischwiesel ein Pflegeöl oder ein Pflegemittel für versiegeltes Parkett auftragen wollen – das Vorgehen ist dasselbe:

Sie starten in der Ecke des Raumes und arbeiten sich bogenförmig rückwärts in Richtung Eingangstür. Bei der Parkettpflege mit dem Wischwiesel müssen Sie beachten, dass Sie bereits behandelte Teile der Fläche für ca. 1 Stunde nicht mehr betreten können.

Außerdem sollten Sie das Pflegemittel recht zügig verarbeiten. Sie sollten möglichst „nass in nass“ arbeiten. Vermeiden Sie es, bereits angetrocknete Stellen nochmals überfahren zu müssen. In einem solchen Fall können Schlieren zurückbleiben, die nach dem Abtrocknen sichtbar wären.

Wie viel Parkett-Pflegemittel wird benötigt?

Bei einem Pflegemittel lässt sich der Verbrauch recht genau vorherbestimmen. Wird das Parkett mit dem Wischwiesel gepflegt, reicht ein Liter Parkettpflege für ca. 30-40m² in einem einmaligen Auftrag.

Der Verbrauch von Parkett-Pflegeöl lässt sich leider nicht so genau vorhersagen, da dies immer von der Saugfähigkeit Ihres Holzbodens und der momentanen Sättigung des Holzes abhängt.

Geöltes Parkett pflegen mit Pflegeöl

Parkettpflege mittels Pflegeöl ist im Prinzip genauso einfach wie die zuvor beschriebene Pflege mit einem Pflegemittel. Sie starten in der Ecke eines Raumes und arbeiten sich mit dem Wischwiesel rückwärts in Richtung der Tür heraus. Beachten Sie auch hierbei, dass Ihr geöltes Parkett für ca. 1 Stunde nicht begangen werden kann.

Auf die Übergänge und Schlierenbildung müssen Sie hierbei keine Rücksicht nehmen. Es ist jedoch sehr wichtig, dass das Pflegeöl schön dünn verteilt wird und keine Pfützen zurückbleiben.

Ist Ihr Parkettboden in die Jahre gekommen? Vielleicht ist es an der Zeit, ihm eine neue Beschichtung zu gönnen. Finden Sie hier einen Profi-Betrieb fürs Parkett schleifen.