Kann man Parkett selbst schleifen?

Internetforen und Youtube sind voll von “How to” Videos zum Thema Parkett selbst schleifen. Doch was hier so locker und einfach aussieht, ist alles andere als einfach. Mal eben eine Maschine aus dem Baumarkt oder Mietpark ausleihen und los gehts. So oder ähnlich gehen die meisten Heimwerker das Projekt “Parkettrenovierung” an.

Nicht dass es unmöglich wäre, Parkett selbst zu renovieren. Am Anfang lautet die Frage jedoch: “Lohnt sich das überhaupt?

Parkett selbst schleifen
Ganz genau hinsehen: eine Schleifwelle im Parkett, verursacht durch falsche Maschinenführung.

Wer noch nie seinen Parkettboden selbst saniert hat und noch nie hinter einer Parkettschleifmaschine stand, wird vielleicht verwundert sein, wie viel Feingefühl das Führen einer solchen benötigt und wie schnell eine Delle ins Parkett geschliffen ist.

Wir sehen regelmäßig Holzfußböden, die im Selbstversuch renoviert wurden und haben weiter unten einige Exemplare davon aufgeführt 🙂

Für wen lohnt es sich, Parkett selbst zu schleifen?

In den meisten Fällen lohnt es sich nur für einen: den Baumarkt. Dieser verdient nämlich gleich mehrfach:

  1. Am Verleih der Parkettschleifmaschinen (tageweise)
  2. Am Verkauf möglichst vieler Schleifbänder
  3. Am Verkauf von möglichst viel Parkettversiegelung

Wussten Sie, dass Leihmaschinen aus Baumärkten zwar meist vom selben Hersteller wie Profi-Maschinen stammen, aber nur über die Hälfte der Motor- und Schleifleistung verfügen?

Zunächst hat dies natürlich den Vorteil, dass der ungeübte Laie sein Parkett nicht so schnell beschädigt, wenn er einen Schleiffehler verursacht. Viel wichtiger ist jedoch, dass er dadurch im Schnitt drei Mal so lange für die Arbeit benötigt, wie ein Profi.

Außerdem benötigt er auch ein Mehrfaches an Schleifbändern und Schleifscheiben.

Die Kosten für Zubehör im Baumarkt

Schleifbänder, Schleifscheiben, Parkettlack, Polierpads etc. – alles was wichtig ist zum Parkett schleifen, bekommt ein Profi-Betrieb zum Bruchteil der Verkaufspreise im Baumarkt geliefert.

Wer diese anspruchsvolle Arbeit dennoch selbst ausführen möchte, spart im Vergleich zur Beauftragung eines professionellen Parkettlegers oder Parkettsanierers nicht viel. Aus diesem Grund ist ungeübten Laien vom Do-it-yourself-Projekt „Parkett abschleifen“ eher abzuraten.

Selbst die meisten Maler und Raumausstatter – Ihres Zeichens gestandene Allround-Handwerker – scheuen sich vor dieser Arbeit.

Zu heikel sind die Anforderungen an eine perfekte Parkettoberfläche. Die meisten Schleiffehler werden erst nach dem Lackieren sichtbar und können die Gesamtoptik des Holzbodens nach dem Abschleifen empfindlich beeinträchtigen (Beispiele weiter unten).

Video-Tutorial Parkett abschleifen – Anleitung

Kann ich mein Parkett selbst färben?

Noch eine Portion anspruchsvoller ist das Färben von Parkettböden. Hier ist eine absolut sauber geschliffene Oberfläche gefragt. Selbst kleinste Schleiffehler sind nach dem Färben deutlich sichtbar.

Wir möchten ambitionierte Heimwerker nicht entmutigen, wenn wir sagen „Die meisten dieser Projekte scheitern“. Jedoch ist genau dies seit Jahren unsere Beobachtung. Nach dem ersten Versuch entscheiden sich die meisten, die mühevoll aufgetragene Farbe wieder “runterzuschleifen“.

Das ist leichter gesagt als getan:

Die aufgetragene Farbe sitzt nun in den Fugen zwischen den einzelnen Parkettstäben. Bei Mosaikparkett und sonstigen Lamellenböden ist dies generell der Fall. Schleift man nun die Farbe wieder herunter, ist der Holzboden zwar frei von Farbresten, dafür sind jedoch die Fugen noch immer dunkel. Besonders bei helleren Hozarten wie Ahorn, Eiche oder Buche fällt dies sehr stark auf.

Färbearbeiten sind daher nicht mehr wirklich rückgängig zu machen.

Parkett selber schleifen: schief gegangen
Glück gehabt: die Farbe ließ sich zum Glück mit der Schleifmaschine wieder entfernen. Was bleibt, sind dunkle Fugenbereiche.

Häufige Probleme beim Parkett abschleifen – vermeiden Sie diese Fehler!

Problempunkt Nr. 1 – Der alte Lack

Parkettschleifmaschinen aus dem Baumarkt, bzw. Mietmaschinen haben eine schwache Motorleistung.

Wie eingangs erwähnt, halten die Schleifmittel aus dem Baumarkt/Mietpark in der Regel nur sehr kurz.

Das führt dazu, dass nach dem Grobschliff Lackreste auf der Fläche verbleiben. Teile des Parkettbodens sind bereits roh geschliffen, an anderen Stellen verbleibt jedoch eine hauchdünne Lackschicht.

Es sollte mindestens 0,2 – 0,5 mm abgeschliffen werden, um sicherzugehen, dass der alte Lack wirklich überall gleichmäßig entfernt wurde.

Teilweise sitzt der Lack sehr tief im Holz. Dies kann je nach Holzart variieren. Bei Hirnholz wie z.B. Holzpflaster oder ähnlichem kommt es immer wieder vor, dass die alte Versiegelung auch noch sehr viel tiefer “verankert” sein kann. Leihmaschinen sind für die Beseitigung solch dicker Schichten ungeeignet.

Parkett selbst abschleifen
Nicht schön anzusehen: ein Malerbetrieb hatte den Boden mit einer Mietmaschine geschliffen und anschließend versiegelt. Im Bild sieht man die unschöne Schattierung, hervorgerufen durch (unsichtbare) Lackreste auf dem Holz.

Verbleibende Lackreste fallen nach dem ersten Schleifgang leider nicht mehr auf. Denn eine Parkettversiegelung, die zwar angeschliffen, aber nicht abgeschliffen ist, neigt dazu weißlich zu werden.

Man spricht vom sog. Weißbruch der Versiegelung. Nur das geschulte Auge kann solche Stellen noch vom rohen Holz unterscheiden.

Die meisten Laien fahren deshalb mit den feineren Schleifgängen fort und bemerken diese Stellen nicht weiter.

Die Folge daraus wird leider erst nach dem Versiegeln klar:

Überall, wo noch Rückstände der alten Versiegelung vorhanden sind, wird der Parkettboden wieder gelblich. Wo das Parkett hingegen roh geschliffen wurde, erhält es den natürlichen Farbton eines frisch versiegelten Parkettbodens. Man hat nun eine Fläche die von “gelben Flecken” übersäht ist (Bild oben).

Problempunkt Nr. 2 – Woran die meisten scheitern

Wer dennoch die Hürden mit der Maschinenführung überwunden hat und selbst die Schleifehler in mühevoller Kleinarbeit entfernt hat, kommt nun endlich zum spannenden Teil: Parkett abschleifen und versiegeln.

Nicht nur für Profis stellt dies den schönsten Teil der Arbeit dar. Endlich bekommt der Boden seinen letzten Feinschliff und kann anschließend “eingelassen” werden.

Das Versiegeln eines Bodens ist nicht mit dem Streichen einer Wand vergleichbar.

Parkett selbst schleifen und versiegeln
Beim Versiegeln „schwimmt der Boden im Lack“. Hierbei muss der Lack sehr gleichmäßig aufgetragen werden. Bilden sich kleine Pfützen, sind diese nach der Trocknung deutlich sichtbar.

Zwar nutzt man hierzu meist auch Walze und Pinsel, die Arbeitsgänge sind jedoch grundverschieden. Es benötigt sehr viel Übung und Feingefühl, die Versiegelung überall gleichmäßig zu verteilen.

Anders als beim Streichen einer Wand, können bereits versiegelte Bereiche nicht einfach “nachgestrichen” werden. Man arbeitet sich nämlich “rückwärts aus dem Zimmer heraus”.

Stellen die man erst vor 2 Minuten bearbeitet hat sind dann meist nicht mehr erreichbar.

Problempunkt Nr. 3 – Der Zwischenschliff

Der Zwischenschliff wird von vielen Heimwerkern ignoriert oder zumindest unterschätzt.

Nicht weil sie sich nicht trauen, sondern weil Ihnen niemand etwas davon gesagt hat. So enden viele do-it-yourself Parkettrenovierungen mit einer rauen Oberfläche. Einmal lackiert und fertig. Wer sich jedoch zuvor gut informiert hat, geht nun den Zwischenschliff an.

Hierbei ist es extremst wichtig, nicht zu lange auf einer Stelle zu verharren. Wer nur 2 Sekunden zu lange mit der Maschine an einer Stelle verweilt, läuft Gefahr die Versiegelung an dieser Stelle durchzuschleifen. Meistens fällt das beim Zwischenschleifen noch gar nicht auf.

Einer der schwierigsten Schritte: beim Zwischenschliff darf die Lackoberfläche nur vorsichtig angeschliffen werden. Sonst riskiert man Fleckenbildung nach der letzten Versiegelungsschicht.

Besonders schwierig ist dies beim Dielen schleifen, da hier oft gröbere Unebenheiten auch nach dem Abschleifen noch vorhanden sind.

Spätestens wenn die nächste Versiegelungsschicht aufgetragen wird, kommt es zur Bildung von Farbunterschieden. Im besten Falle bleiben diese als leichte Schattierungen sichtbar. Meistens jedoch heben sich die Stellen am Endergebnis deutlich als hell/dunkle Flecken ab.

Lohnt sich Parkett selber schleifen?

Dieser Artikel soll Ihnen nicht die Lust an der Parkettrenovierung nehmen.

Er soll all diejenigen warnen, die noch nie hinter einer Parkettschleifmaschine standen. Zu oft sehen wir die Ergebnisse solcher Experimente selbst vor Ort. Gerade im Renovierungsbereich, wo oft Zeitdruck vorhanden ist, kann diese Sparmaßnahme schnell nach hinten losgehen.

Wer sich ernsthaft mit dem Thema Parkett selbst schleifen, befassen möchte, sollte einen Profi fragen, ob er zumindest 1-2 Tage mit dabei sein darf. So kann man sich zumindest die Basics ansehen und die Schwierigkeiten des eigenen Bodens vorher abschätzen. Wer dann noch genügend Zeit, Geduld und Sorgfalt aufbringt, wird auch ein entsprechendes Ergebnis erzielen können.

Parkett selber abschleifen
Ein Negativbeispiel: Schleifwellen und Schleifspuren sind deutlich zu sehen. Im Rohzustand war dies für den Laien jedoch nicht erkennbar. Erst nach dem Ölauftrag traten die Schleifspuren deutlich hervor.

Lohnt es sich, einen Fachbetrieb zu beauftragen?

Immer wieder bekommen wir diese Frage gestellt: „Lohnt sich das überhaupt, meinen alten Boden noch einmal abzuschleifen?“

Parkett abschleifen lohnt sich in doppelter Hinsicht:

1. Finanziell, im Vergleich zu einer Parkett-Neuverlegung

2. Optisch

Der finanzielle Aspekt beim Parkett aufarbeiten

Manchmal haben wir im Gespräch mit unseren Kunden schon den Satz gehört: „Aber bei diesen Kosten für das Parkett abschleifen, bekomme ich ja einen neuen Laminatboden oder sogar ein günstiges Fertigparkett!“

Wenn man den Preis isoliert betrachtet, müsste man hier zweifelsohne zustimmen. Erst wenn man den Gesamtaufwand für eine Parkett-Neuverlegung betrachtet, wird klar, dass dies noch viele weitere Kosten mit sich brächte.

Das Aufarbeiten von Parkett ist einer Neuverlegung wirtschaftlich meistens überlegen.

Vorsicht beim Kostenvergleich mit Parkett-Neuverlegungen:

  1. Der alte Boden muss zunächst entfernt werden. Dies kann bei einem verklebten Parkett zur bösen Überraschung werden. Meistens trennt sich das Parkett bei dem Versuch, es zu entfernen, in mehrere Teile auf, sodass z.B. die untere Schicht auf dem Estrich kleben bleibt und erst im Nachhinein noch mit einer speziellen Fräse entfernt werden muss.
  2. Der alte Untergrund muss im Anschluss wieder eingeebnet werden. Dazu wird er zunächst geschliffen, dann grundiert und anschließend mit einer zementären Ausgleichsmasse vollflächig verspachtelt.
  3. Das neue Parkett und passende Sockelleisten müssen gekauft werden. Zusätzlich kommt eine Trittschalldämmung oder bei fester Verklebung ein elastischer Parkettkleber zum Einsatz.
  4. Das neue Parkett muss verlegt werden

All diese Punkte sorgen dafür, dass die Neuverlegung der Sanierung finanziell deutlich unterlegen ist. Der reine Materialpreis für Parkett macht nur einen Bruchteil der Gesamtkosten aus und ist daher nicht mit den Preisen fürs Parkett schleifen vergleichbar.

Der optische Aspekt beim Parkett schleifen

Beim Parkett abschleifen werden in der Regel die folgenden Makel an Ihrem Parkettboden beseitigt:

  • Kratzer und Dellen,
  • Verfärbungen durch UV-Licht,
  • Verfärbungen durch Schmutz,
  • Verfärbungen durch Wasserschäden,
  • Fehlstellen im Parkett,
  • Windrisse im Parkett,
  • Große Fugen
  • etc.

Sollten sich einzelne, sehr tiefe Dellen oder Macken in Ihrem Parkett befinden, so können diese mit einem speziellen Holzkitt, bzw. auch noch im Nachhinein mit einem Parkett Reparatur-Set repariert werden.

Die Renovierung von Parkettböden lohnt sich also sowohl finanziell, als auch optisch.

Es gibt kaum einen Parkettboden, bei dem sich eine Renovierung nicht lohnen würde.

Vorher-/Nachher-Vergleiche:

Wie oft lässt sich mein Parkett abschleifen?

Nicht jedes Parkett kann mehrfach renoviert werden. Dies hängt entscheidend davon ab, ob die Nutzschicht Ihres Parkettbodens stark genug ist.

Ein Massivparkettboden hat keine eigentliche Nutzschicht. Dieser besteht – wie der Name sagt – aus einem massiven Stück Holz.

Parkett schleifen wie oft
Echtes Stabparkett: 22 mm Gesamtdicke

Als Nutzschicht bezeichnet man eine relativ dünne Holzschicht, die bei mehrschichtigem Fertigparkett den obersten Teil bildet. Dieser Teil ist der einzige der wirklich „benutzt“ wird und heißt darum Nutzschicht.

Wie oft kann man Parkett abschleifen?

Wir können Ihnen hier nur unverbindliche Richtwerte geben. Eine verbindliche Aussage hierzu können wir erst treffen, wenn wir Ihren Parkettboden vor Ort besichtigt haben.

Die folgenden Werte sind jedoch unserer Erfahrung nach zuverlässig:

  • Fertigparkett abschleifen, bis 4 mm Nutzschicht: 1x
  • Fertigparkett abschleifen, bis 6 mm Nutzschicht: 2x
  • Fertigparkett mit MDF-/HDF-Träger: nicht schleifbar 
  • Furnierboden (1mm Furnier): nicht schleifbar 
  • (Mosaik-) Massivparkett 8mm: 4-6x 
  • (Lam-) Massivparkett 10 mm: 4-6x 
  • (Stab-) Massivparkett 22mm: 6-8x

Faktor #1: die Dicke der Nutzschicht

Die Dicke der Nutzschicht ist nun der erste entscheidende Faktor bei der Frage „Wie oft kann man Parkett abschleifen“. Ist die Nutzschicht sehr dünn (1 – 2,5 mm) handelt es sich um einen Furnierboden.

Ein Furnierboden kann nicht wirklich renoviert werden, weil die Gefahr besteht, dass der Parkettboden durchgeschliffen wird. Darum klären wir im Vorfled ab, wie stark die Nutzschicht Ihres Parkettbodens ist und ob die Parkettrenovierung möglich ist oder nicht.

Eine „gute“ Nutzschicht hat mindestens 3,5 mm Dicke.

Noch besser, dafür aber sehr selten anzutreffen, sind Nutzschichten mit einer Stärke von 6 mm und mehr.

Sie können die Stärke Ihrer Nutzschicht ganz einfach selbst feststellen, indem Sie sich den Querschnitt Ihres Parkettbodens ansehen.

Das geht am einfachsten z.B. an einer Stelle mit einer Abdeckschiene oder z.B. beim Auslass von Heizkörperrohren. Heben Sie die Schiene oder Rohrabdeckung einfach an und leuchten Sie mit einer Taschenlampe den Querschnitt an.

Handelt es sich nun um ein Mehrschicht Fertigparkett, lässt sich die oberste Schicht deutlich vom Rest des Elements unterscheiden.

Messen Sie nun mit einem Lineal oder ähnlichem, wie dick die Nutzschicht Ihres Parkettbodens ist.

Faktor #2: der Aufbau der Mittellage

Ein weiterer Faktor, der die Renovierung Ihres Bodens limitieren kann, ist der Aufbau der Mittellage Ihres Parkettbodens.

Bei der Sanierung werden in der Regel Wasserlacke aufgetragen. Dies hat in der Vergangenheit des öfteren zu Problemen mit sog. „MDF-/HDF-Trägern“ geführt.

Hierbei handelt es sich um Fertigparkett Elemente, die in der Mittellage kein Massivholz sondern eine sehr feine „Pressspanplatte“ aufweisen.

Parkett schleifen wie oft
Aufbau von mehrschichtigem Parkett mit HDF-Träger

Kommt diese MDF-/HDF-Schicht in Kontakt mit Feuchtigkeit, quillt sie an und verformt das Parkett. Fertigparkett mit MDF- oder HDF-Träger sollte daher allenfalls mit Öl behandelt werden. Wir empfehlen jedoch meist, von der Renovierung abzusehen.

Faktor #3: die Ebenheit des Unterbodens

Ist der Unterboden nicht wirklich eben, führt dies vor allem bei Fertigparkett immer wieder zu Problemen.

Gerade wenn man nur 3 mm Nutzschicht hat, kann schon eine leichte Unebenheit im Boden dazu führen, dass die Nutzschicht durchgeschliffen wird.

Wir empfehlen daher meistens, Fertigparkett nur ein einziges Mal zu schleife, auch wenn der Parketthersteller hierzu eine andere Meinung hat. Wurde Ihr Fertigparkett bereits renoviert, raten wir von einem erneuten Abschleifen ab.

Fertigparkett - Nutzschicht durchgeschliffen.
Nutzschicht durchgeschliffen: wenn der Unterboden uneben oder die Nutzschicht zu dünn ist.

Gerade beim Fertigparkett schleifen, sollten die geeigneten Maschinen zur Fertigparkett-Renovierung verwendet werden.

Der Schleifdruck muss ggf. angepasst werden, weil ein zu hoher Schleifdruck wieder die Gefahr des Durchschleifens birgt.

Unsere Profi-Maschinen haben eine variable Druckregelung und können auch Fertigparkett ohne Probleme schleifen. Vor dem Beginn stellen wir die richtige Druckstufe ein und verhindern somit, dass zu viel Material auf einmal abgetragen werden kann.

Faktor #4: die aktuelle Versiegelung

Je nachdem, welche Parkettversiegelung im Moment auf Ihrem Parkettboden aufgebracht ist, kann es auch genügen, den Boden nur kurz anzuschleifen und anschließend wieder zu versiegeln.

Dies ist insbesondere möglich, wenn Ihr Parkettboden im Moment geölt ist.

Hier genügt meistens nur ein kurzer „Zwischenschliff“ und Ihr Holzboden kann im Anschluss schon nachgeölt werden.

Schwieriger ist dies bei versiegelten Böden, weshalb wir hierbei wieder zu einer richtigen Parkettsanierung raten.

Was nun?

Sie möchten Ihren Parkett, oder Dielenboden nicht selbst abschleifen?

Dann kontaktieren Sie unsere Parkett-Schliff-Profis in ganz Deutschland. Auch in Ihrer Nähe findet sich ein Fachbetrieb.

In der entsprechenden Unterseite finden Sie die Kontaktdaten unter folgenden Links: Holzboden abschleifen Berlin, Parkett versiegeln Stuttgart, Dielenboden abschleifen Mannheim, Parkettboden abschleifen München und Parkettrenovierung Augsburg.

Parkett-Schliff in Ihrer Nähe

Aktuell bieten wir das Parkett abschleifen an über 32 Standorten in Deutschland und der Schweiz als Profi-Dienstleister an:

In Norddeutschland:

In Ostdeutschland:

In Nordrhein-Westfalen:

In Süddeutschland

In Bayern, Franken und der Schweiz:

Karte: alle Standorte in Deutschland:

Das Gebiet der Parkettkleber hat sich in den letzten Jahren stark weiterentwickelt. So wurden im Jahr 2005 z.B. noch Parkett Klebstoffe mit sehr viel Lösungsmittel verwendet. Die Folge war, dass die Räume auch nach etlichen Tagen noch stark nach Lösungsmittel rochen.

Neben dem unangenehmen Geruch, gab es oft allergische Hautreaktionen, welche das Parkett-Verkleben sehr unangenehm machten.

Die meisten Parkett Kleber enthalten heute kaum noch Lösungsmittel.

Der technische Fortschritt hat die Verlegung wesentlich angenehmer gemacht.

Auch die Aushärtungszeit wird bei den meisten Parkettklebstoffen mit maximal 48 Stunden angegeben. Vor 10 Jahren dauerte dies noch 3x so lang.

Welche Parkettkleber gibt es?

Nicht jeder Parkettkleber ist für die Verklebung Ihres Parkettboden gleich gut geeignet.

Will man sein Parkett verklebt verlegen, muss der Klebstoff zum Verlegewerkstoff passen.

Silanbasierte Parkettkleber

Silanbasierte Parkettkleber oder auch „Silan Parkettkleber“ sind die modernste Variante der Parkettklebstoffe.

Silan-modifizierte Klebstoffe bleiben nach der Aushärtung dauerhaft elastisch.

Anders als normale Kleber, geben Sie dem Parkett somit die Möglichkeit in geringen Dimensionen zu „quellen“ und zu „schwinden“.

Diese erhöhte Flexibilität macht sich vor allem bei Parkett auf Fußbodenheizung bezahlt. Hierbei bilden nämlich sich hohe Spannungen im Parkett. Herkömmliche Klebstoffe geben hier schnell den Geist auf und der Holzboden löst sich vom Estrich.

Silan-modifizierte Parkettkleber bleiben auch nach Jahren noch elastisch und geben dem Holz Platz zum Arbeiten.

Vorteile von Silan Parkettklebern

  • Schnelle Aushärtung
  • Dauerhaft elastisch – perfekt für hohe Spannungen wie bei Fußbodenheizung oder Massivparkett
  • Keine Lösungsmittel
  • Kein unangenehmer Geruch

Nachteile von Silan Parkettklebern

  • Relativ hoher Preis
  • Schmiert gerne, daher am besten mit Handschuhen arbeiten

Empfohlene Verwendung von Silan Parkettklebern

  • Massivparkett
  • Parkett auf Fußbodenheizung
  • Parkett im Bad
  • Massivdielen
  • Fertigparkett

Dispersions Parkettkleber

Dispersionsklebstoffe für Parkett sind nach wie vor sehr verbreitet.

Sie kommen mit einem sehr geringen Anteil an Lösungsmittel (meist weniger als 3%) aus. Der Eigengeruch hält sich daher stark in Grenzen.

Dispersions Parkettkleber können ohne Probleme auch von Laien verarbeitet werden. Genau wie alle anderen Parkettkleber wird er mit einer sog. „Zahnspachtel“ aufgetragen.

Bei der Verarbeitung muss jedoch meist eine bestimmte Zeit eingehalten werden, bevor das Parkett in den Klebstoff „gelegt“ werden kann.

Viele Dispersionskleber trägt man daher zunächst auf den Estrich auf und wartet anschließend z.B. 10 Minuten. Nun hat der Parkett Klebstoff seine optimale Hafteigenschaften erreicht und der Belag kann verlegt werden.

Wartet man hingegen zu lange, verliert er seine Klebekraft und muss meist wieder entfernt werden.

Ist Dispersions-Parkettklebstoff vollständig ausgehärtet, lässt er dem Holz keine Bewegungsspielräume mehr. Daher ist er eher für Holzböden mit geringem Ausdehnungsverhalten geeignet.

Vorteile von Dispersions Parkettkleber

  • Preislich meist günstiger als andere Parkettkleber
  • Kaum Eigengeruch
  • Kaum Lösungsmittel
  • Schnelle Aushärtung

Nachteile von Dispersions Parkettklebern

  • Nicht ganz einfach zu handhaben
  • Nicht dauerhaft elastisch

Empfohlene Verwendung von Dispersions Parkettklebern

  • Mosaikparkett
  • Industrieparkett
  • Fertigparkett

2K-PU Parkettklebstoff

2K-PU (PU = Polyurethan) Parkettklebstoff ist das perfekte Haftmittel für den Profiverleger.

Wie der Name schon sagt, besteht er aus 2 Komponenten. Werden diese miteinander vermischt, entsteht eine chemische Reaktion, welche den Parkettkleber innerhalb weniger Stunden aushärten lässt.

2K PU Parkettkleber verklebt Parkett und Untergrund sagenhaft gut. Wird er jedoch nicht schnell genug verarbeitet, geht die Klebewirkung verloren. Schlimmstenfalls muss der Parkettkleber vom Boden abgeschabt und neu aufgetragen werden.

Vorteile von 2K-PU Parkettkleber

  • Sehr gute Klebewirkung
  • Sehr schnelle Aushärtung
  • Hohe Festigkeit
  • Für höchste Beanspruchung geeignet

Nachteile von 2K-PU Parkettkleber

  • Nur für geübte Verleger
  • Relativ hoher Preis

Parkett verkleben – so wird’s gemacht

Wer Parkett verklebt verlegen möchte, übt am besten vorab auf einer Spanplatte das Auftragen des Parkettklebers.

Es ist dem Auftragen von Fliesenkleber sehr ähnlich. Klebstoff für Parkettböden ist jedoch meist zäher und erfordert beim Auftragen mehr Kraft.

Wichtig ist dabei, immer nur so viel Klebstoff aufzutragen, wie innerhalb der nächsten 15-20 Minuten auch mit Parkett belegt werden kann.

Je nach Parkettkleber, kann nach dieser Zeit bereits die Anhaftung, bzw. die Klebekraft deutlich nachlassen.

Darauf kommt es beim Parkett kleben an

Wichtig ist außerdem, das frisch verklebte Parkett nicht mehr – oder zumindest sehr vorsichtig – zu betreten. Solange der Parkettkleber noch frisch ist, kann sich das Parkett beim Begehen verschieben. Wird dies zu spät bemerkt, lässt es sich jedoch nicht mehr in seine ursprüngliche Position bringen.

Das Parkett muss dann entfernt werden.

Video über das Auftragen von Parkettkleber

Nach dem Parkett verkleben – Klebstoffflecken entfernen

Wenn der Parkettkleber getrocknet ist, fallen einem meist noch etliche Stellen am Boden auf, die Reste des Parkettklebers aufweisen. Klebstoffflecken lassen sich mit handelsüblichen Reinigungstüchern meist rückstandslos entfernen. Hierzu gibt es z.B. Reinigungstücher mit leichtem Lösemittelgehalt.

Ist der Parkettkleber etwas hartnäckiger, muss eine Lösemittelhaltige Parkettpflege/Parkettpolitur oder bei geöltem Parkett, ein Pflegeöl zum Einsatz kommen. Mittels Poliermaschine und einem „weißen Nylon-Pad“, poliert man die Rückstände dann aus.

Die Hersteller von Parkettklebern

Im Folgenden sind Hersteller für Parkettkleber aufgeführt. Hierbei orientieren wir uns nicht am Marktanteil, sondern an Erfahrungswerten. Sicher gibt es noch eine Vielzahl anderer Hersteller für Parkettkleber.

Wir haben bislang die folgenden erfolgreich getestet und empfehlen daher:

Besonders hervorzuheben ist unserer Meinung nach der Parkettkleber von Retol.

Retol besticht durch ein hervorragendes Preis/Leistungsverhältnis.

Sowohl der 2K Parkettkleber als auch der lösemittelfreie Silanklebstoff „FUSION MS“ sind hervorragend für alle Einsatzgebiete der Parkettverlegung geeignet. Andernorts zahlt man für ähnliche Qualität oft das doppelte.

Immer wieder werden wir gefragt, ob Parkett auch auf Heizestrichen, bzw. Fußbodenheizung verlegt werden kann.

Hierzu kursieren sehr unterschiedliche Meinungen.

Da eine Pauschalaussage schwierig hier schwierig zu treffen ist, beschäftigt sich dieser Artikel mit den Voraussetzungen und Ausschlusskriterien für die Verlegung von Parkett Fußbodenheizung.

Parkett, Fußbodenheizung & schwimmende Verlegung?

Die sog. schwimmende Verlegung von Parkettböden ist äußerst ungeeignet für die Verlegung auf Fußbodenheizung. Bei der schwimmenden Verlegung wird das Parkett „lose“ auf den Unterboden verlegt. Als Trittschalldämmung (besser: Gehschalldämmung) wird meist noch eine Matte oder Schaumfolie unterlegt.

Längere Aufwärmzeit bei schwimmender Verlegung

Da bei der schwimmenden Verlegung immer wieder Hohlstellen vorkommen und außerdem keine feste Verbindung zum Untergrund besteht, dauert es viel länger, bis die Wärme den Parkettboden durchdringen kann.

Es erhöht sich also die „Aufwärmzeit“. Außerdem kann es durch die schwimmende Verlegung auf Fußbodenheizung zu ungleichmäßiger Aufwärmung der Oberfläche kommen.

Dies ist besonders bei Parkett im Bad oder Parkett in der Küche eher unangenehm, da man hier eher Hautkontakt mit dem Boden hat.

Parkett auf Fußbodenheizung verklebt verlegen?

Voraussetzung für eine Parkett Fußbodenheizung ist daher die fest verklebte Verlegung. Ähnlich wie bei der Verklebung von Fliesen entsteht eine feste Verbindung von Parkett und Untergrund.

So wird die Wärmeübertragung optimiert und Hohlstellen vermieden. Leider vertragen die meisten Parkettklebstoffe nur Temperaturen bis maximal 28° Celsius. Wird Ihr Fußboden wärmer als dieser Maximalwert, entfällt meist die Gewährleistung von Verleger und Parkett-Hersteller

Die richtige Vorlauftemperatur

Für Verwirrung sorgt in diesem Zusammenhang immer wieder die sog. Vorlauftemperatur. Diese ist natürlich höher als die letztendliche Wärme im Fußboden.

Die Maximaltemperatur sollte daher sowohl mit dem Parkettverleger als auch mit dem Heizungsbau-Betrieb abgestimmt werden.

Welches Parkett für Fußbodenheizung?

Holzarten mit einer hohen Dichte lassen die Wärme generell schneller durch und sind somit für eine schnelle Aufwärmzeit verantwortlich.

Da die meisten Parkettarten jedoch nicht sonderlich dick sind, trägt dieser Faktor nur bedingt zur Eignungsfrage bei. Viel wichtiger ist, ob der Parkettboden an sich durch den Aufheizprozess Schaden nehmen kann. Wenn Sie auf der Suche nach Parkett für Fußbodenheizung sind, sollten Sie daher auf ein Parkett kaufen, welches nicht zum starken Arbeiten neigt.

Dies sind z.B. Eiche Parkett oder Esche – keinesfalls jedoch Buche Parkett.

Diese Parkettböden sind für Fußbodenheizung geeignet

Welche Holzart ist nicht für Fußbodenheizung geeignet?

Als relativ unproblematisch gelten die typischen Parkett-Holzarten wie Eiche und Esche. Eher problematisch ist Buche, da diese Holzart sehr stark schwinden und quellen kann.

Buche Parkett neigt daher zur Fugenbildung und verliert durch die zusätzliche Wärme der Fußbodenheizung schnell an Feuchtigkeit.

Buche Parkett ist nicht für Fußbodenheizung geeignet:

Welche Versiegelung bei Parkett Fußbodenheizung?

Da bei Parkett Fußbodenheizung mit vermehrtem Arbeiten des Holzes zu rechnen ist, sollte eine Oberflächenbehandlung mit Öl in Erwägung gezogen werden.

Anders als ein Parkettlack, bzw. eine Parkettversiegelung bildet Parkett-Öl keine Schicht auf dem Holz.

Zu Risiken & Nebenwirkungen

Wenn Sie sich für Parkett auf Fußbodenheizung entscheiden, sollten Sie die folgenden Punkte in Betracht ziehen:

Windrisse bei Massivparkett:

Wenn Massivparkett auf Fußbodenheizung verlegt wird, kann es durch die erhöhten Schwundspannungen zur Bildung sog. „Windrisse“ kommen. Dies sind kleine Risse im Holz, die im schlimmsten Fall dazu führen können, dass einzelne Stellen der Oberfläche „aufplatzen“.

Hier muss dann mit einem Parkett-Reparaturset, bzw. Hartwachs nachretuschiert werden.

Fugenbildung:

Bei Massivparkett auf Fußbodenheizung ist außerdem mit verstärkter Fugenbildung zu rechnen. Die Fugen bilden sich im Frühjahr wieder zurück, sobald die relative Luftfeuchtigkeit wieder ansteigt.

Fertigparkett auf Fußbodenheizung:

Die Renovierung von Fertigparkett führt ohnehin öfter zu Problemfällen. Eine Fußbodenheizung verschärft die Situation noch weiter. Zum einen ist das Holz meist stärker ausgetrocknet.

Dies führt oft zu Problemen bei der Lackierung. Zum anderen verändert sich die Statik des Parkettstabes durch jede weitere Parkettrenovierung.

Der Stab wird dünner und das Verhältnis von Breite zu Dicke wird immer nachteiliger. In Verbindung mit einer Fußbodenheizung sorgen die erhöhten Spannungsverhältnisse für ein höheres Risiko der Element-Verformung.

Selbst gestandene Profis können dieses Risiko meist nicht im Voraus abschätzen. Auch die Haftungsfrage ist in einem solchen Fall meist schwierig zu klären.

Deckschichtablösung:

Ein weiteres Problem bei Fertigparkett auf Fußbodenheizung sind die sog. „Deckschichtablösungen“. Im schlimmsten Fall löst sich die Klebeverbindung innerhalb des Parkettstabes auf, bzw. bricht.

Die oberste Lamelle – die sog. Deckschicht – löst sich ab und kann dann mit dem Fingernagel angehoben werden. Ursächlich kann sowohl der Klebstoff, als auch die Temperatur der Fußbodenheizung sein.

Parkettversiegelung macht häufig Probleme

Im Fall von schichtbildenden Versiegelungen muss mit der Bildung sog. „Abrissfugen“ gerechnet werden. Dies sind einzelne Fugen, an denen die Parkettversiegelung „aufreißen“ kann. Dieser optisch suboptimale Effekt kann durch die Behandlung mit einem Fußboden-Öl vermieden werden.

Es existiert keine Schicht, welche die Stäbe miteinander „verklebt“ und somit kann jeder Parkettstab „für sich alleine arbeiten“.

Die Alternative zur Warmwasser Fußbodenheizung

Warmwasser-Fußbodenheizsysteme sind mit hohem Aufwand beim Einbau verbunden. Meist werden derartige Systeme bereits beim Hausbau oder im Zuge einer Komplettsanierung verbaut. Der gesamte Estrich muss hierbei neu aufgebaut werden.

Hierzu wird zunächst der alte Estrich – z.B. durch ein Abbruchunternehmen oder in Eigenleistung – entfernt. Anschließend werden die Heizrohre in Absprache mit einem Heizungsbauunternehmen verlegt. Erst jetzt kann der eigentliche Estrich eingebracht werden.

Doch damit nicht genug: Der Estrich muss nach einer mehrwöchigen Trocknungsphase nach einem festgeschriebenen Protokoll „langsam aufgeheizt“ werden. Dies hat zum Zweck, Restfeuchtigkeit – die sich evtl. auch unter den Heizrohren befinden kann – langsam nach oben zu bringen. Erst jetzt ist der Heizestrich bereit für die Verlegung eines Holzbodens.

Eine echte Fußbodenheizung unterm Laminat – mit nur 4 mm Aufbau

Das alles muss nicht sein. Wer im Zuge der Renovierung eine Fußbodenheizung unter seinem schwimmend verlegten Laminatboden verbauen möchte, hat auch andere Möglichkeiten:

Durch eine elektrische Fußbodenheizung kann auf den Neuaufbau des Estrichs verzichtet werden. Hierbei wird lediglich der Fußbodenbelag, bzw. der Parkettboden entfernt. Nun wird der Estrich eben geschliffen und grundiert. Bereits jetzt lassen sich die flachen Heizelemente einer elektrischen Fußbodenheizung auf dem Estrich verlegen.

Noch schneller: Folienheizung unter Laminat und Parkett

Wer seinen Laminatboden schwimmend verlegt und dabei nicht auf den Komfort einer Fußbodenheizung verzichten will, kann dies mit sehr wenig Aufwand durch eine Folienheizung erreichen. Besonders bei Renovierungen, ist diese Lösung sehr beliebt. Der Zeitaufwand ist sehr gering, da lediglich der alte Belag entfernt werden muss. Wenn der Untergrund eben genug ist, lässt sich eine Folienheizung direkt auf dem Unterboden verlegen. Der Unterbodenaufbau einer Folienheizung beträgt nur 0,4 mm – so wenig, dass nicht einmal Türen oder Zargen gekürzt werden müssen.

Wie Folien-Fußbodenheizungen unter Laminat funktionieren

Eine Folien Fußbodenheizung enthält dünne Heizdrähte, welche direkt in die Folie eingearbeitet sind. Der Stromverbrauch hält sich relativ gering, sobald die Heizung Ihre Zieltemperatur erreicht hat. Für eine nachhaltige und effiziente Folienheizung sollte der Untergrund ausreichend gut gedämmt sein, da die Wärme sonst zu schnell abgeleitet würde.

Ein programmierbarer Temperaturregler hält während und nach der Aufheizphase die gewünschte Temperatur für Sie aufrecht.

Lediglich für Feuchträume ist eine Folien Fußbodenheizung nicht geeignet. Dafür lässt sie sich aber gezielter verlegen – z.B. wenn man nur bestimmte Bereiche eines Zimmers mit Fußbodenheizung ausstatten möchte.

Ein beheizter Laminatboden kann z.B. unter dem Esstisch oder vor dem Sofa gezielt für eine entspannte Atmosphäre sorgen, ohne dabei den gesamten Raum beheizen zu müssen.

Eine echte Elektrofußbodenheizung für Laminatböden

Will man eine wirklich leistungsstarke Fußbodenheizung unter seinem schwimmend verlegten verbauen, ohne dabei den Aufwand einer Warmwasserfußbodenheizung einzugehen, gibt es außerdem elektrische Fußbodenheizungs-Systeme für Laminatböden.

Diese enthalten klassische Heizelemente (dicker und leistungsfähiger als die folienbasierte Lösung) und tragen daher etwas mehr zum Höhenaufbau bei (ca. 2 mm). Die sehr guten Heizwerte und der geringe Stromverbrauch sind den Aufwand in der Regel wert. Lediglich die Türzargen und Türblätter müssen hierbei im Zweifelsfall angepasst werden.

Eine Elektro-Fußbodenheizung sorgt für sehr gleichmäßige Verteilung der Wärme. Bei Warmwasser Fußbodenheizungen wird die Wärme über die Leitfähigkeit des Estrichs verteilt. Um dieselbe Wirkung bei einer schwimmenden Verlegung zu erhalten, werden die Heizelemente mit einer Alu-kaschierten Gewebe-Gittermatte überzogen. So verteilt sich die Wärme an allen Stellen gleichmäßig und verhindert das Auftreten von kalten Stellen, zwischen den „Heizschlangen“.

Auch hierbei sollte jedoch eine ausreichende Dämmung des Untergrundes gewährleistet sein, da sonst zu viel Energie nach unten abwandern kann.

Elektrische Fußbodenheizung zur individuellen Verlegung

Die zuvor genannten System haben eines gemeinsam: die Form und die Verlegungsdichte der Heizelemente bleibt vorgegeben. Einzelne Stellen besonders aufzuheizen oder die Verlegung in stark verwinkelten Räumen ist damit nicht möglich. Hier kommt die sog. „lose Heizleitung“ ins Spiel.

Hierbei handelt es sich um lose Meterware, welche direkt von der Rolle verlegt werden kann. So lassen sich individuelle Heizkreisläufe erstellen und selbst verwinkelte Zimmer mit einer Fußbodenheizung ausstatten. Wie bei den anderen Heizsystemen auch, erfolgt die Temperaturregelung über einen Thermostat.

Es gibt zwei Probleme bei Parkett im Badezimmer:

Im Badezimmer herrscht oft – zumindest kurzfristig – eine erhöhte Luftfeuchtigkeit. Hinzu kommen Wasserspritzer, bzw. Wasserpfützen im Baderaum.

Dies bringt zwei Probleme mit sich:

  • Die erhöhte Raumluftfeuchtigkeit lässt den Holzboden aufquellen. Jeder Parkettboden gleicht seine eigene Feuchtigkeit der umgebenden Raumluftfeuchte an. Dabei nimmt er leicht an Volumen zu, wird also größer.
  • Einzelne Wasserlachen auf dem Parkettboden können ins Holz eindringen und hier sehr schnell für einen Wasserschaden sorgen. Entweder quellen hierbei nur einzelne Stäbe auf oder es lösen sich im schlimmsten Fall sogar ganze Bereiche des Holzbodens.

Glücklicherweise treffen diese Problempunkte nicht auf jede Holzart zu. Einige sind geradezu prädestiniert für den Einsatz als Parkettboden im Badezimmer.

Welche Holzart fürs Parkett im Bad?

Eine Holzart, welche sich sonst hoher Beliebtheit bei Parkettböden erfreut, ist Buche. Buche Parkett neigt jedoch zu hohem Quell- und Schwindverhalten und ist für das Badezimmer eher ungeeignet.

Wir empfehlen folgende Parketthölzer für das Badezimmer:

  • Douglasie
  • Walnuss (amerikanisch oder europäisch gleichermaßen)
  • Kirsche
  • Pitch-Pine (Dielenböden)
  • Teak
  • Jatoba
  • Merbau
Nussbaum Parkett im Bad
Geöltes Nussbaum-Parkett im Badezimmer

Der Verband der deutschen Parkettindustrie empfiehlt auf seiner Webseite noch weitere Holzarten für den Einsatz im Bad. Seltsamerweise ist hierbei sogar Buche aufgezählt, was wir als fatalen Ratschlag einstufen. Obige Holzarten empfehlen wir, weil wir damit bereits sehr gute, eigene Erfahrungen im Nassbereich / Feuchtbereich gemacht haben. Hölzer wie z.B. Teak, Douglasie oder Pitch-Pine, enthalten von Natur aus einen hohen Anteil an Harzen und Ölen und reagieren weniger empfindlich auf Feuchtigkeit. [/media_body][/media]Teak und Douglasie werden nicht umsonst auch als Hölzer für Terrassendielen verwendet.

Sie weisen zudem eine viel höhere Dichte als z.B. ein Eiche Parkett auf und können darum nur sehr bedingt ihre Ausmaße verändern.

Die Oberflächenbehandlung fürs Parkett im Bad

Wasser und Öl können sich nicht leiden. Daher stellt Öl den perfekten Schutz für Ihren Dielenboden im Bad dar. Jeder Parkett- oder Dielenboden sollte mindestens 2x – besser 3 Mal – geölt werden, bevor das Bad von Ihnen genutzt wird.

Parkettversiegelungen (Lack) sind hingegen gänzlich ungeeignet für den Einsatz im Bad. Schon nach wenigen Sekunden kann – z.B. im Falle einer Pfütze – das Wasser ins Holz eindringen und sowohl Quellschäden, als auch Grauschleier hinterlassen. Diese Gefahr ist bei geölten Oberflächen nur sehr gering.

Wie bereits an anderer Stelle beschrieben, sollte ein geölter Parkettboden regelmäßig nachgeölt werden. Dies ist im Bad besonders wichtig, um die imprägnierende Wirkung zu erhalten.

Welcher Klebstoff fürs Parkett im Badezimmer?

Von einer schwimmenden Verlegung Ihres Holzbodens sollten Sie im Badezimmer absehen. Schwimmend verlegte Parkettböden können Ihre Ausmaße ungehindert verändern und reagieren daher gerade in Feuchträumen auf extreme Weise.

Eine schubfeste/schubelastische Verklebung mit dem Estrich. sollte daher Standard sein. So wird verhindert, dass sich der Parkettboden übermäßig ausdehnen kann. Dennoch sollten Sie auch bei dieser Verlege Art die Bildung von Pfützen auf dem Parkett sowie sehr hohe Luftfeuchtigkeit über einen längeren Zeitraum hinweg meiden.

Parkett im Bad – der optimale Aufbau

  1. Nachdem der Estrich/Untergrund ausreichend trocken ist, wird eine PU-Grundierung oder eine Epoxidharz-Grundierung aufgetragen. Diese sorgt für eine ausreichende Abdichtung des Untergrundes, falls doch einmal Wasser nach unten dringen sollte
  2. Anschließend wird der Parkettboden mit einem 2K-PU Klebstoff oder mit dauerelastischem Silan-Klebstoff auf dem Unterboden verklebt. Keinesfalls sollten hierbei Dispersionsklebstoffe zum Einsatz kommen. Egal, ob 2K-PU oder Silan-Klebstoff – beide halten sehr große Spannungswerte aus und sind zudem unempfindlich gegen Feuchtigkeit.

Die Kombination von PU- bzw. Epoxidharzgrundierung mit dem Parkettklebstoff sollte immer in Abstimmung mit dem Klebstoffhersteller erfolgen. In jedem Fall sollte die Verlegung Ihres Badezimmer-Parkettbodens daher ein Parkett-Profi übernehmen. Wird die Grundierung falsch durchgeführt, kommt es regelmäßig zu Verbund/Haftproblemen mit dem Parkettkleber.

Welche Parkettart im Badezimmer?

Vom Gedanken an einen Fertigparkettboden sollten Sie sich im Badezimmer verabschieden. Da Fertigparkett im Nut-Bereich (gilt auch für Klick-Parkett) nur einige Millimeter stark ist, kommt es hier sehr schnell zu Verformungen bei eindringender Feuchtigkeit.

Die Kanten, bzw. Fugenbereiche kommen immer als erstes mit Wasser in Kontakt. Da sie nach unten hin keine Klebstoffverbindung haben, sind die Verformungen extrem und meist dauerhaft. Hier hilft dann nur noch das Abschleifen und Versiegeln des Parkettbodens. Da Fertigparkett meist nur 1-2 Mal abgeschliffen werden kann, hätten sie nicht lange Freude an Ihrem Badezimmer-Parkettboden.

Besser: Massivparkett im Badezimmer

Nicht nur, dass es wesentlich öfter renoviert werden kann – Massivparkett ist im Gegensatz zu Fertigparkett äußerst Formstabil im Kantenbereich. Wir raten daher ausdrücklich zu mindestens 15 mm starkem Massivparkett im Badezimmer.

Schön und gut, werden Sie jetzt sagen – aber arbeitet Massivparkett nicht viel stärker und neigt somit zur Bildung von Fugen?

Das ist korrekt und dem steuert man wie folgt entgegen:

Neoprenfuge / Klebstoff-Fuge

Um zu verhindern, dass Feuchtigkeit in die Fuge zwischen den Parkett-Elementen gerät, sollte hier eine sog. Neopren-Fuge eingebracht werden. Vielleicht kennen Sie dieses Erscheinungsbild von Segelyachten.

Zwischen jeder Parkettreihe ist ein schwarzer (oder andersfarbiger) Streifen eingebaut. Neoprenfugen gibt es sowohl in fertiger Ausführung, als auch zum Einspritzen (ähnlich wie Silikon/Acryl). Je nach Machart, bzw. Parketthersteller, sollte hier die passende Variante zum Einsatz kommen.[/media_body][/media] Neoprenfugen lassen sich außerdem auch im Zuge einer Renovierung mit abschleifen. Keine Sorge also, wenn Ihr Parkett nach vielen Jahren der Nutzung, auch im Badezimmer einmal abgeschliffen werden muss.

Parkett im Bad mit Neoprenfuge
Die Verfugung mit Neopren verhindert, dass Wasser in die Fugen eindringen kann.

Badezimmer-Parkett pflegen

Wie bei allen geölten Parkettböden, sollte auch Ihr Parkett im Bad regelmäßig mit einem Pflegeöl behandelt werden.

Das Schöne an geölten Parkettböden ist jedoch, dass diese sich auch partiell, bzw. nur oberflächlich renovieren lassen. Wenn noch keine tiefen Macken/Kratzer/Dellen bestehen, lässt sich das Badezimmer-Parkett z.B. mit einer Einscheibenmaschine und einem Schleifgitter (Körnung 150-180) leicht anschleifen und anschließend mit einem Holzboden-Öl nachbehandeln.

Meistens sieht das Badezimmer-Parkett dann wieder aus wie neu – fast ohne Materialverlust und ohne den Aufwand einer Komplettsanierung.

Lüftungszyklus bei Parkettböden im Bad

Wie bereits erwähnt, sollte die sog. „relative Luftfeuchte“ nur für möglichst kurze Zeit ihren Normwert überschreiten. Die relative Luftfeuchtigkeit ist im Badezimmer meist kurzzeitig erhöht. Wer nach der Benutzung für 5-10 Minuten „stoßlüftet“ – bzw. für Durchzug sorgt, senkt die Luftfeuchtigkeit wieder auf ein gesundes Niveau.

Die Kontrolle der Luftfeuchtigkeit lässt sich sehr einfach mit einem Hygrometer durchführen (für nur wenige Euro auf eBay oder Amazon zu haben). Die meisten unserer Kunden mit einem Parkettboden im Badezimmer, lüften einfach so lange, bis das Hygrometer wieder den normalen Wert anzeigt (meist ca. 50-60% – je nach Jahreszeit).

Parkett auf Fußbodenheizung im Bad?

Welche Parkettböden auf Fußbodenheizungen eingesetzt werden können, haben wir bereits an derer Stelle erörtert. Parkett ist wesentlich wärmer als ein Fliesenboden. Darum ist eine Fußbodenheizung unter dem Parkett im Bad nicht unbedingt erforderlich. Wer dennoch nicht darauf verzichten möchte, oder ohnehin bereits eine Fußbodenheizung im Bad hat, sollte folgendes beachten:

Die Vorlauftemperatur der Fußbodenheizung sollte so eingestellt sein, dass am Boden letztendlich maximal 28° C ankommen. Dies gilt gemeinhin als Obergrenze für Parkettklebstoffe und Parkettböden. Klären Sie dies vorab mit Ihrem Heizungsbauer. Ein Überschreiten dieser Grenze kann enorme Probleme mit dem Parkettklebstoff und auch mit dem Holzboden verursachen.

Zusammenfassung

Achten Sie noch vor dem Parkett kaufen auf die Wahl des richtigen Holzes, des richtigen Klebstoffes und lassen Sie evtl. eine Neoprenfuge mit einbringen. So ist die Grundlage für ein langes Leben Ihres Badezimmer-Parketts gelegt. Wer Pfützen schnell beseitigt und für eine ausgeglichene Raumluftfeuchte sorgt, wird dauerhaft Freude an seinem Parkett im Bad haben. Ähnlich, wie bei der Wahl eines Parkettbodens für die Küche, sollte auch im Bad bedacht werden, dass der Boden zur restlichen Wohnung passt.

Im Beratungsgespräch erleben wir oft die Frage, nach der Eignung von Parkett für Küchen & Feuchträume. Dieser Artikel gibt beleuchtet das Thema „Parkett in der Küche“ und zeigt auf, worauf Sie beim Parkett kaufen achten müssen, wenn Ihr neuer Parkettboden die nächsten 20 Jahre in der Küche überleben soll.

Welche Probleme gibt es bei Parkett in der Küche?

In normalen Wohnküchen ist ein Parkettboden verschiedensten Belastungen ausgesetzt. Anders, als z.B. im Wohnzimmer, bekommt ein Parkett in der Küche des Öfteren einen Schwall Wasser ab. Kurz nicht aufgepasst – noch schnell das Essen fertig gemacht – und schon sind wertvolle Minuten vergangen, in denen das Wasser ins Parkett eindringen konnte. Hierdurch entstehen meist leichte Wasserschäden am Parkettboden, welche z.B. ähnliche Ausmaße wie bei Parkett im Badezimmer annehmen können.

Beschädigter Lack und tiefere Macken im Parkett-Küchenboden

Wer seine Küche täglich nutzt, hat dort wesentlich häufiger Fußkontakt mit dem Boden, als in anderen Räumen. Und meist sind es genau die Stellen, an welchen gekocht oder der Abwasch erledigt wird, welche schon nach wenigen Jahren Abnutzungserscheinungen zeigen.

Bei unseren Vor-Ort Besichtigungen sehen wir in Küchen besonders häufig abgelaufene Versiegelungen, tiefe Macken (z.B. wenn ein Messer oder sonstige Gegenstände herunterfallen) oder die bereits erwähnten Quellschäden.

Welche Versiegelung für Parkett in der Küche?

Geölte Parkettböden in der Küche – Vor- und Nachteile

Wie bereits in unserem Artikel über Geölte vs. Lackierte Parkettböden beschrieben, sind Parkettböden in der Küche mit einem Öl wesentlich besser gegen das Eindringen von Wasser geschützt. Die imprägnierende Wirkung von Öl, schützt vor allem auch den Kantenbereich der einzelnen Parkettstäbe. Rechtzeitig entfernt, lassen sich Wasserspuren von einem geölten Parkettboden daher wesentlich einfacher entfernen, bzw. entstehen gar nicht erst.

Ein Nachteil von geöltem Parkett in der Küche ist jedoch, dass die Oberfläche immer wieder mit einem Pflege-Öl nachbehandelt werden muss, wenn dieser Schutz erhalten bleiben soll.

Versiegelte Parkettböden in der Küche – Vor- und Nachteile

Anders sieht dies bei versiegelten Parkettböden in der Küche aus. Da eine Parkettversiegelung die Kanten eines Parkettstabes weniger gut schützen kann, als dies mit Öl der Fall ist, kann hier besonders schnell Wasser eindringen.

Zunächst „kriecht“ das Wasser daher über die Kanten hindurch, unter den Parkettlack. So entstehen sehr dunkle Stellen (extrem zu beobachten bei Buche-Parkett), welche nach dem Trocknen meist nur noch marginal zu erkennen sind.

Zurück bleibt jedoch meist ein grauer Schleier, welcher nur durch die Parkettrenovierung (abschleifen und versiegeln), wieder entfernbar ist. Als vorteilhaft erweist sich bei versiegeltem Parkett in der Küche jedoch, dass keine besonderen Parkettpflege Maßnahmen nötig sind. Die Oberfläche ist von Grund auf bereits besser gegen Abriebspuren geschützt.

Welches Parkett in der Küche verlegen?

Noch wichtiger als die Oberflächenbehandlung ist jedoch die Machart des Parkettbodens. Weil Parkett in der Küche sich meist schneller abnutzt, als in allen anderen Wohnungsteilen, wird hier oft eine teilweise Sanierung der Oberfläche in Kauf genommen. Man renoviert hierbei z.B. nur das Parkett in der Küche und stoppt am angrenzenden Raum (z.B. in der Türschwelle oder an einer Schiene etc.)

Besser: massives Parkett in der Küche

Da sich Fertigparkettböden in der Regel nur 1-2 Mal abschleifen lassen, ist dessen Einsatz in der Küche äußerst gewagt. Um Wasserschäden am Parkett zu entfernen, muss zudem meist etwas mehr Material abgeschliffen werden, als sonst bei der Sanierung üblich ist. Ein Fertigparkett kommt hier schnell an seine Grenzen.

Erfahrungsgemäß lässt sich Massivparkett in der Küche wesentlich besser renovieren und sieht danach wieder aus wie neu. Sehr stark beschädigte Verlege Einheiten (meist Eiche Parkett), lassen sich bei Massivparkett außerdem sehr einfach aushebeln und von oben ersetzen. Bei Fertigparkett ist dies erfahrungsgemäß fast unmöglich.

Was tun, bei leichten Schäden am Parkett in der Küche?

Häufig treffen wir bei Parkettböden innerhalb von Wohnküchen tiefere Macken oder starke Riefen an.

Mit etwas Geschick lassen sich solche Stellen mit einem Parkettreparaturset instand setzen. Solche Reparatursets findet man beim Holzfachhändler, bzw. bei Herstellern wie z.B. Clou.

Hierbei wird ein farblich passendes Hartwachs in die betreffende Stelle eingeschmolzen.

Die besten Ergebnisse zeigen sich hierbei natürlich im Zuge einer Komplettsanierung des Parkettbodens. Die instandgesetzte Stelle wird am Ende mitsamt der Fläche versiegelt und ist dann meist nicht mehr zu erkennen.

Küchenboden renovieren ohne Abzuschleifen

Wenn der Küchenboden erst leicht angegriffen ist, lässt sich die Oberfläche auch oft nachversiegeln. Es ist dann eine Renovierung des Parkettbodens ohne Abschleifen möglich. Lediglich der bestehende Lack wird hierzu leicht „angeschliffen“ und anschließend mit einem 2K-Wasserlack überlackiert. Dies setzt jedoch voraus, dass der Parkettleger / Parkettsanierer die zuvor verwendete Versiegelung kennt (z.B. belegbar durch eine alte Rechnung).

Das Abschleifen von bestehendem Parkett in der Küche

Am Tag X ist es jedoch so weit:

Das Parkett ist nicht mehr schön anzusehen und der seit Jahren gescheute Aufwand wird nun endlich in Kauf genommen. Der Parkettboden soll, meist nicht nur in der Küche, sondern in/im der ganzen Wohnung/Haus, abgeschliffen werden.

Jede Hausfrau scheut es jedoch besonders, den Parkettboden in der Küche abschleifen zu lassen. Gerade wenn es eine offene Wohnküche ist, besteht die Gefahr, dass bei der Sanierung Feinstaub austritt und dieser sich in den Küchenmöbeln festsetzt.

Parkett in der Küche staubfrei renovieren

Fähige Parkettsanierer bieten daher das sog. „Staubfreie Parkettschleifen“ an. Eine spezielle Saugvorrichtung soll hierbei den Feinstaub abfangen, bevor dieser in die Raumluft gelangen kann. In der Praxis funktioniert dieses Verfahren mittlerweile erstaunlich gut. Eine 100-prozentige Garantie für die Staubfreiheit, gibt es jedoch nicht.

Wer auf „Nummer Sicher“ gehen möchte, sollte seine Küchenmöbel zusätzlich mit Abdeckfolie und ausreichend Klebeband vor den Öffnungsschlitzen schützen.

Zusammenfassung

Meist ist die Optik des Parkettbodens entscheidender als der Nutzenfaktor. Daher wird oft auf den Einsatz von Öl auf dem Küchenparkett verzichtet, wenn nicht ohnehin das gesamte Parkett in der Wohnung geölt werden soll. Da der Küchenboden meist als erstes zur Renovierung fällig wird, sollte optimalerweise überall Massivparkett verlegt werden. So lohnt sich die Verlegung von Parkett in der Küche auch über die nächsten Jahrzehnte noch und wird seinem Besitzer Freude bereiten.

Die Entscheidung, welche Parkettversiegelung für Ihren Boden am Besten ist, hängt in erster Linie von der zukünftigen Beanspruchung ab. Welche unterschiedlichen Versiegelungen, Lacke und Öle es gibt und worin diese sich unterscheiden, haben wir in diesem kurzen Artikel für Sie zusammengefasst.

Gibt es farbige Parkettversiegelungen?

Immer wieder erreichen uns Anfragen, ob man einen Parkettboden farbig lackieren könne. Das Verfahren um einen Parkettboden zu färben wird jedoch mit einer transparenten Parkettversiegelung durchgeführt. Die eigentliche Parkettbeize wird noch vor dem Lackieren aufgetragen. Erst wenn Ihr Parkett bereits die neue Farbe angenommen hat und abgetrocknet ist, wird es versiegelt.

Was ist eine 1-Komponenten Parkettversiegelung?

Eine 1-Komponenten Parkettversiegelung ist im Grunde genommen ein normaler Parkettlack. Meist ist diese Art der Beschichtung auf Basis von Acrylat (Kunststoff) produziert, genauso wie z.B. auch Wandfarbe. Herkömmliche Parkettlacke sind meist in Wasser gelöst, bzw. „dispergiert“. Das bedeutet, sie haben einen sehr geringen Lösungsmittelanteil und die hergestellte Lösung ist mit Wasser verdünnt. Dies bedeutet jedoch nicht, dass die Versiegelung nach der Trocknung empfindlich auf Wasser reagieren wird.

Der Nachteil an 1-Komponenten Parkettversiegelungen ist, dass Acrylate eher spröde sind. So kommt es immer wieder vor, dass der Lack bereits nach wenigen Jahren abblättert oder leich einreißt. Besonders häufig geschieht dies an Stellen mit sehr viel Lichteinfall oder an Stellen mit wiederholter Wassereinwirkung am Parkett.

Was ist eine 2-Komponenten Parkettversiegelung?

Anders als eine Ein-komponentige, ist die 2-Komponenten Parkettversiegelung wesentlich abriebsfester und auch beständiger gegen Kratzspuren. Die zweite Komponente ist eine sog. „Härterkomponente“. Diese wird dem Parkettlack vor der Verarbeitung beigemischt. Die Versiegelung härtet dann durch die stattfindende Reaktion zwischen Härter- und Lackkomponente aus. Meist ist die Reaktion bereits nach 24-48 Stunden abgeschlossen.

2-Komponenten Parkettversiegelungen sind also nicht nur qualitativ hochwertiger, sondern härten in der Regel auch schneller aus. Daher sind sie besonders gut für geeignet, wenn das Parkett schleifen schnell gehen muss.

Was unterscheidet eine 3- Komponenten Parkettversiegelung?

Genau wie beim 2K-Parkettlack, steht die Zahl im Namen auch hier für eine weitere Komponente. Die dritte Komponente ist die sog. „UV-Schutz“ Komponente. Auch sie wird erst bei der Verarbeitung der Versiegelung beigemischt. Es handelt sich um UV-Inhibitoren, welche der Parkettversiegelung eine ähnliche Wirkung wie Sonnencreme verleihen. Die UV-Inhibitoren verhindern über Jahre hinweg, dass die UVA-Strahlung auf die ligninhaltigen Anteile Ihres Parkettbodens treffen können. Somit wird die Vergilbung und das Nachdunkeln Ihres Holzbodens verhindert.

Wir empfehlen den Einsatz von 3-Komponenten Parkettversiegelung insbesondere bei hellen Holzarten wie z.B. Esche, Ahorn, Fichte etc. aber auch für Eiche und Buche-Parkettböden.

Die Vorteile einer Natur-Öl Parkettversiegelung

Eine Natur-Öl Parkettversiegelung ist im Grunde genommen keine Versiegelung. Es handelt sich hierbei um eine Imprägnierung. Es findet keine Schichtbildung statt, was der eigentliche Begriff „Versiegelung“ innehat. Natur-Öl ist nicht schichtbildend und daher auch kein permanenter Schutzfilm für Ihren Boden. Natur-Öl muss regelmäßig aufgefrischt werden. Dies macht man am Besten mit einem Pflegeöl. Wir haben das Vorgehen beim Parkett pflegen an anderer Stelle beschrieben.

Natur-Öl hat den Vorteil, dass es jederzeit nachgefrischt werden kann. Dies ist beim versiegeln mit Lack nicht wirklich möglich. Es können Kratzer und Laufspuren angeschliffen und nachgeölt werden. Auch nach Jahren kann ein geölter Boden wieder angeschliffen und nachgeölt werden und sieht danach aus wie frisch verlegt.

Was ist eine Öl-Kunstharz Parkettversiegelung?

Diese Parkettversiegelung ist mittlerweile in Deutschland nicht mehr zugelassen. Das liegt an dem sehr hohen Lösungsmittelanteil. Öl-Kunstharzsiegel wurde bis vor wenigen Jahren noch verarbeitet und Schritt für Schritt durch Wasserlacke ersetzt. Öl-Kunstharzsiegel feuert die Optik der Parkettoberfläche sehr stark an. Es entsteht der sog. „Dauernass-Effekt“. Dies wird mehr oder weniger gut durch moderne Grundierungen auf Ölbasis nachgeahmt.

Besser Öl oder Lack?

Ein versiegelter Holzboden ist pflegeleichter als ein geölter Parkettboden. So lautet das Feedback unserer Kunden, welche teilweise seit Jahrzehnten einen Dielenboden besitzen und diesen pflegen. Ein lackierter Boden lässt sich einfach nebelfeucht mit einem Wischmopp wischen. Wenn er nicht allzu schmutzig ist, genügt es, den Sauger anzuwerfen und einmal mit der Parkettbürste über den Boden zu fahren. Nur in seltenen Fällen, z.B. wenn etwas klebriges ausgelaufen ist oder sich fester sitzende Spuren auf dem Boden befinden, benötigen Sie einen speziellen Parkettreiniger.

Anders sieht es beim versiegeln mit einem Öl aus. Hierbei handelt es sich meist um eine Mischung aus Lein- und Walnussöl und einigen weiteren Zusätzen aus natürlichen Rohstoffen. Ähnlich wie bei einem geölten Holztisch, muss auch der geölte Parkett- oder Dielenboden regelmäßig nachgeölt werden. Der Zyklus kann jedoch je nach Benutzung sehr unterschiedlich ausfallen. Es gibt hierzu keine Pauschalempfehlung. Fakt ist jedoch, dass stark frequentierte Flächen relativ oft gereinigt und anschließend nachgeölt werden müssen.

Im Wohnbereich kann dies auch nur alle paar Monate der Fall sein. Man entscheidet hier nach Optik. Sieht der Boden bereits etwas stumpf und trocken aus, ist es höchste Zeit für die Behandlung mit einem Pflegeöl. Wenn die Parkettpflege mit dem Parkettöl nicht regelmäßig ausgeführt wird, erscheint der Boden bald immer matter. Es bilden sich sog. Laufstraßen. D.h. dort wo man täglich entlang geht, wird der Holzboden zuerst stumpf.

Natürlich hat das Versiegeln mit Hartöl auch seine Vorteile. So lässt sich ein geölter Dielenboden auch nach Jahren noch anschleifen und einfach nachhölen. Man macht hier bewusst nur einen einzigen, sehr feinen Schleifgang mit einer Poliermaschine. Die Oberfläche wird dabei nur angeschliffen, um bestehende Kratzer, Flecken etc. von der Oberfläche zu entfernen. Nachdem das Öl aufgetragen wurde, sieht der Boden meist wieder aus wie frisch verlegt. Nach dem[nbsp] Versiegeln mit Lack ist dies jedoch nicht mehr möglich.

Kostenunterschiede bei Parkettversiegelungen

Die Kosten und Preise für’s Abschleifen und Versiegeln sind auch abhängig von der verwendeten Versiegelung. Dies macht jedoch nicht den Großteil der Gesamtkosten aus. Den größten Faktor stellen die Arbeitskosten dar, weil Parkett schleifen eine zeit- und arbeitsintensive Tätigkeit ist.

Aufgrund dieser Tatsache bleibt nur wenig Einsparpotential beim Dielenboden abschleifen. Denn wer an den Arbeitskosten sparen will, muss schneller arbeiten und gefährdet somit das Endergebnis. Ein Quadratmeterpreis ist immer ein Stundenlohn, der auf die Quadratmeter umgelegt wurde. Rabattschlachten sind also beim Parkettboden schleifen eher unangebracht.

Nachteile von Billig-Parkettlack

Wie bereits weiter oben erwähnt, ist es nicht wirklich sinnvoll, beim Holzboden schleifen oder Dielen Schleifen an der Parkettversiegelung zu sparen. Zu gering ist der Anteil an den Gesamtkosten. Wer aus Budgetgründen trotzdem zu einer günstigeren Versiegelung, wie z.B. eine rein Acrylat-Versiegelung greift, geht das Risiko einer früheren Abnutzung ein.

Die Oberfläche wird schnell stumpf und es können sich sog. “Laufstraßen” bilden. Der Lack wird außerdem schon nach wenigen Jahren spröde und blättert z.B. an Stellen mit viel Lichteinfall oder Feuchteeinwirkung regelrecht ab. Spätestens dann ist eine erneute Parkettsanierung angebracht und verursacht dieselben Kosten von neuem.

Achtung beim Versiegeln von Holzpflaster

Bei der Planung und Ausschreibung von Parkettrenovierungsarbeiten, Parkett abschleifen oder Parkettsanierung kommt es immer wieder vor, dass Renovierungsarbeiten an Holzpflasterböden mit denselben Voraussetzungen wie an Parkettböden gefordert werden.

Nicht nur der Aufwand für das Entfernen der Versiegelung ist hier sehr viel höher, es muss auch sehr viel mehr Versiegelungsmaterial einkalkuliert werden. Holzpflaster hat aufgrund seiner starken Saugfähigkeit ein viel höheres Aufnahmevolumen. Daher sollte bei der Versiegelung von Holzpflaster von mindestens vier Versiegelungsschichten ausgegangen werden. Fehlt die vierte Schicht, ist die Oberfläche meist rau und ungleichmäßig. Dies äußert sich dann in verstärktem Abrieb und Verschleiß.

Oft wird die Parkettpflege zusammen mit der Parkettreinigung gleichgesetzt. Es handelt sich hierbei jedoch um zwei völlig unterschiedliche Vorgänge. In diesem Artikel erfahren Sie alles was Sie über’s Parkett pflegen wissen müssen. Dennoch handelt es sich bei diesen Informationen lediglich um Tipps. Beachten Sie daher auf jeden Fall die Hinweise auf Ihrer Pflegeanleitung.

Parkett pflegen um die „Opferschicht“ herzustellen

Parkettpflege wird im Volksmund oft gleichgesetzt mit Parkett putzen, wischen, saugen etc. Die Pflege ist jedoch ein Vorgang, bei dem Sie Ihrem Parkettboden einen zusätzlichen Schutzfilm geben können. Man spricht hierbei von[nbsp]der sog. „Opferschicht“. Opfer darum, weil dies die oberste Schicht darstellt, welche für die Benutzung „geopfert“ wird.

Im Gegensatz zur eigentlichen, darunterliegenden Parkettversiegelung, kann diese „Opferschicht“ jederzeit abgetragen und erneuert werden.

Dies gilt zumindest für den Fall, wenn Sie Ihr versiegeltes Parkett pflegen wollen. Ist Ihr Parkettboden geölt, haben Sie die Möglichkeit die Ölschicht aufzufrischen. Hierzu verwenden Sie im Normalfall einspezielles Pflegeöl. Das Pflegeöl wird nach der Reinigung Ihres Parkettbodens pur aufgetragen und trocknet anschließend innerhalb ca. 1 Stunde wieder.

Holzbodenseife zur Parkettpflege für geöltes Parkett:

So sorgen Sie für die richtige Parkettpflege

Unabhängig davon, ob Ihr Boden im Moment geölt oder versiegelt ist, sollten Sie ihn auf jeden Fall vorher reinigen. Wir haben die Reinigung, bzw. den Umgang mit Parkettreinigern an anderer Stelle umfassend beschrieben.

Die Parkettpflege funktioniert am einfachsten mit dem sog. „Wischwiesel“. Es handelt sich um das links abgebildete Auftragsgerät.

Mit dem Wischwiesel lässt sich das Parkett-Pflegemittel sehr einfach und gleichmäßig auf dem Parkettboden verteilen. Die Parkettpflege mittels einem herkömmlichen Wischmop ist zwar ebenfalls möglich, jedoch nicht ganz so einfach.

Egal, ob Sie mit dem Wischwiesel ein Pflegeöl oder ein Pflegemittel für versiegeltes Parkett auftragen wollen – das Vorgehen ist dasselbe:

Sie starten in der Ecke des Raumes und arbeiten sich bogenförmig rückwärts in Richtung Eingangstür. Bei der Parkettpflege mit dem Wischwiesel müssen Sie beachten, dass Sie bereits behandelte Teile der Fläche für ca. 1 Stunde nicht mehr betreten können.

Außerdem sollten Sie das Pflegemittel recht zügig verarbeiten. Sie sollten möglichst „nass in nass“ arbeiten. Vermeiden Sie es, bereits angetrocknete Stellen nochmals überfahren zu müssen. In einem solchen Fall können Schlieren zurückbleiben, die nach dem Abtrocknen sichtbar wären.

Pflegeöl für geölte Parkettböden:

Angebot

Wie viel Parkett-Pflegemittel wird benötigt?

Bei einem Pflegemittel lässt sich der Verbrauch recht genau vorherbestimmen. Wird das Parkett mit dem Wischwiesel gepflegt, reicht ein Liter Parkettpflege für ca. 30-40m² in einem einmaligen Auftrag.

Der Verbrauch von Parkett-Pflegeöl lässt sich leider nicht so genau vorhersagen, da dies immer von der Saugfähigkeit Ihres Holzbodens und der momentanen Sättigung des Holzes abhängt.

Parkettpflege für versiegeltes Parkett:

Geöltes Parkett pflegen mit Pflegeöl

Parkettpflege mittels Pflegeöl ist im Prinzip genauso einfach wie die zuvor beschriebene Pflege mit einem Pflegemittel. Sie starten in der Ecke eines Raumes und arbeiten sich mit dem Wischwiesel rückwärts in Richtung der Tür heraus. Beachten Sie auch hierbei, dass Ihr geöltes Parkett für ca. 1 Stunde nicht begangen werden kann.

Auf die Übergänge und Schlierenbildung müssen Sie hierbei keine Rücksicht nehmen. Es ist jedoch sehr wichtig, dass das Pflegeöl schön dünn verteilt wird und keine Pfützen zurückbleiben.

Ist Ihr Parkettboden in die Jahre gekommen? Vielleicht ist es an der Zeit, ihm eine neue Beschichtung zu gönnen. Finden Sie hier einen Profi-Betrieb fürs Parkett schleifen.

Grundlegendes zum Thema Parkettreiniger bzw. Reinigung

Hinweis: Die hier beschriebenen Tipps zum Parkett reinigen stellen lediglich Empfehlungen dar. Bitte halten Sie sich im Zweifel an die Vorgaben der Ihnen ausgehändigten Pflegeanleitung, bzw. kontaktieren Sie den verantwortlichen Verlegebetrieb.

Wer einen Parkettreiniger kaufen möchte, sollte sich zunächst kurz Gedanken machen, welche wie das eigene Parkett beschichtet wurde. Ist dies nicht mit bloßem Auge erkennbar, gibt evtl. die noch vorhandene Rechnung schnell Aufschluss darüber.

Zur Not muss der Parkettverleger oder der Parkett-Hersteller kontaktiert werden.

Die Pflege von geölten und versiegelten Parkettböden unterscheidet sich grundsätzlich. Darum sollten Sie zunächst die verwendete Beschichtung, bzw. Parkettversiegelung abklären.

Parkettreiniger für geöltes Parkett:

Grundsätzlich gilt für alle Oberflächen folgendes:

Das sollten Sie beim Einsatz von Parkettreiniger vermeiden

In jedem Fall sollten Sie auf den Einsatz von herkömmlichen Neutralreinigern und vor allem auf Essigreiniger verzichten. Gerade bei Eiche-Parkett könnte dies fatale Folgen haben. Nach der Parkettverlegung bekommen Sie im Normalfall stets eine Pflegeanleitung ausgehändigt. Die darin beschriebenen Hinweise und Produkte sollten Sie stets beachten. Außerdem sollten Sie die Bildung von Pfützen vermeiden. Ein Sprühwischer ist nicht nur sehr komfortabel, sondern ermöglicht auch die exakte Dosierung des Parkettreinigers – ohne Pfützen zu verursachen.

Vermeiden Sie außerdem den Einsatz von Pflegemitteln und Parkettreinigern, deren Wirkung Sie nicht kennen. Bei einem neuen Produkt ist es immer angebracht, dieses an einer unaufälligen Stelle zu testen, bzw. an einem Reststück Ihres Parkettbodens auszuprobieren.

Vorsicht mit Parkettreiniger bei geölten Böden

Besondere Vorsicht ist bei der Reinigung von geölten Böden erforderlich. Der hier zu verwendende Parkettreiniger sollte genau auf das Öl abgestimmt sein. Manche Parkettreinigungsmittel sind sowohl für die Reinigung von geölten, als auch für versiegelte Böden geeignet. Beachten Sie jedoch die Hinweise zur Pflege von geölten Parkettböden.

Was bedeutet „nebelfeucht“ für den Einsatz von Parkettreiniger?

Wenn Sie Ihren Parkettboden feucht reinigen, sollten Sie den Wischmop so stark auswringen, dass dieser nicht mehr tropft. Beim Wischen des Holzbodens darf nur ein minimaler Wasser-Film sichtbar bleiben. Pfützen und größere Wasserlachen sind tabu (vor allem für versiegeltes Parkett). Geben Sie vor dem Wischen etwas Parkettreiniger in das Wischwasser hinein. Geben Sie das Parkettreinigungsmittel niemals pur auf den Boden.

Parkettreiniger für geöltes Parkett:

Parkettreiniger und der richtige Wischmopp

Wir empfehlen Ihnen den Einsatz eines Sprühwischers. Hiermit ist eine sehr bequeme Parkettreinigung möglich. Der Parkettreiniger wird mit einem kleinen Hebel automatisch aufs Parkett gesprüht. Dies kann zeitgleich mit dem Wischen erfolgen. Ein extra Behälter/Eimer für Reinigungswasser ist unnötig.

Wenn Sie einen geölten Parkettboden haben, sollten Sie darauf achten, dass der Wischmop nicht aus Microfasern besteht. Dies kann zur Folge haben, dass Ihr Parkettboden mit der Zeit stumpf aussieht. Microfaser wirkt ähnlich wie sehr feines Schmirgelpapier und ist daher nur für den Einsatz mit Parkettreiniger auf versiegeltem Parkett geeignet.

Parkettreiniger – Welches Pflegemittel?

Für versiegelte Parkettböden empfehlen wir Ihnen Pflegemittel, die speziell für Ihre Versiegelung geeignet sind. Pflegemittel sind meist in zwei verschiedenen Glanzstufen erhältlich (glänzend und matt). Sie sollten die Glanzstufe wählen, die Ihrer momentanen Parkettversiegelung entspricht. Häheres haben wir in unserem Artikel zur Parkettpflege beschrieben.

Vor dem Einsatz von Pflegemitteln, muss Ihr Holzboden frei von alten Pflegemittelspuren sein. Außerdem sollten Sie ihn zuvor saugen und mit einem Parkettreiniger wischen.

Lässt sich altes Pflegemittel mit Parkettreiniger entfernen?

Sollten sich noch alte Pflegemittel auf der Oberfläche befinden, so lassen diese sich nicht mit einem Spezialreiniger zur Grundreinigung entfernen.

Hierzu benötigen Sie folgendes:

  • Ein spezielles Reinigungsmittel (sog. „Grundreiniger“)
  • Einen Nass-Sauger
  • 1-2 Stunden Zeit (je nach Größe der Fläche)

Vor allem bei versiegelten Böden ist Pfützenbildung beim Wischen eine Gefahr. Das Wasser darf niemals durch die Fugen ins Holz eindringen, da dies sonst zu Verfärbungen unter dem Lack führen kann, die nur noch durch Abschleifen und Neu-Versiegeln entfernt werden können.

Bei der Grundreinigung teilen Sie sich den Raum in mehrere Abschnitte ein, die Sie binnen 5 Minuten vollständig bearbeiten können. D.h. binnen 5 Minuten sollten Sie die Teilfläche komplett mit dem Grundreiniger wischen und anschließend mit dem Nass-Sauger absaugen können. Typischerweise sind in dieser kurzen Zeit maximal 10 Quadratmeter möglich. Wenn Sie die gesamte Fläche gewischt und gesaugt haben, sehen Sie sich die Oberfläche am Besten gründlich im Gegenlicht an. Sind irgendwo noch einzelne Glanzstellen zu sehen? Falls ja, wiederholen Sie die Grundreinigung nochmals.

Unsere Fachbetriebe bieten die Grundreinigung/Tiefenreinigung von Parkett übrigens ebenfalls an. Hierzu verwenden wir eine spezielle Reinigungsmaschine, welche mittels Bürsten selbst den tiefsten Schmutz aus Ihrem Boden herausholt.