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Allgemein Holzfußboden und im Speziellen Parkett geben jedem Raum eine besondere Note. Zum einen wertet ein Holzfußboden mit Parkett einen Raum nicht nur optisch auf, zum anderen bietet die breite Palette an unterschiedlichen Maserungen und Holzarten eine recht große Vielzahl an Gestaltungsmöglichkeiten. Je nach gewähltem Holz ist von edler bis hin zu rustikaler Atmosphäre vieles möglich.

Doch ein Fußboden aus echtem Holz bedarf auch regelmäßiger Pflege. So könne sich im Parkett mit der Zeit Fugen bilden, verfüllt werden sollten. Andernfalls können diese eine Gefahrenquelle darstellen. Gerade als Laie fragen sich dabei viele: Was gilt es dabei zu beachten und wie ist überhaupt vorzugehen?

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Fugen bei Parkett- und Dielenboden – muss immer verfüllt werden?

Neben Parkettboden findet man besonders in älteren Gebäuden auch oft einen Dielenboden. Bei beiden Bodenbelägen handelt es sich um natürliche Baustoffe, die mit der Zeit Fugen werfen können. Im Gegensatz zu einem künstlichen Bodenbelag wie beispielsweise Laminat handelt es sich bei Parkett und Dielen um echtes Holz. Dieses arbeitet naturgemäß auch nach dem Verlegen noch weiter.

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Bei einem Dielenboden sind Fugen in der Fläche sogar gewollt, damit diese beim Hinüberlaufen nicht quietschen. Fugen im Parkettboden hingegen entstehen ungewollt meist durch einen Fehler beim Verlegen des Bodens oder durch Alterung des Holzes. In beiden Fällen sollten beim Parkett Verlegen allerdings entsprechende Dehnungsfugen zwischen Parkett und Wänden des Raumes gelassen werden. Diese sind nötig, damit das verlegte Holz eine gewisse Bewegungsfreiheit hat.

Welche Unterschiede gibt es bei Fugen im Parkett?

Fugen im Parkett können mit der Zeit von selbst entstehen bzw. werden absichtlich beim Verlegen am Rand gelassen. Während die Randfugen meist nur ein optisches Problem darstellen, können zu breite Fugen in der Fläche zu einem echten Sicherheitsrisiko werden, da sie eine Stolperquelle darstellen.

Randfugen im Parkett

Die Randfugen im Parkett sind wichtig, damit sich der Holzboden ausdehnen kann. Holz arbeitet auch nach seiner Verarbeitung weiter. Um diese Schwankungen abzufangen, werden beim Verlegen des Parkettbodens entsprechende Randfugen als Abstände zu den Wänden im Raum gelassen. In den meisten Fällen werden diese Randfugen später mit Sockelleisten verdeckt.

Sollen oder können keine Sockelleisten angebracht werden, können auch die am Rand vorhandenen Fugen verfüllt werden. Hierzu eignet sich spezieller Fugenfüller für Parkettböden. Dieser ist in den unterschiedlichsten Farben erhältlich, sodass er passend zum verarbeiteten Holz gewählt werden kann.

Fugen in der Bodenfläche

Im Gegensatz zu Randfugen sind Fugen in der Fläche des Parketts nicht gewollt. Ganz im Gegenteil, sie sehen nicht nur unschön aus, sondern können auch zu einem Risiko für die eigene Sicherheit werden. Insbesondere dann, wenn sich die einzelnen Bretter des Parketts heben oder senken, werden aus den Fugen schnell Stolperfallen.

Und auch wenn dies nicht passiert, fühlen sich die Fugen im Parkett besonders beim Überlaufen ohne Schuhe sehr unangenehm an. Aus diesem Grund sollten entstandene Fugen in der Parkettfläche nach Möglichkeit immer verfüllt werden.

Fugen im Parkett füllen – was ist zu beachten?

Fugen, die sich im Parkett gebildet haben, sollten schnellstmöglich wieder verschlossen werden. Das wertet den Raum nicht nur optisch wieder auf, es behebt auch das mögliche Sicherheitsrisiko, welches durch die Fugen entstanden ist. Beim Verfüllen der Fugen sollten folgende Punkte beachtet werden:

  • Vor allem bei Randfugen sollte ein speziell elastischer Fugenfüller verwendet werden. Andernfalls könnte das Parkett auf Dauer Schaden nehmen.
  • Der gewählte Fugenfüller sollte farblich dem Rest des Parkettbodens entsprechen, um ein einheitliches Bild wiederherzustellen.
  • Bevor der Fugenfüller in die Fugen eingefüllt wird, sollten diese ausgiebig gereinigt werden

Achtung: wenn elastisches Fugenmaterial verwendet wird muss dieses speziell für die Anwendung auf Holzböden geeignet sein.

Werden diese Hinweise beim Verfüllen von Parkettfugen befolgt, so können nicht nur die entstandenen Fugen verschlossen, sondern auch ein langfristig haltbares und optisch ansprechendes Ergebnis erzielt werden.

Parkettfugen füllen – Schritt-für-Schritt-Anleitung

Parkettfugen zu verfüllen, kann mit etwas handwerklichem Geschick auch selbst erledigt werden. Wird dabei allerdings nicht sauber gearbeitet, können unschöne Stellen an später sichtbaren Flächen verbleiben. Wer sich diese Arbeit von vornherein eher nicht zutraut, der sollte einen Parkettleger mit dem Verfüllen der Fugen beauftragen.

Fugen im Parkett verfüllen – benötigtes Material und Werkzeug

Für das Verfüllen von Fugen im Parkett werden folgende Materialien und Werkzeuge benötigt:

So werden Fugen im Parkett verfüllt

Um die Fugen im Parkett verfüllen zu können, sollte der zu bearbeitende Raum im Vorfeld vollständig leer sein. Dadurch kann ein störungsfreies und zügiges Arbeiten ermöglicht werden. Anschließend wird wie folgt vorgegangen:

  1. Vorbereitung der Fugen

Bevor mit der eigentlichen Arbeit begonnen werden kann, müssen die Fugen zum Verfüllen vorbereitet werden. Dazu gehört in erster Linie die gründliche Reinigung der offenen Fugen. Diese sollten mit einem Staubsauger gründlich ausgesaugt werden, um nach Möglichkeit sämtlichen Schmutz aus ihnen zu entfernen.

Bei größeren Fugen eignet sich zudem das Verlegen einer PE-Rundschnur in den Fugen, bevor diese verfüllt werden. Diese wird mithilfe eines Schraubendrehers in die Fugen eingedrückt. Durch die PE-Rundschnur wird die Fuge bereits zu einem gewissen Teil aufgefüllt, was den Materialaufwand an Fugenmasse reduziert. Nach oben hin sollten noch mindestens 5 mm Luft verbleiben, die später mit der Fugenmasse aufgefüllt werden.

Im Anschluss sollten die Fugen sauber und knitterfrei mit Malerkrepp abgeklebt werden. Gleiches gilt für direkt an die Fugen grenzende Gegenstände wie Türen oder Türrahmen. Dadurch werden unnötige Verschmutzungen durch die Fugenmasse von vornherein verhindert und müssen nicht erst im Nachgang mühevoll entfernt werden.

  1. Verfüllen der Fugen

Sind alle Vorbereitungen abgeschlossen, kann es an das Verfüllen der Fugen gehen. Hierzu wird die Kartusche mit der Fugenmasse in die Kartuschenpistole eingespannt und die Öffnungsspitze entsprechend der Breite der zu verfüllenden Fugen zugeschnitten.

Die Kartuschenpistole wird nun so angesetzt, dass die Spitze der Kartusche nach Möglichkeit in der Fuge liegt. Anschließend wird leichter Druck auf den Abzug der Kartuschenpistole ausgeübt, sodass die Fugenmasse aus der Kartuschenspitze in die Fuge hinein transportiert wird.

Wichtig dabei ist, dass nicht zu hektisch gearbeitet wird. Langsame und regelmäßige Züge im Optimalfall über die gesamte Fugenlänge bringen das beste Endergebnis. Zu hoher Druck durch die Kartuschenpistole sowie zu oft abzusetzen führen dagegen zu unschönen Fugen, die besonders in sichtbaren Bereichen langfristig keine Freude bereiten.

  1. Fugen glätten

Ist die Fugenmasse in die offenen Fugen eingebracht, muss dies noch geglättet werden, um ein optisch ansprechendes Ergebnis zu erhalten. Hierzu wird mit einem Silikonglätter bzw. Kunststoffschaber die überschüssige Fugenmasse sauber auf der Fuge abgezogen.

Es ist hierbei darauf zu achten, dass der Glätter schräg angesetzt wird und mit ausreichendem Druck am besten über die gesamte Länge der Fuge gezogen wird. Überschüssige Fugenmasse am Glätter ist in regelmäßigen Abständen zu entfernen. Handelsübliches Küchenpapier eignet sich hierzu am besten.

Tipp: Zu häufige Nachbesserungsversuche führen oftmals eher zu Verschlimmerungen des Ergebnisses, als das dieses verbessert wird. Mit kleineren Schönheitsfehlern in der Fuge zu leben ist daher oft die bessere Wahl.

  1. Notwendige Nacharbeiten

Sind die Fugen verfüllt und glatt gezogen, muss das Malerkrepp von den abgeklebten Flächen umgehend entfernt werden. Trocknet die Fugenmasse vor dem Entfernen des Kreppbands zu sehr an und härtet aus, können durch das Abziehen Schäden an den Fugen entstehen.

Beim Abziehen des Kreppbands ist es wichtig, auch dieses in möglichst langen und gleichmäßigen Zügen abzuziehen. Zudem sollte darauf geachtet werden, dass Reste der Fugenmasse, die sich noch auf dem Kreppband befinden, nicht auf dem Boden oder anderen Gegenständen landen.

Weitere Möglichkeiten im Zuge des Fugenverfüllens auf Parkettboden

Um die Fugen auf Parkettboden effektiv und störungsfrei zu verfüllen, sollte der gesamte Raum nach Möglichkeit vor Beginn der Arbeiten ausgeräumt werden. Ist der Raum einmal ausgeräumt, bietet es sich an, in diesem Zusammenhang auch gleich weitere Arbeiten zu erledigen.

So zum Beispiel:

Lackieren, Ölen oder Wachsen des Parkettbodens

Bei Parkettboden handelt es sich um einen Bodenbelag aus Echtholz. Dieser erfordert regelmäßige Pflege, um langfristig haltbar und optisch ansprechend zu bleiben. Soll der Boden im Anschluss an das Verfüllen der Fugen im Parkett geölt bzw. gewachst werden, so sind dabei folgende Punkte zu beachten:

  • Die vom Hersteller vorgegebene Trocknungs- und Aushärtezeit der Fugenmasse muss unbedingt eingehalten werden
  • Der verwendete Lack, Wachs bzw. das Öl sollte verträglich mit dem verwendeten Fugenfüller sein. Es bietet sich an, beide Komponenten vom gleichen Hersteller zu nutzen.
  • Das Abschleifen des gesamten Parkettbodens zur anschließenden Behandlung sollte vor dem Verfüllen der Fugen erfolgen.

Nahtloser Holzboden statt verfüllter Fugen

Zur Verfüllung von Randfugen sollte immer flexible Fugenmasse verwendet werden. So bleibt dem Boden die Flexibilität zum Arbeiten erhalten und Schäden am Parkett können vermieden werden. Auf der Fläche können aber auch bei äußerst exaktem Arbeiten mit der Fugenmasse die ausgebesserten Fugen weiterhin erkennbar bleiben.

Wer das nicht möchte, kann zu einer deutlich aufwendigeren Methode greifen. Dabei werden die Fugen nicht mit Fugenmasse, sondern mit entsprechenden Holzleisten des gleichen Typs ausgebessert.

Dabei gilt:

  • Um die Holzleisten in die Fugen einsetzen zu können, müssen diese zunächst auf die gleiche Breite ausgefräst werden
  • Die einzusetzenden Holzleisten sollten in der gleichen Farbe wie der restliche Boden oder aber mit farblichen Kontrasten gewählt werden.
  • Diese Methode eignet sich in erster Linie bei bereits sehr breiten Fugen. Sind nur schmale Fugen vorhanden, ist die Verfüllung mit Fugenmasse deutlich weniger aufwendig.

Mit Parkettboden kann jedem Raum eine besondere Atmosphäre verliehen werden. Je nach Wahl des Holzes und dessen Farbe lassen sich von elegant über modern bis hin zu rustikal unterschiedliche Stile des Fußbodens realisieren.

Damit auch das Laufen auf dem Fußboden so angenehm wie möglich gestaltet werden kann, sollte dabei eine Trittschalldämmung nicht vergessen werden. Diese reduziert nicht nur die Laufgeräusche im Raum, sondern schont gleichzeitig auch eventuelle Nachbarn im darunter liegenden Geschoss. Bei der Wahl und der Verarbeitung der passenden Trittschalldämmung für Parkett gilt es allerdings einiges zu beachten.

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Warum Trittschalldämmung bei Parkett wichtig ist

Parkettboden an sich besteht aus Holz. Dieses Material ist relativ hart, wodurch beim Auftreten Geräusche entstehen können. Die Trittschalldämmung übernimmt daher die Aufgabe, akustische Geräusche bei der Beanspruchung des Bodens abzudämmen.

Unterschieden werden kann dabei zwischen:

  • Trittschall
  • Gehschall

Der Gehschall wird lediglich im Raum selbst wahrgenommen. Er ist also das direkt wahrnehmbare Geräusch, was durch das Auftreten auf dem Boden entsteht und auch von der laufenden Person selbst gehört werden kann.

Der Trittschall hingegen wird nicht nur im betreffenden Raum selbst gehört, sondern kann auch in angrenzenden Räumen wahrgenommen werden. Durch den Boden und die Wände können die erzeugten Schallwellen in andere Räume übertragen werden. Gerade für diese Art des entstehenden Schalls muss nicht zwingend jemand durch den Raum laufen. Auch ein Verrücken von Möbeln oder die Vibration einer Waschmaschine können Schallwellen erzeugen, die in angrenzende Räume übertragen werden.

Nach der gültigen DIN 4109 „Schallschutz im Hochbau“ ist heutzutage bei Neubauten und Renovierungsmaßnahmen eine Trittschalldämmung Pflicht. Dies dient dem Schutz der Menschen in umliegenden Arbeits- und Wohnräumen vor einer unzumutbaren Übertragung von Schall.

Besonders wichtig ist eine Trittschalldämmung, wenn das Parkett schwimmend verlegt wird. Bei dieser Art der Verarbeitung schwingt der Boden bei jeder Bewegung automatisch mit und wirkt damit wie ein Resonanzkörper. Der entstandene Schall wird dadurch auf den darunter befindlichen Boden übertragen und damit weiter verstärkt.

Doch auch bei vollflächig verklebtem Parkettboden, welcher keinen Spielraum zwischen Parkett und Boden bietet, kommt es zu unerwünschten Geräuschentwicklungen durch Tritt- und Gehschall. Mit der richtigen Trittschalldämmung kann dieser Entwicklung entgegengewirkt werden.

Weitere wichtige Funktionen der Trittschalldämmung

Trittschalldämmung dient in erster Linie, wie der Name schon sagt, der Dämmung des entstehenden Schalls beim Auftreten auf den Boden. Doch sie kann darüber hinaus auch noch weitere Funktionen erfüllen, wie zum Beispiel:

  • Ausgleich kleinerer Unebenheiten im unter dem Parkett befindlichen Boden
  • Zusätzliche Wärmeisolierung vor von unten aufsteigender Kälte

Diese zusätzlichen Funktionen leistet die Trittschalldämmung natürlich nur in bedingtem Maße. Eine ausreichende Wärmeisolierung sowie den Ausgleich größerer Unebenheiten im Boden durch Ausgleichsmasse kann die Trittschalldämmung nicht ersetzen.

Unterschiede bei Parkett Trittschalldämmung

Wer auf der Suche nach der passenden Trittschalldämmung ist, der stellt schnell fest, dass es unterschiedliche Arten von Trittschalldämmung gibt. Diese unterscheiden sich vor allem in dem verwendeten Material.

Trittschalldämmung aus Kunststoff (PE Schaum)

Trittschalldämmung aus Kunststoff wird aus dem Material Polyethylen (PE) hergestellt und ist als sogenannter PE-Schaum erhältlich. Die PE-Schaum-Trittschalldämmung kann sowohl als feste Platten als auch in Form von ausrollbarer PE-Folie verlegt werden. Unterschiede bei den PE-Schaum-Trittschalldämmungen liegen vor allem in deren Stärke.

Die Stärke des Materials und damit dessen Dicke bestimmt im Wesentlichen die Dämmeigenschaften der Trittschalldämmung. Für die Verwendung unter Parkett empfiehlt sich die Nutzung von dickeren Dämmplatten aus PE-Schaum. Die angebotenen PE-Schaum-Folien sind meist zu dünn für den Einsatz unter Parkett und daher eher für weichere Bodenbeläge zu empfehlen.

Trittschalldämmung aus Kork

Bei Kork handelt es sich um ein natürliches Material, welches auch zur Trittschalldämmung eingesetzt werden kann. Gleichzeitig bietet es auch gute Eigenschaften in der Wärmeisolierung.

Auch Kork-Trittschalldämmung ist als verlegbare Platten oder auf Rollen erhältlich. Die Korkrollen sind aber auch hier meist recht dünn und für den Einsatz als Trittschalldämmung unter dem harten Parkett eher nicht zu empfehlen. Korkplatten als Trittschalldämmung sind hingegen meist etwas dicker und bieten daher eine bessere Schallschutzwirkung.

Trittschalldämmung aus Holzfaser

Eine wertvolle Verwendung für Holzreste ist die Weiterverarbeitung der zerriebenen Holzfasern zu Trittschalldämmung. Auch diese Variante eignet sich für die Verarbeitung unter Parkett.

Holzfaser-Trittschalldämmung ist Form von verlegbaren Platten erhältlich. Diese lassen sich leicht zuschneiden und dadurch ebenso gut verarbeiten. Neben den schalldämmenden Eigenschaften überzeugt Trittschalldämmung aus Holzfasern auch mit seinen wärmeisolierenden und feuchtigkeitsregulierenden Eigenschaften.

Trittschalldämmung aus Hanffilz

Die Hanfpflanze ist deutlich besser als ihr Ruf. Aus ihr können unter anderem wertvolle Baumaterialien gewonnen werden. Neben Abdichtungen aus Hanffasern und Hanfseilen lässt sich auch Trittschalldämmung aus Hanffilz herstellen.

Diese bietet eine effiziente Schalldämmung und weist zugleich auch wärmeisolierende Eigenschaften auf. Außerdem lassen sich durch die Materialbeschaffenheit auch leichte Unebenheiten im Boden einfach ausgleichen.

Weitere Materialien für Trittschalldämmung

Neben den vier meistgenutzten Materialien zur Trittschalldämmung kann diese auch aus den folgenden Materialien bestehen:

  • Blähtonschüttung
  • Riffelpappe
  • Styropor
  • Kokosfaser

Wichtige Kriterien bei der Auswahl passender Trittschalldämmung

Bei der Auswahl der passenden Trittschalldämmung gibt es einiges zu beachten. Nur so kann sichergestellt werden, dass die Trittschalldämmung ihren Zweck erfüllt und langfristig für ausreichenden Schallschutz sorgt. Grundsätzlich gilt dabei: je dicker der Schallschutz, desto besser die Dämmwirkung!

Um die Schallschutzwirkung optimal zu gewährleisten und gleichzeitig weitere wichtige Kriterien zu erfüllen, sollte die gewählte Trittschalldämmung gewisse Anforderungen erfüllen.

Ausreichender Schallschutz

Die Hauptaufgabe der Trittschalldämmung ist es, die beim Begehen des Parketts entstehende Schallentwicklung zu minimieren. Während dies bei der Reduktion von Gehschall mehr oder weniger dem subjektiven Empfinden unterliegt, so gelten bei der Reduktion des Trittschalls konkrete Referenzwerte.

Die Trittschalldämmung für Parkett sollte den Trittschall um mindestens 14 Dezibel (dB) reduzieren. Gute Trittschalldämmungen erreichen hierbei sogar Dämmwerte von bis zu 20 dB und sorgen damit für eine adäquate Schalldämmung.

Schutz vor Feuchtigkeit

Bei Parkett handelt es sich um einen Bodenbelag aus Holz. Dieser natürliche Baustoff ist relativ feuchtigkeitsanfällig. Vor allem bei einer Verlegung des Parketts auf mineralischem Untergrund wie Estrich sollte die Trittschalldämmung daher einen entsprechenden Feuchtigkeitsschutz für das Parkett bieten.

Hierfür ist eine sogenannte Dampfsperre bzw. Dampfbremse notwendig, die in Form einer Folie ausgelegt wird. Häufig haben moderne Trittschalldämmungen diese bereits Dampfsperrfolie bereits integriert. Eine zusätzliche Auslegung von Dampfsperrfolie unter der Trittschalldämmung ist in diesem Fall nicht notwendig. Eine wichtige Kennzahl hierbei ist der sogenannte SD-Wert. Dieser sollte mindestens bei 75 m liegen.

Befindet sich unter dem Parkett allerdings kein mineralischer Boden, sondern eine Unterkonstruktion aus Holz, so darf keine Dampfsperre eingerichtet werden. Auch auf Trittschalldämmung mit integrierter Dampfsperre sollte dann verzichtet werden. Andernfalls würde eventuelle Restfeuchtigkeit im darunterliegenden Holz eingeschlossen werden, was auf Dauer zu schweren Schäden an der Unterbodenkonstruktion führen kann.

Unebenheiten ausgleichen

Trittschalldämmung kann auch dazu genutzt werden, um kleinere Unebenheiten im Boden auszugleichen. Definiert wird diese Eigenschaft über den PC-Wert. In der Regel reicht ein PC-Wert von 0,5 mm bei Trittschalldämmung aus, da normgerecht errichteter Unterboden maximale Erhöhungen von 1,0 mm aufweisen dürfen.

Weist der Boden unter dem zu verlegenden Parkett gröbere Unebenheiten auf, sollten diese entsprechend vor der Verlegung der Trittschalldämmung ausgeglichen werden. Dies kann durch Abschleifen der betroffenen Stelle oder aber durch Aufbringen von Ausgleichsmasse im Raum geschehen.

Wärmedämmung und Wärmedurchlassverhalten

Trittschalldämmung kann auch einen wärmedämmenden Effekt erzielen. Angeben werden die wärmedämmenden Eigenschaften der Trittschalldämmung mit dem Wärmedurchlasswiderstand in m²K/W. Welcher Durchlasswiderstand für Wärme benötigt wird, hängt entscheidend davon ab, ob der Boden unbeheizt, gekühlt oder mit einer Fußbodenheizung ausgestattet ist. Dabei gelten folgende Richtwerte:

  • Für unbeheizte Böden: 0,75 m²K/W
  • Für gekühlte Böden: 0,04 m²K/W
  • Für beheizte Böden: 0,06 m²K/W

Vor allem beim Verlegen von Parkett auf Böden mit einer Fußbodenheizung muss dabei darauf geachtet werden, dass der gesamte Aufbau des Bodens, also Trittschalldämmung plus darüber liegendes Parkett einen Wärmedurchlasswiderstand von 0,15 m²K/W nicht übersteigt. Bei der Auswahl der geeigneten Trittschalldämmung für Parkett auf Fußbodenheizung sollten also auch bereits die Eigenschaften und Kennwerte des darüber zu verlegenden Parketts mit bedacht werden.

Hohe Belastbarkeit

Damit die Trittschalldämmung auch dauerhaft ihre Aufgabe erfüllen kann, muss sie unter dem Parkett entsprechende Belastungen aushalten können. Der Boden eines Raumes ist dabei unterschiedlichen Belastung in seiner Nutzung ausgesetzt. Diese kann man in drei Belastungsarten unterscheiden:

  • Belastung beim Fallen schwerer Gegenstände
  • Dynamische Belastungen
  • Dauerhafte und temporäre Belastungen

Die Belastbarkeit von Trittschalldämmung beim Fallen schwerer Gegenstände wird mit dem RLB-Wert angegeben. Dieser beschreibt die maximale Fallhöhe eines schweren Gegenstandes auf den Boden, ohne dass die Trittschalldämmung dabei Schaden nimmt. Der RLB-Wert muss mindestens 500 betragen, was einer Fallhöhe von 50 cm entspricht. Es empfiehlt sich allerdings, auf einen deutlich höheren RLB-Wert zu achten.

Unter dynamischen Belastungen werden immer wiederkehrende Belastungen verstanden, wie sie beispielsweise beim Begehen des Fußbodens oder dem Verrücken von Möbelstücken entstehen. Die Belastbarkeit gegenüber diesen dynamischen Belastungen wird in Zyklen angegeben. Für die Belastung in normal genutzten Wohnräumen liegt hier die Mindestanforderung bei 10.000 Zyklen.

Dauerhafte und temporäre Belastungen drücken die Belastungen aus, die beispielsweise durch dauerhaft aufgestellte Möbelstücke auf den Boden ausgeübt werden. Die Mindestanforderung für temporäre Belastungen liegt bei 10 kPA, was einer Gewichtsbelastung von einer Tonne pro Quadratmeter entspricht. Dauerhafte Belastungen sollten mindestens in einem Umfang von 2 kPA ausgehalten werden, was einer Last von 200 kg pro Quadratmeter entspricht. Grundsätzlich gilt hierbei: Je dünner die Trittschalldämmung, desto weniger belastbar ist diese.

Trittschalldämmung verlegen – Schritt-für-Schritt-Anleitung

Trittschalldämmung unter dem Parkett zu verlegen bedeutet zwar einen zusätzlichen Arbeitsschritt, auf Dauer gesehen führt dieser aber zu erheblich mehr Komfort im Raum und einer damit verbesserten Arbeits- bzw. Lebensqualität. So ist beim Verlegen von Trittschalldämmung vorzugehen:

1. Vorbereitung des Unterbodens

Bevor die Trittschalldämmung auf dem Boden ausgelegt wird, muss dieser entsprechend vorbereitet werden. Hierzu zählt zum einen der Ausgleich von möglichen Unebenheiten im Boden durch Abschleifen bzw. das Auftragen von Ausgleichmasse. Zum anderen ist der Boden vor dem Verlegen der Trittschalldämmung gründlich mit einem Besen und einem Staubsauger zu reinigen, um mögliche Einschlüsse von Dreck zu vermeiden.

2. Auslegen der Trittschalldämmung

Grundsätzlich sollte mit dem Auslegen der Trittschalldämmung an der Längsseite des Raumes begonnen werden. Wer sich für die Verlegung von Trittschalldämmung in ausrollbaren Bahnen entscheidet, dem kann es helfen, wenn die erste Bahn mit Klebeband zusätzlich punktuell fixiert wird, um ein Verrutschen zu vermeiden. Alle weiteren Bahnen werden Stoß an Stoß gelegt, wobei sich die einzelnen Bahnen nicht überlappen dürfen.

Die Längsstöße der einzelnen Bahnen werden mit Klebeband verklebt. Bei der Nutzung von Trittschalldämmung in Form von auslegbaren Platten ist gleichermaßen vorzugehen. Auch diese dürfen sich nicht gegenseitig überlappen und die Stöße sollten mit Klebeband verklebt werden.

3. Notwendige Nacharbeiten

Nachdem die Trittschalldämmung flächendeckend ausgelegt ist, geht es daran, eventuell notwendige Nacharbeiten vorzunehmen. Dazu gehört in erster Linie zu kontrollieren, ob auch alle Flächen eines Raumes vollständig mit der Trittschalldämmung abgedeckt sind.

Um das anschließende Verlegen des Parketts auf dem nun vorbereiteten Boden vorzubereiten, ist es zu empfehlen, die Oberfläche der Trittschalldämmung vor der Verlegung des Parketts gründlich von Schmutz und Dreck zu befreien. Am einfachsten gelingt dies durch die Reinigung mit einem Staubsauger.

Parkett bietet neben der wohnlichen Atmosphäre in nahezu allen Räumen viele weitere Vorteile als Bodenbelag. Aufgrund seiner natürlichen Beschaffenheit sollten bei der Verarbeitung von Parkett aber auch seine besonderen Eigenschaften bedacht werden. Eine davon ist, dass das natürliche Material Holz auch nach dem Verlegen noch arbeitet. Dehnungsfugen im Parkett sind daher ein Muss bei Parkettboden.

Warum Dehnungsfugen bei Parkett wichtig sind

Parkettboden besteht aus Holz. Holz ist ein natürlicher Rohstoff und als solcher arbeitet es. Das bedeutet, dass sich Schwankungen in der Temperatur des Raumes und der Luftfeuchtigkeit direkt auf den Holzboden auswirken. Das Parkett quillt und schwindet, was bedeutet, es dehnt sich aus oder zieht sich zusammen.

Für diese Bewegungen braucht der Boden einen entsprechenden Spielraum. Beim Verlegen von Parkett sind daher Dehnungsfugen zu beachten. Diese dienen dem Parkett als zusätzlicher Platz für seine Quell- und Schwindbewegungen durch Veränderungen der äußeren Umstände.

Gleichzeitig mindern Dehnungsfugen die Übertragung von Schallwellen im Boden. Die Dämmung des entstehenden Tritt- und Gehschalls auf dem Parkett wird neben der nötigen Trittschalldämmung also auch durch die Dehnungsfugen unterstützt.

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Wo Dehnungsfugen notwendig sind

Bei der Verlegung von Parkettboden sind Dehnungsfugen vor allem an den Rändern des Raumes notwendig. Die nötige Breite der Dehnungsfuge wird durch die Breite und Tiefe des Raumes bestimmt. Hierbei kann als Grundregel angenommen werden: Pro Meter Boden sollten 2 mm Dehnungsfuge beachtet werden. Bei einem Raum mit einer Größe von 4 x 4 Metern sollten die Ränder des Parketts also 8 mm Abstand zur Wand haben.

Üblicherweise wird empfohlen, einen Abstand zur Wand von 10 bis 15 mm einzuhalten. Bei durchschnittlich großen Räumen ist man damit in den meisten Fällen auf der sicheren Seite und gibt dem Parkett ausreichend Platz zur Bewegung. Ist der Raum besonders groß, muss auch die Größe der Dehnungsfugen entsprechend angepasst werden.

Neben den Dehnungsfugen am Rand des Parketts ist bei Räumen von mehr als 8 m Breite und 12 m Länge zusätzlich eine Dehnungsfuge im Boden notwendig. Diese kann in der Mitte des Raumes durch das Freilassen eines Spalts zwischen den einzelnen Elementen des Parketts erzeugt werden.

Bei dem Verlegen von Parkettboden auf Estrich mit Fußbodenheizung ist zudem darauf zu achten, dass auch dieser an bestimmten Stellen über Dehnungsfugen verfügt. An den Stellen, wo Dehnungsfugen im Estrich vorhanden sind, muss auch im darüber liegenden Parkett eine entsprechende Dehnungsfuge eingeplant werden.

Neben den Dehnungsfugen am Rand und dort, wo im Unterboden ebenfalls Dehnungsfugen vorhanden sind, sind solche auch an den Stellen zu errichten, wo das Parkett an unbewegliche Elemente stößt. Dies sind vor allem Zargen von Türen, Treppen, Übergänge zu anderen Bodenbelägen oder Heizkörper und deren Rohre.

Werden später schwere Möbel auf dem Parkett platziert, wie es beispielsweise bei Küchenschränken der Fall ist, so muss auf der gegenüberliegenden Seite eine doppelt so breite Dehnungsfuge eingeplant werden. Das ist nötig, da sich das Parkett durch die dauerhafte Belastung der Möbel an dieser Stelle nicht mehr bewegen kann.

Unterschiede von Dehnungsfugen bei verklebtem und schwimmend verlegtem Parkett

Grundsätzlich sind Dehnungsfugen bei Parkett immer notwendig, ganz gleich, ob es schwimmend oder vollflächig verklebt verlegt wird. Da sich verklebtes Parkett durch die Fixierung am Untergrund weniger stark bewegt, können die Dehnungsfugen hierbei etwas geringer ausfallen. Der Parkettkleber sorgt dafür, dass die Verlegeeinheiten sich nicht so stark ausdehen und zusammen ziehen können.

Schwimmend verlegtes Parkett hingegen fehlt diese Fixierung am Untergrund. Die einzelnen Parkettpaneele liegen nur lose auf dem Unterboden. Dadurch kann das Material weitaus stärker arbeiten. Die Dehnungsfugen müssen daher breit genug sein, um diesen Bewegungen genügend Raum zu bieten.

Verlegen von Parkett ohne Dehnungsfuge? – keine gute Idee!

Wird beim Parkett Verlegen nicht auf eine ausreichend große Dehnungsfuge geachtet, hat das Holz keinen ausreichenden Platz, um arbeiten zu können. Die Quell- und Schindbewegungen des Materials werden dadurch allerdings nicht aufgehalten. So kommt es, dass sich das Material bei einer Ausdehnung durch Veränderung der Temperatur oder Luftfeuchtigkeit nach oben wölbt.

Das hat nicht nur optisch unschöne Auswirkungen. Es können dadurch auch dauerhafte Beschädigungen des Parketts entstehen. Gleichzeitig entstehen durch die Wölbungen des Parketts gefährliche Stolperkanten, die ein erhebliches Sturzrisiko mit sich bringen können.

Wurde beim Verlegen des Parketts nicht auf die Einhaltung von Dehnungsfugen geachtet, so lassen sich diese auch nachträglich in das Parkett einbringen. Zwar bedeutet das einen gewissen Arbeits- und Kostenaufwand, um ernsthafte Beschädigungen am Parkett zu verhindern, lohnt sich dieser aber allemal.

Dehnungsfugen einrichten – so geht´s

Für den Laien, der das Parkett in den eigenen vier Wänden selbst verlegen möchte, kann die Errichtung von Dehnungsfugen durchaus zu einer Herausforderung werden. Mit den richtigen Mitteln und Tricks lässt sich aber auch diese Herausforderung meistern.

Um an allen Stellen gleichmäßige Dehnungsfugen errichten zu können, bieten sich spezielle Abstandshalter an. Diese werden beim Verlegen des Parketts zwischen Wand und Rand des Parkettbodens angebracht und können nach dem Abschluss der Verlegearbeiten wieder entfernt werden. Dadurch werden nicht nur gleichmäßige Dehnungsfugen garantiert, sondern auch ein Verrutschen des Parketts während der Arbeiten verhindert.

Oft sind diese Keile oder Klötze als Abstandshalter bereits im Lieferumfang von Verlege-Sets für Parkett enthalten. Falls nicht, lassen sie sich in nahezu jedem Baumarkt nachkaufen. Ist das Parkett vollständig verlegt und die Abstandshalter wieder entfernt, so können die Dehnungsfugen entsprechend „versteckt“ werden.

An den Wänden bieten sich zur Abdeckung der Dehnungsfuge Sockelleisten an. Für Dehnungsfugen an Türzargen oder Übergängen zu anderen Bodenbelägen können Profil- oder Abdeckschienen genutzt werden. Dehnungsfugen lassen sich auch mit entsprechender Fugenmasse verfüllen. Wichtig ist dabei, dass es sich um eine flexible Fugenmasse handelt, da sonst die Funktion der Dehnungsfuge nicht mehr gewährleistet wäre.

Warum ist die Dicke von Parkett so wichtig?

Je dicker ein Parkettboden ist, desto häufiger kann er abgeschliffen werden. Dies ist vor allem für beim Schleifen des Parketts wichtig, denn so können mithilfe einer professionellen Parkettschleifmaschine Kratzer und andere Gebrauchsspuren entfernt werden. Auch Schäden, die durch Feuchtigkeit verursacht werden, lassen sich durch Abschleifen korrigieren.

Die Renovierung eines Parketts sollte etwa alle 10 bis 15 Jahre durchgeführt werden. Pro Schleifgang entfernt man 0,3 bis 0,5 mm der Oberfläche. Wählt man daher gleich zu Beginn einen etwas dickeren Parkettboden, wirkt sich das nachhaltig auf seine Lebensdauer aus.

Zwar ist ein Parkett, das eine hohe Stärke aufweist, etwas kostspieliger, jedoch kann ein dickes Parkett mehrere Jahrzehnte überdauern, sodass keine teure Neuanschaffung notwendig ist. Spart man allerdings bei der Stärke eines Parkettbodens, muss mitunter bereits nach einigen Jahren ein neuer Bodenbelag verlegt werden, was noch höhere Kosten verursacht.

Wie dick ein Parkett sein soll, hängt ebenfalls davon ab, ob eine Fußbodenheizung genutzt werden soll oder nicht. Je höher die Dicke, desto höher ist der Wärmedurchlasswiderstand – der betroffene Raum erwärmt sich daher langsamer. Wer also mit einer Fußbodenheizung heizt, sollte bei der Wahl eines Parkettbodens darauf achten, dass dieser nicht zu dick ist.

Welche Parkettarten gibt es?

Wie dick der Bodenbelag ist, hängt immer davon ab, um welche Parkettart es sich handelt. Grundsätzlich gibt es zwei verschiedene Arten, die sich hinsichtlich ihres Aufbaus und ihrer Stärke unterscheiden: Massivparkett und Fertigparkett.

Das Massivparkett – auch häufig als Einschichtparkett bezeichnet – ist der Klassiker unter den Parkettböden. Bei der Verlegung wird es vollflächig verklebt und erst anschließend geschliffen und versiegelt. Es besteht aus einer durchgängigen Schicht Vollholz, welches sehr hochwertig ist.

Massivparkett zeichnet sich vor allem dadurch aus, dass es besonders widerstandsfähig und somit auch langlebig ist. Es ist erhältlich in Stärken von 8 bis 22 mm und kann daher mehrfach renoviert werden. Die Lebensdauer der meisten Massivparkettböden beläuft sich daher auf mehrere Jahrzehnte.

Wer sich für Massivparkett entscheidet, hat die Wahl aus unterschiedlichen Varianten:

  • Stabparkett besteht aus Parkettstäben aus dickem Massivholz oder Parkettriemen, die eine Stärke von 10 oder 22 mm aufweisen. Es kann ca. 5-7 mal abgeschliffen werden.
  • Mosaikparkett besteht aus einzelnen Vollholzlamellen mit einer Dicke von 8 mm. Daher kann man es etwa 4-5 mal abschleifen.
  • Bei Lamparkett handelt es sich um Parketthölzer aus einem Stück Holz, welche 10 mm stark sind und 4-5 mal abgeschliffen werden können.
  • Tafelparkett setzt sich aus verschieden großen Holzelementen zusammen, die geometrische Muster bilden. Es ist meist 22 mm dick und kann 5-5 mal abgeschliffen werden.

Eine weitere gängige Variante des Parketts ist Fertigparkett, welches auch unter dem Namen Mehrschichtparkett bekannt ist. Dieses besteht anders als das Massivparkett nicht aus einer durchgängigen Schicht, sondern aus mehreren Schichten, die miteinander verleimt sind.

Bei der Lieferung ist es bereits vorbehandelt und mit Öl oder Lack versiegelt. Somit spart man sich diesen Arbeitsschritt nach der Verlegung und kann den Boden sofort betreten – daher auch die Bezeichnung Fertigparkett.

Entscheidet man sich für ein Mehrschichtparkett, kann man aus zwei- oder dreischichtigem Parkett wählen. Zweischichtparkett besteht aus einem Trägermaterial, welches meist aus Holzverbundstoff-Platten oder günstigem Holz besteht, und einer Nutzschicht aus hochwertigem Echtholz. Dreischichtparkett ähnelt sich dem Aufbau sehr stark, verfügt allerdings noch über einen zusätzlichen Gegenzug, der für eine höhere Stabilität des Bodenbelags sorgt. Die Dicken/Stärken von Fertigparkett variieren von Hersteller zu Hersteller. Daher können wir hierzu keine allgemeinen Angaben wie bei Massivparkett machen.

Weitere Tipps zur Bestimmung der Parkettstärke

Bei einer Renovierung des Parketts ist immer die Nutzschicht ausschlaggebend, daher bezieht sich die Stärke immer auf die oberste Schicht des Parkettbodens. Wie dick der Träger der Nutzschicht ist, spielt für die Langlebigkeit eines Parketts nur eine sekundäre Rolle.

Fazit

Bei der Wahl eines Parketts ist nicht nur ausschlaggebend, welche Parkettart man optisch am ansprechendsten findet, sondern auch, welche Stärke die jeweilige Variante hat. Diese ist ausschlaggebend dafür, wie häufig man den gewählten Bodenbelag abschleifen kann und hat somit Einfluss auf seine Langlebigkeit. Daher sollte man vor dem Kauf eines Parketts immer verschiedene Faktoren in die Überlegungen miteinbeziehen.

Wann ist ein Estrich bereit für die Belegung mit Parkett?

Bevor Parkett auf einem neuen Estrich verlegt wird muss der Estrich seine sog. „Gleichgewichtsfeucht“ erreicht haben. Belegt man den Estrich zu früh mit Parkett, muss mit erheblichen Schäden am Parkett gerechnet werden. Diese lassen sich in der Regel nicht durchs Abschleifen des Parketts korrigieren, sondern erfordern oft das vollständige Entfernen des Parkettbodens.

Die üblichen Trocknungszeiten variieren je nach gewähltem Estrich:

Wann kann Parkett auf Zementestrich verlegt werden?

Der wohl am häufigsten verwendete Estrich, der aus Sand, Zement und Wasser besteht, ist bei optimalen Voraussetzungen nach 2 bis 3 Tagen begehbar. Nach 10 Tagen kann er voll belastet werden und nach etwa 4 Wochen kann meist ein Bodenbelag darauf angebracht werden. Für die Belegung mit Parkett muss jedoch zwingend eine CM-Messung gemacht werden, da der Parkettboden sonst durch mögliche Restfeuchte irreparabel beschädigt werden kann.

Wann darf Parkett auf Anhydritestrich verlegt werden?

Durch das Bindemittel Anhydrit ist die Trocknungsphase dieser Estrich-Art erheblich verkürzt. Er ist wesentlich schneller belegereif als ein Zementestrich. Allerdings auch bei dieser Estrichart muss zwingend eine Feuchtemessung erfolgen, bevor er mit Parkett belegt wird. Alles andere ist unverantwortlich und kann im Schadensfall sehr teuer werden.

Wann kann Parkett auf Trockenestrich/Fermacell-Platten verlegt werden?

Wie der Name schon andeutet, ist bei Trockenestrich keine Trockenzeit zu beachten. Es handelt sich hierbei um vorgefertigte Platten, die aus Gipskarton oder zement-gebundenen „Spanplatten“ bestehen.

Ist die Trocknungszeit des jeweiligen Estrichs vorüber, sollte man in jedem Fall eine Restfeuchtemessung durchführen. Bei Zementestrich beträgt die zulässige Restfeuchte 2 %, bei Anhydritestrich 0,5 %.

Wichtig: heutzutage gibt es auch verschiedene Mischformen von Estrichen, die weder reiner Anhydrit- noch reiner Zementestrich sind. In diesen Fällen sind die hier gemachten Angaben nicht zuverlässig. Sie müssen vor der Verlegung von Parkett auf jeden Fall den Hersteller des Estrichs kontaktieren, um die nötige Trocknungszeit zu erfahren.

Gemessen wird mithilfe der Calciumcarbid-Methode (kurz: CM-Methode). Hierzu verwendet man ein spezielles Gerät, das eine mit Calciumcarbid aufgeschüttelte Estrich-Probe mit einem Manometer misst und die Restfeuchtigkeit bestimmt. Um auf der sicheren Seite zu sein, empfiehlt es sich, diese Messung von einem Fachmann durchführen zu lassen.

Kriterien eines optimalen Estrichs

Parkett kann auf verschiedenen Unterböden verlegt werden – sei es PVC, Filz oder Stein. Die Hauptsache ist, dass der Untergrund fest, eben und vor allem trocken ist. Lässt man ein Parkett von einem Fachmann verlegen, wird das Ergebnis mithilfe der Normen DIN 18365 (für Bodenbelagsarbeiten) und DIN 18356 (für Parkettarbeiten) geprüft.

Häufig verlegt man Parkett jedoch nicht auf einen bestehenden Bodenbelag, sondern auf einen neu errichteten Estrich. Dabei gilt es allerdings zu beachten, dass der Estrich vollkommen eben ist. Nur so erzielt man ein schönes und der Norm entsprechendes Endergebnis.

Somit sollte jeder Estrich vor der Verlegung eines Parketts mithilfe von einer Richtlatte oder einer Wasserwaage überprüft werden. Falls er in puncto Ebenheit nicht der Norm entspricht, ist es zwingend notwendig, ihn entsprechend zu korrigieren.

Ein ebenso wichtiges Kriterium für einen Estrich ist die Festigkeit, damit er eine hohe Tragfähigkeit erreicht. Anderenfalls kann Parkett nicht ordnungsgemäß verlegt werden.

Daher überprüft man den Unterboden vor der Verlegung mittels „Gitterritzprüfung„:

Mit einem speziellen Ritzgerät werden rautenförmig angeordnete Linien eingeritzt. Hat man kein Ritzgerät zur Hand, funktioniert ein anderer spitzer Gegenstand in der Regel genauso gut. Kommt es zu Ausbrüchen oder Absandungen, ist der Estrich nicht fest genug und muss nachgebessert werden.

Ein weiteres entscheidendes Kriterium für einen guten Estrich ist, dass er vollständig durchgetrocknet ist. Befindet sich nämlich eine zu hohe Feuchtigkeit im Unterboden, führt das in den meisten Fällen zu Schäden des darauf angebrachten Bodenbelags.

Ganz egal, ob Parkett, Vinyl oder Kork – eine zu geringe Trockenheit des Estrichs schädigt jeden Boden. Der Bodenbelag kann aufquellen und damit Dellen erhalten, was nicht nur unschön aussieht, sondern auch gefährlich sein kann wegen entstandener Stolperfallen.

So trocknet Estrich am besten

Sich an die angegebene Trockenzeit zu halten, ist unumgänglich. Außerdem kann man die Trocknungsphase durch optimale Bedingungen unterstützen. So geht man sicher, dass der Estrich am Ende der Trockenzeit wirklich den Anforderungen entspricht:

  • Wärme: Bei einer Temperatur zwischen 13 und 30 Grade trocknet Estrich am besten. Eine Mischung aus kalter Frischluft und einer bereits erwärmten Raumluft schafft die optimalen Voraussetzungen für ein zügiges Trocknen des Unterbodens. Zu warm sollte der Raum in der Anfangsphase der Trocknung allerdings nicht sein: Dadurch können unschöne Risse im Estrich entstehen. Daher wird empfohlen, einen Estrich erst nach 21 Tagen zu Beheizen.
  • Lüften: Durch Lüften wird das Trocknen beschleunigt. Insbesondere bei Neubauten ist regelmäßiges Stoßlüften zu empfehlen.
  • Luftzirkulation: Viele nutzen spezielle Trocknungsventilatoren, um einen Estrich schneller zu trocknen. Dieser sorgt für eine bessere Luftzirkulation und entfernt dadurch die Feuchtigkeit.
  • Kondensatortrocknung: Um einen Estrich schnell zu trocknen, kann zudem ein spezieller Kondensator aufgestellt werden. Dieser zieht die Feuchtigkeit aus der Luft und beschleunigt den Prozess damit.

Fazit

Um einen optimalen Unterboden für ein hochwertiges Parkett zu schaffen, muss der Estrich einige Anforderungen erfüllen. Zudem sind die Kriterien stark davon abhängig, für welche Art des Estrichs man sich entscheidet. Mithilfe einer Restfeuchtemessung und dem Rat eines Experten kann festgestellt werden, wann ein Estrich seine Belegreife erhalten hat. Dann steht der Verlegung des Parketts nichts mehr im Weg.

Mit welchem Öl sollte mein Parkett geölt werden?

Die Internetforen sind voll mit der immer widerkehrenden Frage „Was ist besser: Parkett ölen oder versiegeln?“.

Dieser Artikel gibt Ihnen eine kurze Übersicht über die Möglichkeiten bei der Beschichtung Ihres Holzbodens. Die Frage nach der richtigen Parkettversiegelung haben wir bereits an anderer Stelle erläutert. Hier soll es deshalb ausschließlich um das Thema „Parkett ölen“ gehen.

Empfohlene Parkettöle aus diesem Beitrag:

CONTURA NATUR Hartwachsöl Holzschutz Holzöl Parkett- Fussboden- Möbel Öl Wachs Holzwachs 2,5 Liter Farblos anfeuernd Hartöl*
OLI-NATURA Hartwachsöl, geprüft Allergikerfreundlich, Inhalt: 1 Liter, Natur*
Osmo Hartwachs-Öl Original 3032 Farblos seidenmatt - 2,5 Liter*
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Welche Parkett-Öle gibt es?

Öl ist nicht gleich Öl. Während man einen einfachen Holztisch sogar mit Olivenöl behandeln kann, sollte man sich vor dem Parkett ölen etwas genauere Gedanken darüber machen, welches Öl auf dem eigenen Parkettboden zum Einsatz kommt.

Die verschiedenen Arten von Parkett-Öl unterscheiden sich erheblich in der Pflegeleichtigkeit und in der Haltbarkeit. Nachfolgend sind die besten Parkett-Öle aufgeführt:

Parkett mit Hartöl behandeln

Sogenanntes Hartöl wird gerne im Wohnbereich zum Ölen von Parkett verwendet. Dabei handelt es sich meist um eine Mischung verschiedener Öle, wie z.B. Leinöl und Walnussöl.

Diese Ölsorten weisen nach der Aushärtung eine besonders hohe Beständigkeit auf. Der Vorteil von Hartöl ist, dass der Parkettboden vollkommen „offenporig“ bleibt. Das bedeutet, das Parkettöl bildet keine Schicht, wie z.B. bei einer Parkettversiegelung, sondern hat eher „imprägnierenden“ Charakter.

So absorbiert ein mit Hartöl geölter Parkettboden z.B. Gerüche, da ein starker Austausch des Holzbodens mit der Raumluft stattfindet. Dies ist bei einem lackierten Holzboden nur sehr eingeschränkt möglich.

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Parkett mit Hartwachsöl ölen

Ein mit Hartwachsöl geölter Parkettboden ist schon eher mit einer Versiegelung vergleichbar. So bildet das Hartwachsöl eine dünne Schicht auf der Holzoberfläche. Die Holzporen werden dadurch verschlossen und es findet weniger Raumluftaustausch statt. Dafür ist der Parkettboden nach dem Ölen leichter zu pflegen als ein offenporig ( = mit Hartöl) geölter Parkettboden. Hartwachs-Öl wird häufig beim Dielen schleifen verwendet, weil es der Holzdiele einen natürlichen Farbton verleiht.

Parkett ölen oder versiegeln - Geöltes Parkett muss ab und an nachpoliert, bzw. nachgeölt werden.
Nachdem das Öl aufgetragen wurde, wird es mit der Einscheibenmaschine poliert

Hartwachsöl hat einen recht hohen Lösungsmittelanteil, weshalb es in der EU wohl innerhalb der nächsten Jahre verboten werden wird. Ausweichprodukte sind bereits im Handel erhältlich. So bieten einige Hersteller mittlerweile schon Hartwachsöl auf rein natürlicher Basis an.

Parkett nach dem Ölen mit Wachs behandeln

Speziell beim Fall des Hartöles gibt es noch die Möglichkeit, nach dem Parkett ölen ein spezielles Wachs auf den Boden aufzutragen. Dabei wird der Parkettboden erst nach der vollständigen Trocknung des Parkettöls mit einem Glattspachtel und einer pastösen Wachsmasse überzogen. Anschließend wird der Parkettboden poliert.

So lässt sich auch bei einem offenporig geölten Parkettboden eine ähnliche Wirkung wie bei Hartwachsöl oder Lack erzielen. Geöltes Parkett ist jedoch in jedem Falle aufwendiger in der Pflege & Unterhaltsreinigung, als ein versiegelter Parkettboden.

Parkett ölen oder versiegeln: Ein Pflegewachs sorgt für langanhaltenden Schutz.
Mit einer Pumpsprühflasche lässt sich Pflegewachs ganz einfach auftragen.

Parkett ölen – wie läuft die Pflege ab?

Die Pflege eines geölten Parketts ist in der Regel recht einfach. Vor allem im Wohnbereich genügt es oft schon, den Parkettboden einfach nur abzusaugen. Ein bis zwei Mal in der Woche können Sie den geölten Parkettboden feucht wischen.

Die Pflege eines mit Hartöl geölten Parkettbodens

Wie bereits oben erwähnt, ist ein mit Hartöl behandelter Parkettboden offenporig. Daher saugt er stärker als andere Böden.

Sie sollten daher die Bildung von Pfützen beim Wischen unbedingt vermeiden. Außerdem sollten Sie zum Wischen eine sog. Holzbodenseife verwenden. Nur so ist sichergestellt, dass der Parkettboden auch weiterhin mit pflegenden Wachsen gesättigt bleibt.

Alternativ bieten manche Hersteller eine spezielle Wischpflege für geölte Parkettböden an.

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Die Pflege eines mit Hartwachsöl geölten Parkettbodens

Da Hartwachsöl eine Schicht auf dem Holz bildet, verträgt es etwas mehr Wasser als ein offenporiger Parkettboden. Allerdings gilt auch hier: vermeiden Sie unbedingt die Bildung größerer Pfützen. Sonst kann Ihr Parkett aufquellen und bleibende Schäden davontragen.

Insbesondere bei Grundreinigungen ist dies ein oft unterschätzter Faktor.

Geöltes Parkett kann mit einem Pflegeöl länger haltbar gemacht werden.
Mit einem Wischwiesel lässt sich Pflegemittel einfach verteilen

Sie können Hartwachsöl in der Regel einfach feucht wischen. Von Zeit zu Zeit sollten Sie eine Wischpflege verwenden, um die Wachsschicht dauerhaft zu erhalten. Welche Produkte Sie am besten für Ihren Parkettboden verwenden, erfahren Sie bei Ihrem örtlichen Parkett-Schliff Partner.

Parkett ölen – Die Nachteile

So schön ein geölter Parkettboden auch sein kann – die Pflege ist leider etwas aufwendiger als bei einem versiegelten Parkettboden.

Wie Sie bereits wissen, ist z.B. beim feucht Wischen höhere Vorsicht geboten. Auch sollte ein geölter Parkettboden hin und wieder mit einem Pflegeöl nachbehandelt werden. Dies kann im Wohnbereich erst nach einigen Jahren nötig werden. Auf gewerblich genutzten Flächen, eher häufiger.

Wenn Ihr Parkett zuvor versiegelt war und nach dem Parkett schleifen geölt wird, kann es außerdem sein, dass an wenigen Stellen winzige Risse sichtbar werden. Diese, sogenannten „Windrisse“ sind Micro-Risse im Holz. Meist sind diese durch die Versiegelung verklebt oder einfach unsichtbar. Durch die offenporige Oberfläche eines geölten Parkettbodens kommen diese dann zum Vorschein. Zudem können einzelne Fugen bei geöltem Parkett heller erscheinen, z.B. wenn heller Parkettkleber zwischen den Fugen durchscheint.

Da ein geölter Boden jedoch auch in Fugen und Micro-Rissen imprägniert ist, brauchen Sie sich um möglicherweise eindringendes Wasser nicht zu sorgen.

Geölte Böden sind weiterhin sehr beliebt. Man sagt ihnen ein angenehmeres “Barfuß-Geh-Gefühl” nach. Die Oberfläche fühlt sich wärmer an und man hat die direkte Verbundenheit zur Natur. Doch wer einen geölten Parkettboden besitzt, muss sich bewusst sein dass der Pflegeaufwand mit unter immens sein kann.

Bei einem einzelnen Zimmer hält sich dies noch in Grenzen, doch bereits ab Flächen von einer Größe > 70m² wird die regelmäßige Pflege sehr zeitaufwendig. Ein geölter Parkettboden muss bei der Feuchtreinigung immer mit einer Holzbodenseife gereinigt werden. Nachdem der Boden getrocknet ist, wird in der Regel noch ein Pflegeöl aufgebracht. Im Optimalfall sollte hierzu die gesamte Fläche freigeräumt sein.

Parkett ölen/versiegeln: versiegeltes Parkett ist pflegeleichter.

Geölte Böden im Objektbereich

Dass dieser Aufwand gerade im Objektbereich des öfteren zu Problemen führt ist kein Wunder. Das Putzpersonal muss stets mit der Pflege vertraut sein. Sobald hier ein Wechsel oder nur eine Vertretung stattfindet ist die falsche Pflege für den Parkettboden vorprogrammiert. Gerade auf Verkaufsflächen mit hoher Besucherfrequenz ist die wöchentliche Unterhaltspflege ein Muss. Wird dies vernachlässigt, wird der Parkettboden auch nach dem Abschleifen und Ölen wieder sehr schnell grau und stumpf.

Wenn eine geölte Oberfläche aus Gründen der Optik oder des Corporate Designs unumgänglich ist, sollte die Pflege im Voraus geklärt werden. Ein Wartungsvertrag für die regelmäßige Unterhaltsreinigung bzw. Parkettpflege kann hier sehr nützlich sein.

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Internetforen und Youtube sind voll von “How to” Videos zum Thema Parkett selbst schleifen. Doch was hier so locker und einfach aussieht, ist alles andere als einfach. Mal eben eine Maschine aus dem Baumarkt oder Mietpark ausleihen und los gehts. So oder ähnlich gehen die meisten Heimwerker das Projekt “Parkettrenovierung” an.

Nicht dass es unmöglich wäre, einen Holzboden selbst zu renovieren. Am Anfang lautet die Frage jedoch: “Lohnt sich das überhaupt?

Parkett selbst schleifen
Ganz genau hinsehen: eine Schleifwelle im Boden, verursacht durch falsche Maschinenführung.

Wer noch nie seinen Holzfußboden selbst saniert hat und noch nie hinter einer Parkettschleifmaschine stand, wird vielleicht verwundert sein, wie viel Feingefühl das Führen einer solchen benötigt und wie schnell eine Delle ins Parkett geschliffen ist.

Wir sehen regelmäßig Holzfußböden, die im Selbstversuch renoviert wurden und haben weiter unten einige Exemplare davon aufgeführt 🙂

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▶️ Für wen lohnt es sich, Parkett selbst zu schleifen?

In den meisten Fällen lohnt es sich nur für einen: den Baumarkt. Dieser verdient nämlich gleich mehrfach:

  1. Am Verleih der Parkettschleifmaschinen (tageweise)
  2. Am Verkauf möglichst vieler Schleifbänder
  3. Am Verkauf von möglichst viel Parkettversiegelung

Wussten Sie, dass Leihmaschinen aus Baumärkten zwar meist vom selben Hersteller wie Profi-Maschinen stammen, aber nur über die Hälfte der Motor- und Schleifleistung verfügen?

Zunächst hat dies natürlich den Vorteil, dass der ungeübte Laie seinen Boden nicht so schnell beschädigt, wenn er einen Schleiffehler verursacht. Viel wichtiger ist jedoch, dass er dadurch im Schnitt drei Mal so lange für die Arbeit benötigt, wie ein Profi.

Außerdem benötigt er auch ein Mehrfaches an Schleifbändern und Schleifscheiben.

▶️ Die Kosten für Zubehör im Baumarkt

Schleifbänder, Schleifscheiben, Parkettlack, Polierpads etc. – alles was wichtig ist zum Parkett schleifen, bekommt ein Profi-Betrieb zum Bruchteil der Verkaufspreise im Baumarkt geliefert.

Wer diese anspruchsvolle Arbeit dennoch selbst ausführen möchte, spart im Vergleich zur Beauftragung eines professionellen Parkettlegers nicht viel. Aus diesem Grund ist ungeübten Laien vom Do-it-yourself-Projekt „Parkett abschleifen“ eher abzuraten.

Selbst die meisten Maler und Raumausstatter – Ihres Zeichens gestandene Allround-Handwerker – scheuen sich vor dieser Arbeit.

Zu heikel sind die Anforderungen an eine perfekte Oberfläche. Die meisten Schleiffehler werden erst nach dem Lackieren sichtbar und können die Gesamtoptik des Holzbodens nach dem Abschleifen empfindlich beeinträchtigen (Beispiele weiter unten).

▶️ Video-Tutorial Parkett abschleifen – Anleitung

▶️ Kann ich mein Parkett selbst färben?

Noch eine Portion anspruchsvoller ist das Färben von Parkettböden. Hier ist eine absolut sauber geschliffene Oberfläche gefragt. Selbst kleinste Schleiffehler sind nach dem Färben deutlich sichtbar.

Wir möchten ambitionierte Heimwerker nicht entmutigen, wenn wir sagen „Die meisten dieser Projekte scheitern“. Jedoch ist genau dies seit Jahren unsere Beobachtung. Nach dem ersten Versuch entscheiden sich die meisten, die mühevoll aufgetragene Farbe wieder “runterzuschleifen“.

⚠️ Das ist leichter gesagt als getan:

Die aufgetragene Farbe sitzt nun in den Fugen zwischen den einzelnen Stäben. Bei Mosaik- und sonstigen Lamellenböden ist dies generell der Fall. Schleift man nun die Farbe wieder herunter, ist der Holzboden zwar frei von Farbresten, dafür sind jedoch die Fugen noch immer dunkel. Besonders bei helleren Hozarten wie Ahorn, Eiche oder Buche fällt dies sehr stark auf.

Färbearbeiten sind daher nicht mehr wirklich rückgängig zu machen.

Parkett selber schleifen: schief gegangen
Glück gehabt: die Farbe ließ sich zum Glück mit der Schleifmaschine wieder entfernen. Was bleibt, sind dunkle Fugenbereiche.

▶️ Häufige Probleme beim Parkett abschleifen – vermeiden Sie diese Fehler!

❗ Problempunkt Nr. 1 – Der alte Lack

Parkettschleifmaschinen aus dem Baumarkt, bzw. Mietmaschinen haben eine schwache Motorleistung.

Wie eingangs erwähnt, halten die Schleifmittel aus dem Baumarkt/Mietpark in der Regel nur sehr kurz.

Das führt dazu, dass nach dem Grobschliff Lackreste auf der Fläche verbleiben. Teile des Bodens sind bereits roh geschliffen, an anderen Stellen verbleibt jedoch eine hauchdünne Lackschicht.

Es sollte mindestens 0,2 – 0,5 mm abgeschliffen werden, um sicherzugehen, dass der alte Lack wirklich überall gleichmäßig entfernt wurde.

Teilweise sitzt der Lack sehr tief im Holz. Dies kann je nach Holzart variieren. Bei Hirnholz wie z.B. Holzpflaster oder ähnlichem kommt es immer wieder vor, dass die alte Versiegelung auch noch sehr viel tiefer “verankert” sein kann. Leihmaschinen sind für die Beseitigung solch dicker Schichten ungeeignet.

Parkett selbst abschleifen
Nicht schön anzusehen: ein Malerbetrieb hatte den Boden mit einer Mietmaschine geschliffen und anschließend versiegelt. Im Bild sieht man die unschöne Schattierung, hervorgerufen durch (unsichtbare) Lackreste auf dem Holz.

Verbleibende Lackreste fallen nach dem ersten Schleifgang leider nicht mehr auf. Denn eine Parkettversiegelung, die zwar angeschliffen, aber nicht abgeschliffen ist, neigt dazu weißlich zu werden.

Man spricht vom sog. Weißbruch der Versiegelung. Nur das geschulte Auge kann solche Stellen noch vom rohen Holz unterscheiden.

Die meisten Laien fahren deshalb mit den feineren Schleifgängen fort und bemerken diese Stellen nicht weiter.

Die Folge daraus wird leider erst nach dem Versiegeln klar:

Überall, wo noch Rückstände der alten Versiegelung vorhanden sind, wird der Fußboden wieder gelblich. Wo das Parkett hingegen roh geschliffen wurde, erhält es den natürlichen Farbton eines frisch versiegelten Bodens. Man hat nun eine Fläche die von “gelben Flecken” übersäht ist (Bild oben).

❗ Problempunkt Nr. 2 – Woran die meisten scheitern

Wer dennoch die Hürden mit der Maschinenführung überwunden hat und selbst die Schleifehler in mühevoller Kleinarbeit entfernt hat, kommt nun endlich zum spannenden Teil: Parkett abschleifen und versiegeln.

Nicht nur für Profis stellt dies den schönsten Teil der Arbeit dar. Endlich bekommt der Boden seinen letzten Feinschliff und kann anschließend “eingelassen” werden.

Das Versiegeln eines Bodens ist nicht mit dem Streichen einer Wand vergleichbar.

Parkett selbst schleifen und versiegeln
Beim Versiegeln „schwimmt der Boden im Lack“. Hierbei muss der Lack sehr gleichmäßig aufgetragen werden. Bilden sich kleine Pfützen, sind diese nach der Trocknung deutlich sichtbar.

Zwar nutzt man hierzu meist auch Walze und Pinsel, die Arbeitsgänge sind jedoch grundverschieden. Es benötigt sehr viel Übung und Feingefühl, die Versiegelung überall gleichmäßig zu verteilen.

Anders als beim Streichen einer Wand, können bereits versiegelte Bereiche nicht einfach “nachgestrichen” werden. Man arbeitet sich nämlich “rückwärts aus dem Zimmer heraus”.

Stellen die man erst vor 2 Minuten bearbeitet hat sind dann meist nicht mehr erreichbar.

❗ Problempunkt Nr. 3 – Der Zwischenschliff

Der Zwischenschliff wird von vielen Heimwerkern ignoriert oder zumindest unterschätzt.

Nicht weil sie sich nicht trauen, sondern weil Ihnen niemand etwas davon gesagt hat. So enden viele do-it-yourself Parkettrenovierungen mit einer rauen Oberfläche. Einmal lackiert und fertig. Wer sich jedoch zuvor gut informiert hat, geht nun den Zwischenschliff an.

Hierbei ist es extremst wichtig, nicht zu lange auf einer Stelle zu verharren. Wer nur 2 Sekunden zu lange mit der Maschine an einer Stelle verweilt, läuft Gefahr die Versiegelung an dieser Stelle durchzuschleifen. Meistens fällt das beim Zwischenschleifen noch gar nicht auf.

Einer der schwierigsten Schritte: beim Zwischenschliff darf die Lackoberfläche nur vorsichtig angeschliffen werden. Sonst riskiert man Fleckenbildung nach der letzten Versiegelungsschicht.

Besonders schwierig ist dies beim Dielen schleifen, da hier oft gröbere Unebenheiten auch nach dem Abschleifen noch vorhanden sind.

Spätestens wenn die nächste Versiegelungsschicht aufgetragen wird, kommt es zur Bildung von Farbunterschieden. Im besten Falle bleiben diese als leichte Schattierungen sichtbar. Meistens jedoch heben sich die Stellen am Endergebnis deutlich als hell/dunkle Flecken ab.

▶️ Lohnt sich Parkett selber schleifen?

Dieser Artikel soll Ihnen nicht die Lust an der Renovierung nehmen.

Er soll all diejenigen warnen, die noch nie hinter einer Parkettschleifmaschine standen. Zu oft sehen wir die Ergebnisse solcher Experimente selbst vor Ort. Gerade im Renovierungsbereich, wo oft Zeitdruck vorhanden ist, kann diese Sparmaßnahme schnell nach hinten losgehen.

Wer sich ernsthaft mit dem Thema Parkettboden schleifen, befassen möchte, sollte einen Profi fragen, ob er zumindest 1-2 Tage mit dabei sein darf. So kann man sich zumindest die Basics ansehen und die Schwierigkeiten des eigenen Bodens vorher abschätzen. Wer dann noch genügend Zeit, Geduld und Sorgfalt aufbringt, wird auch ein entsprechendes Ergebnis erzielen können.

Parkett selber abschleifen
Ein Negativbeispiel: Schleifwellen und Schleifspuren sind deutlich zu sehen. Im Rohzustand war dies für den Laien jedoch nicht erkennbar. Erst nach dem Ölauftrag traten die Schleifspuren deutlich hervor.

▶️ Lohnt es sich, einen Fachbetrieb zu beauftragen?

Immer wieder bekommen wir diese Frage gestellt: „Lohnt sich das überhaupt, meinen alten Boden noch einmal abzuschleifen?“

⭐ Es lohnt sich in doppelter Hinsicht:

1. Finanziell, im Vergleich zu einer Neuverlegung

2. Optisch

⭐ Der finanzielle Aspekt beim Parkett aufarbeiten

Manchmal haben wir im Gespräch mit unseren Kunden schon den Satz gehört: „Aber bei diesen Kosten, bekomme ich ja einen neuen Laminatboden oder sogar ein günstiges Fertigparkett!“

Wenn man den Preis isoliert betrachtet, müsste man hier zweifelsohne zustimmen. Erst wenn man den Gesamtaufwand für eine Neuverlegung betrachtet, wird klar, dass dies noch viele weitere Kosten mit sich brächte.

Die Aufarbeitung des Bodens ist einer Neuverlegung wirtschaftlich meistens überlegen.

⚠️ Vorsicht beim Kostenvergleich mit Neuverlegungen:

  1. Der alte Boden muss zunächst entfernt werden. Dies kann bei einem verklebten Boden zur bösen Überraschung werden. Meistens trennt sich das Parkett bei dem Versuch, es zu entfernen, in mehrere Teile auf, sodass z.B. die untere Schicht auf dem Estrich kleben bleibt und erst im Nachhinein noch mit einer speziellen Fräse entfernt werden muss.
  2. Der alte Untergrund muss im Anschluss wieder eingeebnet werden. Dazu wird er zunächst geschliffen, dann grundiert und anschließend mit einer zementären Ausgleichsmasse vollflächig verspachtelt.
  3. Der neue Holzfußboden und passende Sockelleisten müssen gekauft werden. Zusätzlich kommt eine Trittschalldämmung oder bei fester Verklebung ein elastischer Parkettkleber zum Einsatz.
  4. Der neue Fußboden muss verlegt werden

All diese Punkte sorgen dafür, dass die Neuverlegung der Sanierung finanziell deutlich unterlegen ist. Der reine Materialpreis für den Boden macht nur einen Bruchteil der Gesamtkosten aus und ist daher nicht mit den Preisen fürs Parkett schleifen vergleichbar.

⭐ Der optische Aspekt beim Parkett schleifen

Beim Parkett abschleifen werden in der Regel die folgenden Makel an Ihrem Boden beseitigt:

  • Kratzer und Dellen,
  • Verfärbungen durch UV-Licht,
  • Verfärbungen durch Schmutz,
  • Verfärbungen durch Wasserschäden,
  • Fehlstellen,
  • Windrisse,
  • Große Fugen
  • etc.

Sollten sich einzelne, sehr tiefe Dellen oder Macken in Ihrem Holzboden befinden, so können diese mit einem speziellen Holzkitt, bzw. auch noch im Nachhinein mit einem Parkett Reparatur-Set repariert werden.

Die Renovierung von Parkettböden lohnt sich also sowohl finanziell, als auch optisch.

Es gibt kaum einen Fall, bei dem sich eine Renovierung nicht lohnen würde.

▶️ Vorher-/Nachher-Vergleiche:

▶️ Wie oft lässt sich mein Parkett abschleifen?

Nicht jedes Parkett kann mehrfach renoviert werden. Dies hängt entscheidend davon ab, ob die Nutzschicht Ihres Bodens stark genug ist.

Ein massiver Holzboden hat keine eigentliche Nutzschicht. Dieser besteht – wie der Name sagt – aus einem massiven Stück Holz.

Parkett schleifen wie oft
Echtes Stabparkett: 22 mm Gesamtdicke

Als Nutzschicht bezeichnet man eine relativ dünne Holzschicht, die bei mehrschichtigem Fertigparkett den obersten Teil bildet. Dieser Teil ist der einzige der wirklich „benutzt“ wird und heißt darum Nutzschicht.

❓ Wie oft kann man Parkett abschleifen?

Wir können Ihnen hier nur unverbindliche Richtwerte geben. Eine verbindliche Aussage hierzu können wir erst treffen, wenn wir Ihren Boden vor Ort besichtigt haben.

Die folgenden Werte sind jedoch unserer Erfahrung nach zuverlässig:

  • Fertigparkett abschleifen, bis 4 mm Nutzschicht: 1x
  • Fertigparkett abschleifen, bis 6 mm Nutzschicht: 2x
  • Fertigparkett mit MDF-/HDF-Träger: nicht schleifbar 
  • Furnierboden (1mm Furnier): nicht schleifbar 
  • (Mosaik-) Massivparkett 8mm: 4-6x 
  • (Lam-) Massivparkett 10 mm: 4-6x 
  • (Stab-) Massivparkett 22mm: 6-8x

⭐ Faktor #1: die Dicke der Nutzschicht

Die Dicke der Nutzschicht ist nun der erste entscheidende Faktor bei der Frage „Wie oft kann man Parkett abschleifen“. Ist die Nutzschicht sehr dünn (1 – 2,5 mm) handelt es sich um einen Furnierboden.

Ein Furnierboden kann nicht wirklich renoviert werden, weil die Gefahr besteht, dass der Boden durchgeschliffen wird. Darum klären wir im Vorfled ab, wie stark die Nutzschicht Ihres Bodens ist und ob die Parkettrenovierung möglich ist oder nicht.

Eine „gute“ Nutzschicht hat mindestens 3,5 mm Dicke.

Noch besser, dafür aber sehr selten anzutreffen, sind Nutzschichten mit einer Stärke von 6 mm und mehr.

Sie können die Stärke Ihrer Nutzschicht ganz einfach selbst feststellen, indem Sie sich den Querschnitt Ihres Fußbodens ansehen.

Das geht am einfachsten z.B. an einer Stelle mit einer Abdeckschiene oder z.B. beim Auslass von Heizkörperrohren. Heben Sie die Schiene oder Rohrabdeckung einfach an und leuchten Sie mit einer Taschenlampe den Querschnitt an.

Handelt es sich nun um ein Mehrschicht Fertigparkett, lässt sich die oberste Schicht deutlich vom Rest des Elements unterscheiden.

Messen Sie nun mit einem Lineal oder ähnlichem, wie dick die Nutzschicht ist.

⭐ Faktor #2: der Aufbau der Mittellage

Ein weiterer Faktor, der die Renovierung Ihres Bodens limitieren kann, ist der Aufbau der Mittellage Ihres Fußbodens.

Bei der Sanierung werden in der Regel Wasserlacke aufgetragen. Dies hat in der Vergangenheit des öfteren zu Problemen mit sog. „MDF-/HDF-Trägern“ geführt.

Hierbei handelt es sich um Fertigparkett Elemente, die in der Mittellage kein Massivholz sondern eine sehr feine „Pressspanplatte“ aufweisen.

Parkett schleifen wie oft
Aufbau von mehrschichtigem Parkett mit HDF-Träger

Kommt diese MDF-/HDF-Schicht in Kontakt mit Feuchtigkeit, quillt sie an und verformt das Parkett. Fertigparkett mit MDF- oder HDF-Träger sollte daher allenfalls mit Parkettöl behandelt werden. Wir empfehlen jedoch meist, von der Renovierung abzusehen.

⭐ Faktor #3: die Ebenheit des Unterbodens

Ist der Unterboden nicht wirklich eben, führt dies vor allem bei Fertigparkett immer wieder zu Problemen.

Gerade wenn man nur 3 mm Nutzschicht hat, kann schon eine leichte Unebenheit im Boden dazu führen, dass die Nutzschicht durchgeschliffen wird.

Wir empfehlen daher meistens, Fertigparkett nur ein einziges Mal zu schleife, auch wenn der Parketthersteller hierzu eine andere Meinung hat. Wurde Ihr Boden bereits renoviert, raten wir von einem erneuten Abschleifen ab.

Fertigparkett - Nutzschicht durchgeschliffen.
Nutzschicht durchgeschliffen: wenn der Unterboden uneben oder die Nutzschicht zu dünn ist.

Gerade beim Fertigparkett schleifen, sollten die geeigneten Maschinen zur Renovierung verwendet werden.

Der Schleifdruck muss ggf. angepasst werden, weil ein zu hoher Schleifdruck wieder die Gefahr des Durchschleifens birgt.

Unsere Profi-Maschinen haben eine variable Druckregelung und können auch Fertigparkett ohne Probleme schleifen. Vor dem Beginn stellen wir die richtige Druckstufe ein und verhindern somit, dass zu viel Material auf einmal abgetragen werden kann.

⭐ Faktor #4: die aktuelle Versiegelung

Je nachdem, welche Parkettversiegelung im Moment auf Ihrem Boden aufgebracht ist, kann es auch genügen, den Boden nur kurz anzuschleifen und anschließend wieder zu versiegeln.

Dies ist insbesondere möglich, wenn Ihr Boden im Moment geölt ist.

Hier genügt meistens nur ein kurzer „Zwischenschliff“ und Ihr Holzboden kann im Anschluss schon nachgeölt werden.

Schwieriger ist dies bei versiegelten Böden, weshalb wir hierbei wieder zu einer richtigen Sanierung raten.

▶️ Was nun?

Sie möchten Ihren Parkett, oder Dielenboden nicht selbst abschleifen?

Dann kontaktieren Sie unsere Parkett-Schliff-Profis in ganz Deutschland. Auch in Ihrer Nähe findet sich ein Fachbetrieb.

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Aktuell bieten wir das Parkett abschleifen an über 32 Standorten in Deutschland und der Schweiz als Profi-Dienstleister an:

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📍 Karte: alle Standorte in Deutschland:

Die Entscheidung, welche Parkettversiegelung für Ihren Boden am Besten ist, hängt in erster Linie von der zukünftigen Beanspruchung ab. Welche unterschiedlichen Versiegelungen, Lacke und Öle es gibt und worin diese sich unterscheiden, haben wir in diesem kurzen Artikel für Sie zusammengefasst.

Empfohlene Parkettversiegelungen aus diesem Beitrag:

RETOL AQUA Standard Parkettlack, Versiegelung, halbmatt (5 l)*
RETOL AQUA Optima Parkettlack, wasserbasiert, halbmatt (10 l)*
LOBADUR® WS EasyFinish, Kork und Parkettlack auf wasserbasis, für starke Beanspruchung (5 Liter, Halbmatt)*
RETOL AQUA Standard Parkettlack, Versiegelung, halbmatt (5 l)*
RETOL AQUA Optima Parkettlack, wasserbasiert, halbmatt (10 l)*
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LOBADUR® WS EasyFinish, Kork und Parkettlack auf wasserbasis, für starke Beanspruchung (5 Liter, Halbmatt)*
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Gibt es farbige Parkettversiegelungen?

Immer wieder erreichen uns Anfragen, ob man einen Parkettboden farbig lackieren könne. Das Verfahren um einen Parkettboden zu färben wird jedoch mit einer transparenten Parkettversiegelung durchgeführt. Die eigentliche Parkettbeize wird noch vor dem Lackieren aufgetragen. Erst wenn Ihr Parkett bereits die neue Farbe angenommen hat und abgetrocknet ist, wird es versiegelt.

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Was ist eine 1-Komponenten Parkettversiegelung?

Eine 1-Komponenten Parkettversiegelung ist im Grunde genommen ein normaler Parkettlack. Meist ist diese Art der Beschichtung auf Basis von Acrylat (Kunststoff) produziert, genauso wie z.B. auch Wandfarbe. Herkömmliche Parkettlacke sind meist in Wasser gelöst, bzw. „dispergiert“. Das bedeutet, sie haben einen sehr geringen Lösungsmittelanteil und die hergestellte Lösung ist mit Wasser verdünnt. Dies bedeutet jedoch nicht, dass die Versiegelung nach der Trocknung empfindlich auf Wasser reagieren wird.

Der Nachteil an 1-Komponenten Parkettversiegelungen ist, dass Acrylate eher spröde sind. So kommt es immer wieder vor, dass der Lack bereits nach wenigen Jahren abblättert oder leich einreißt. Besonders häufig geschieht dies an Stellen mit sehr viel Lichteinfall oder an Stellen mit wiederholter Wassereinwirkung am Parkett.

Was ist eine 2-Komponenten Parkettversiegelung?

Anders als eine Ein-komponentige, ist die 2-Komponenten Parkettversiegelung wesentlich abriebsfester und auch beständiger gegen Kratzspuren. Die zweite Komponente ist eine sog. „Härterkomponente“. Diese wird dem Parkettlack vor der Verarbeitung beigemischt. Die Versiegelung härtet dann durch die stattfindende Reaktion zwischen Härter- und Lackkomponente aus. Meist ist die Reaktion bereits nach 24-48 Stunden abgeschlossen.

2-Komponenten Parkettversiegelungen sind also nicht nur qualitativ hochwertiger, sondern härten in der Regel auch schneller aus. Daher sind sie besonders gut für geeignet, wenn das Parkett schleifen schnell gehen muss.

Was unterscheidet eine 3- Komponenten Parkettversiegelung?

Genau wie beim 2K-Parkettlack, steht die Zahl im Namen auch hier für eine weitere Komponente. Die dritte Komponente ist die sog. „UV-Schutz“ Komponente. Auch sie wird erst bei der Verarbeitung der Versiegelung beigemischt. Es handelt sich um UV-Inhibitoren, welche der Parkettversiegelung eine ähnliche Wirkung wie Sonnencreme verleihen. Die UV-Inhibitoren verhindern über Jahre hinweg, dass die UVA-Strahlung auf die ligninhaltigen Anteile Ihres Parkettbodens treffen können. Somit wird die Vergilbung und das Nachdunkeln Ihres Holzbodens verhindert.

Wir empfehlen den Einsatz von 3-Komponenten Parkettversiegelung insbesondere bei hellen Holzarten wie z.B. Esche, Ahorn, Fichte etc. aber auch für Eiche und Buche-Parkettböden.

Die Vorteile einer Natur-Öl Parkettversiegelung

Eine Natur-Öl Parkettversiegelung ist im Grunde genommen keine Versiegelung. Es handelt sich hierbei um eine Imprägnierung. Es findet keine Schichtbildung statt, was der eigentliche Begriff „Versiegelung“ innehat. Natur-Öl ist nicht schichtbildend und daher auch kein permanenter Schutzfilm für Ihren Boden. Natur-Öl muss regelmäßig aufgefrischt werden. Dies macht man am Besten mit einem Pflegeöl. Wir haben das Vorgehen beim Parkett pflegen an anderer Stelle beschrieben.

Natur-Öl hat den Vorteil, dass es jederzeit nachgefrischt werden kann. Dies ist beim versiegeln mit Lack nicht wirklich möglich. Es können Kratzer und Laufspuren angeschliffen und nachgeölt werden. Auch nach Jahren kann ein geölter Boden wieder angeschliffen und nachgeölt werden und sieht danach aus wie frisch verlegt.

Was ist eine Öl-Kunstharz Parkettversiegelung?

Diese Parkettversiegelung ist mittlerweile in Deutschland nicht mehr zugelassen. Das liegt an dem sehr hohen Lösungsmittelanteil. Öl-Kunstharzsiegel wurde bis vor wenigen Jahren noch verarbeitet und Schritt für Schritt durch Wasserlacke ersetzt. Öl-Kunstharzsiegel feuert die Optik der Parkettoberfläche sehr stark an. Es entsteht der sog. „Dauernass-Effekt“. Dies wird mehr oder weniger gut durch moderne Grundierungen auf Ölbasis nachgeahmt.

Besser Öl oder Lack?

Ein versiegelter Holzboden ist pflegeleichter als ein geölter Parkettboden. So lautet das Feedback unserer Kunden, welche teilweise seit Jahrzehnten einen Dielenboden besitzen und diesen pflegen. Ein lackierter Boden lässt sich einfach nebelfeucht mit einem Wischmopp wischen. Wenn er nicht allzu schmutzig ist, genügt es, den Sauger anzuwerfen und einmal mit der Parkettbürste über den Boden zu fahren. Nur in seltenen Fällen, z.B. wenn etwas klebriges ausgelaufen ist oder sich fester sitzende Spuren auf dem Boden befinden, benötigen Sie einen speziellen Parkettreiniger.

Anders sieht es beim versiegeln mit einem Öl aus. Hierbei handelt es sich meist um eine Mischung aus Lein- und Walnussöl und einigen weiteren Zusätzen aus natürlichen Rohstoffen. Ähnlich wie bei einem geölten Holztisch, muss auch der geölte Parkett- oder Dielenboden regelmäßig nachgeölt werden. Der Zyklus kann jedoch je nach Benutzung sehr unterschiedlich ausfallen. Es gibt hierzu keine Pauschalempfehlung. Fakt ist jedoch, dass stark frequentierte Flächen relativ oft gereinigt und anschließend nachgeölt werden müssen.

Im Wohnbereich kann dies auch nur alle paar Monate der Fall sein. Man entscheidet hier nach Optik. Sieht der Boden bereits etwas stumpf und trocken aus, ist es höchste Zeit für die Behandlung mit einem Pflegeöl. Wenn die Parkettpflege mit dem Parkettöl nicht regelmäßig ausgeführt wird, erscheint der Boden bald immer matter. Es bilden sich sog. Laufstraßen. D.h. dort wo man täglich entlang geht, wird der Holzboden zuerst stumpf.

Natürlich hat das Versiegeln mit Hartöl auch seine Vorteile. So lässt sich ein geölter Dielenboden auch nach Jahren noch anschleifen und einfach nachhölen. Man macht hier bewusst nur einen einzigen, sehr feinen Schleifgang mit einer Parkett Poliermaschine. Die Oberfläche wird dabei nur angeschliffen, um bestehende Kratzer, Flecken etc. von der Oberfläche zu entfernen. Nachdem das Öl aufgetragen wurde, sieht der Boden meist wieder aus wie frisch verlegt. Nach dem[nbsp] Versiegeln mit Lack ist dies jedoch nicht mehr möglich.

Kostenunterschiede bei Parkettversiegelungen

Die Kosten und Preise für’s Abschleifen und Versiegeln sind auch abhängig von der verwendeten Versiegelung. Dies macht jedoch nicht den Großteil der Gesamtkosten aus. Den größten Faktor stellen die Arbeitskosten dar, weil Parkett schleifen eine zeit- und arbeitsintensive Tätigkeit ist.

Aufgrund dieser Tatsache bleibt nur wenig Einsparpotential beim Dielenboden abschleifen. Denn wer an den Arbeitskosten sparen will, muss schneller arbeiten und gefährdet somit das Endergebnis. Ein Quadratmeterpreis ist immer ein Stundenlohn, der auf die Quadratmeter umgelegt wurde. Rabattschlachten sind also beim Parkettboden schleifen eher unangebracht.

Nachteile von Billig-Parkettlack

Wie bereits weiter oben erwähnt, ist es nicht wirklich sinnvoll, beim Holzboden schleifen oder Dielen Schleifen an der Parkettversiegelung zu sparen. Zu gering ist der Anteil an den Gesamtkosten . Wer aus Budgetgründen trotzdem zu einer günstigeren Versiegelung, wie z.B. eine rein Acrylat-Versiegelung greift, geht das Risiko einer früheren Abnutzung ein.

Die Oberfläche wird schnell stumpf und es können sich sog. “Laufstraßen” bilden. Der Lack wird außerdem schon nach wenigen Jahren spröde und blättert z.B. an Stellen mit viel Lichteinfall oder Feuchteeinwirkung regelrecht ab. Spätestens dann ist eine erneute Parkettsanierung angebracht und verursacht dieselben Kosten von neuem.

Achtung beim Versiegeln von Holzpflaster

Bei der Planung und Ausschreibung von Parkettrenovierungsarbeiten, Parkett abschleifen oder Parkettsanierung kommt es immer wieder vor, dass Renovierungsarbeiten an Holzpflasterböden mit denselben Voraussetzungen wie an Parkettböden gefordert werden. Holzpflaster wird zwar genau wie Parkett mit Parkettkleber verlegt, hat jedoch andere Eigenschaften und Anforderungen bei der Renovierung.

Nicht nur der Aufwand für das Entfernen der Versiegelung ist hier sehr viel höher, es muss auch sehr viel mehr Versiegelungsmaterial einkalkuliert werden. Holzpflaster hat aufgrund seiner starken Saugfähigkeit ein viel höheres Aufnahmevolumen. Daher sollte bei der Versiegelung von Holzpflaster von mindestens vier Versiegelungsschichten ausgegangen werden. Fehlt die vierte Schicht, ist die Oberfläche meist rau und ungleichmäßig. Dies äußert sich dann in verstärktem Abrieb und Verschleiß.

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Holzfußböden zeichnen sich durch eine natürliche Wärme, durch ihre Struktur und die Farbgebung aus. Sie sind strapazierfähig, passen zu modernen und klassischen Möbeln. Im Laufe der Jahre weisen Holzdielen Abnutzungserscheinungen oder Beschädigungen auf. Dann wird es Zeit, die alten Dielen zu sanieren und zu renovieren, Dielen zu schleifen und zu versiegeln.

Dies sind Arbeiten, die Sie selbst ausführen können. Was Sie dazu brauchen und wie das funktioniert, erfahren Sie hier.

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Dielen sanieren: Diese Werkzeuge brauchen Sie

Das wichtigste Werkzeug, um Dielen zu schleifen, ist eine Parkettschleifmaschine, mit der sich der überwiegende Teil des Holzfußbodens bearbeiten lässt.

Das Allround-Gerät ist die Drehscheiben-Schleifmaschine, die von der Unterbodenbehandlung bis zum Zwischen- oder Feinschliff verwendet werden kann.

Sind Ihre Dielen mit einer oder mehreren Lackschichten überzogen, ist der der Walzenschleifer die beste Wahl, um Dielen zu schleifen, da er sich durch eine hohe Abtragleistung auszeichnet.

Um Dielen zu schleifen, die sich im Randbereich oder in den Ecken befinden, eignet sich Tellerrandschleifer.

Dielen schleifen und der liebe Staub

Der durch das Dielen schleifen entstandene Feinstaub wird mithilfe eines Vakkumgebläses in einem Staubsack aufgesaugt.

Um die Dielen zu renovieren, werden sie zunächst mit einer groben Körnung (K36) bearbeitet. Ist der Holzboden noch ganz gut in Schuss, reicht eine mittlere Körnung aus.

Die gröbere oder mittlere Körnung beim Dielen schleifen dient dazu, die obere Schicht zu entfernen, während die feinere Körnung (K100/K120) den Dielenboden glättet.

Das tun Sie vor dem Dielen renovieren – die Vorarbeiten

Bevor Sie beginnen, Ihre Dielen zu sanieren, müssen einige Vorarbeiten geleistet werden:

  • Möbel und Teppiche werden ausgeräumt,
  • Vorhänge abgenommen und
  • Sockelleisten entfernt.

Bevor Sie Ihre Dielen schleifen und versiegeln, stehen einige Vorarbeiten auf der Agenda. So ist es sinnvoll zu prüfen, ob alle Dielen gut befestigt sind:

  • Gelöste Holzteilchen werden mit Leim fixiert,
  • Vorstehende Nägel werden mit einer Kneifzange entfernt,
  • beziehungsweise vorstehende Nageköpfe mit einem Versenker oder gezielten Hammerschlägen ins Holz geschlagen.

Ansonsten besteht die Gefahr, dass sie das Schleifgerät beschädigen. Zum Dielen renovieren werden alle Sockelleisten entfernt, um den
späteren Ecken- und Randschliff zu ermöglichen.

Was tun, wenn beim Dielen schleifen große Fugen auftauchen?

Welche Arbeiten beim Dielen renovieren auszuführen sind, ist abhängig vom Zustand des Holzfußbodens.

Bei älteren Holzdielen treten manchmal Spalten zwischen den Dielen auf. Um diese Dielen zu renovieren, können Sie sie mit Holzkitt verspachteln.

Bei etwas breiteren Fugen ist es sinnvoll, keilförmig zugehobelte Holzleisten zu verwenden. Dazu geben Sie beim Dielen renovieren auf beide Seiten Holzleim und klopfen sie leicht in den Spalt. Hat der Leim abgebunden, können Sie überstehendes Holz einfach abhobeln/abschleifen. Achten Sie beim Dielen renovieren darauf, dass alle Dielen gut befestigt sind.

Dielen schleifen mit dem Walzenschleifer
Dielen sind manchmal uneben. Hier sind mehrere Schleifgänge nötig.

Bevor Sie die Dielen abschleifen: Maßnahmen zum Schutz Ihrer Gesundheit

Beim Dielen schleifen sollten Sie einige Maßnahmen zum Schutz Ihrer Gesundheit beachten.

Tragen Sie festes Schuhwerk und Arbeitshandschuhe. Auch ein Ohrenschutz ist Teil der Minimalausrüstung beim Dielen schleifen, wobei Kontaktlinsenträger auch an eine Schutzbrille denken sollten.

Wegen der Feinstaubbelastung (beim Schleifen ohne Spezialabsaugung) ist das Tragen einer Staubmaske beim Dielen abschleifen empfehlenswert. Auch wenn (Standard-) Schleifgeräte mit Staubsäcken ausgestattet sind, sind sie nicht in der Lage, den gesamten Feinstaub aufzunehmen.

Dies ist lediglich mit Profi-Maschinen, nicht jedoch mit Leihmaschinen aus dem Baumarkt möglich (Stichwort „Dielen staubfrei abschleifen“). Nach dem Dielen schleifen ist es sinnvoll, den Boden mit einem Staubsauger sehr sorgfältig abzusaugen.

Dielen abschleifen – ein kleiner Kraftakt

Der Einsatz einer Schleifmaschine erfordert etwas Übung in Bezug auf die Handhabung.

Bevor Sie die Bodenschleifmaschine einschalten, um die Dielen zu schleifen, kippen sie das Gerät vor dem Anschalten leicht nach hinten.

Erst dann schalten sie es ein, um es dann vorsichtig abzusenken und mit dem Dielen schleifen zu beginnen. Nach dem vorsichtigen Absenken entwickelt die Bodenschleifmaschine eine starke Zugkraft.

Bewegen Sie die Bodenschleifmaschine beim Dielen abschleifen nur langsam und kontinuierlich nach vorne. Dafür müssen Sie Kraft aufwenden, damit das Gerät ruhig und gleichmäßig über den Dielenboden geführt wird. Während des Betriebs dürfen Sie nicht stehen bleiben oder gar die Schleifrichtung ändern. Ansonsten können Vertiefungen im Dielenboden entstehen.

Dielen schleifen: Die einzelnen Arbeitsschritte

Für das Dielen schleifen sind mehrere Schleifgänge notwendig.

Von besonderer Bedeutung ist beim Dielen abschleifen die Schleifrichtung. Das Dielen schleifen wird grundsätzlich in Richtung des Dielenverlaufs mit Korn 16 oder Korn 24 ausgeführt.

Anderes gilt, wenn der Dielenboden uneben ist oder mehrere Farbschichten aufweist. Dann wird beim Dielen schleifen die Schleifrichtung geändert, die mit Korn 16 in diagonaler Richtung zu den Dielen erfolgt, also von einer Zimmerecke in die diagonal gegenüberliegende Zimmerecke.

Beim Dielen schleifen verändert sich mit jedem Schleifgang die Körnung, die mit Korn 24, 36, 60 und Korn 100 immer feiner wird. Bei den Mittel- und Feinschliffen wird beim Dielen abschleifen in Brettrichtung vorwärts und rückwärts von links nach rechts gearbeitet, wobei die nächste Spur immer um eine halbe Walzenbreite versetzt wird.

Um die Dielen zu schleifen, die sich an Rändern und Ecken befinden, ist ein Tellerrandschleifer empfehlenswert.

Nach dem Dielen abschleifen: Den Holzboden versiegeln, ölen oder wachsen

Nach dem Dielen schleifen und vor dem Dielen sanieren wird der Dielenboden noch einmal kräftig abgesaugt, um die Staubreste rückstandslos abzutragen. Das ist die Voraussetzung für das Versiegeln des Bodens. Der Dielenboden lässt sich hierdurch leichter pflegen und ist widerstandsfähiger gegenüber Staub und Schmutz.

Dielen Randbereiche schleifen
Mit dem Randschleifer werden die Ränder der Dielen geschliffen.

Dielen schleifen bei Denkmalschutz

Besonders in Bauten des 19. Bzw. frühen 20. Jahrhunderts gibt es immer häufiger Auflagen des Denkmalschutzes. Diese können mit unter für Verwirrung sorgen. Meistens gelten hierbei besondere Vorschriften.

Man soll laut diesen Vorschriften z.B. den Dielenboden nicht aufarbeiten oder abschleifen sondern „abziehen“.

Die Technik des Abziehens ist eine händische Technik aus früheren Jahrhunderten und wäre aufgrund des hohen Aufwandes und des nötigen Körpereinsatzes heute unbezahlbar. Es handelt sich hier um eine Vorgabe die aus reinem Unwissen gemacht wird.

Was für den Denkmalschutz wirklich wichtig ist: Es soll beim Dielen schleifen so wenig Material wie möglich abgetragen werden. Darum wird der Begriff  „Abziehen“ verwendet.

Zum Dielenboden aufarbeiten verwenden wir daher Spezialmaschinen, an welchen der Schleifdruck geregelt werden kann. So lässt sich sicherstellen, dass im Schnitt weniger als 1mm abgetragen wird.

Dielen schleifen
So hat man früher Dielen aufgearbeitet.

Eine weitere Auflage des Denkmalschutzes ist meist, dass nach dem Dielen abschleifen Öl aufs Parkett aufgetragen wird. Lackierte Oberflächen sind scheinbar nicht gerne gesehen. Dies ist nicht weiter tragisch, weil die Beschichtung auch beispielsweise mit einem Hartwachs-Öl vorgenommen werden kann.

Hartwachs-Öl hat ähnliche Eigenschaften wie Lack: Es ist relativ abriebsfest und pflegeleicht.

Dielenboden renovieren wenn Teppich darüber liegt

Besonders ältere Bauten haben bereits meherere Komplettrenovierungen oder auch Teilrenovierungen, Anbauten etc. hinter sich. So kommt es immer wieder vor, dass auf den alten Massivdielen ein Teppichboden verlegt wurde.

Beim Dielenboden renovieren ist es wichtig zu wissen, ob der Teppichboden nur an einzelnen Stellen mit Klebeband fixiert, oder vollfächig mit Teppichkleber verklebt wurde.

In manchen Fällen kann die Vollverklebung bedeuten, dass der Parkettboden entfernt werden muss. Meist lässt sich der Klebstoff jedoch noch mittels Fräse/Parkettschleifmaschine entfernen.

Um dies festzustellen können Sie im Vorfeld versuchen, den Teppich an einer unauffälligen Stelle im Randbereich anzuheben. Lässt sich der Teppich nicht anheben ist er sehr wahrscheinlich vollflächig verklebt (siehe hierzu auch unser Artikel über Parkettkleber).

Besonders einfach lässt sich dies z.B. im Bereich von Heizkörperrohren oder an Türschwellen feststellen. Hier kann man einfach mit einem Schraubenzieher unter den Teppich fahren und etwas „hebeln“.

Wenn Ihr Dielenboden nun fest verklebt sein sollte, müssen wir beim Dielenboden renovieren / Dielenboden abschleifen etwas mehr Zeitaufwand mit einrechnen.

Außerdem müssen wir von einem höheren Verbrauch von Schleifmitteln ausgehen, da der alte Teppichkleber regelmäßig die Schleifmittel zusetzt. Auch beim Treppe renovieren, bzw. Holztreppe renovieren muss mit vermehrtem Zeitaufwand gerechnet werden, sollte die Teppe mit Teppichboden beklebt sein.

Parkett schleifen Berlin
Mit dem Glattspachtel wird das Öl nach dem Feinschliff auf die Dielen aufgetragen.

Dielen schleifen und Fugen verspachteln?

In den meisten Fällen müssen die Fugen nach dem Dielen schleifen bleiben wie sie sind. Weil Dielenböden in der Regel auf Balken genagelt sind, bleibt immer ein gewisser Bewegungsspielraum.

Fugendichtmasse wird jedoch immer spröde und bricht daher schon bei minimalen Bewegungen oder „Arbeiten des Holzes“ wieder heraus.

Es hat daher keinen Sinn, die Fugen beim Dielen schleifen/aufarbeiten auf klassischem Wege zu verschließen.

Massivholz-Dielen arbeiten sehr stark. Das ist auch der Grund, warum im heutigen Zustand Fugen vorhanden sind.

Ihr Holzboden wird nach der Sanierung nicht weniger arbeiten und selbst wenn man es schafft, einige Fugen zu verschließen, werden schon nach kurzer Zeit neue Fugen entstehen. Fugen gehören bei Dielenböden dazu.

Achtung: Lassen Sie niemals irgendwelche Fugen mit Silikon verschließen. Silikon macht das anschließende Beschichten mit Lack oder Öl nahezu unmöglich und sorgt auch bei späterem Dielen abschleifen für Probleme.

Lässt sich das Quietschen beim Dielen abschleifen beseitigen?

Das Quietschen von alten Dielenböden lässt sich in manchen Fällen etwas abmildern.

In extremen Fällen – wenn z.B. ganze Teile der Dielen lose sind und sich schon bewegen lassen – kann z.B. mit Holzschrauben für Fixierung gesorgt werden.

Ganz beseitigen lässt sich das Quietschen jedoch meist nicht. Außerdem muss bedacht werden, dass die Schrauben beim Dielen abschleifen von oben direkt durch die Diele geschraubt werden.

Es bleiben also regelrechte „Löcher“, welche anschließend mit Holzkitt oder Fugendichtmasse verschlossen werden müssen. Auch dies gehört bereits bei den meisten Dielenböden zum Gesamtbild dazu. Sie sollten sich jedoch überlegen ob sie das Quietschen Ihrer Massivdielen so sehr stört, dass Sie diese Löcher in Kauf nehmen wollen.

Wie oft kann man Dielen schleifen?

Genau wie beim Parkett schleifen, hängt es auch beim Dielen schleifen davon ab, wie stark die Nutzschicht ist. Die meisten Massivdielen haben eine Gesamtstärke von ca. 22 bis 30 mm. ca. 1/3 davon macht die Nutzschicht aus. Meist genügt dies für mindestens 6 bis 8 Komplettrenovierungen.

Moderne Parkett Dielen lassen sich aufgrund ihrer dünnen Nutzschicht nur einmal renovieren. Wenn Sie selbst prüfen wollen, ob man Ihren Dielenboden renovieren kann, sollten Sie einen Blick auf den Querschnitt wagen. Am einfachsten ist dies, wenn Sie noch ein unverbautes Reststück Ihres Dielenbodens besitzen.

Alternativ können Sie z.B. ein Stück Sockelleiste – vorzugsweise an einer in den Raum stehenden Eckwand – abmontieren und den Querschnitt des Dielenbodens mit der Taschenlampe beleuchten.

Auch Übergangsschienen bieten diese Möglichkeit. Die Nutzschicht hebt sich farblich meist deutlich vom Rest ab und beträgt bei Fertigparkett Dielenböden ca. 3-4 mm. Für das Dielen schleifen sollten uns noch mindestens 3 mm zur Verfügung stehen.

Die Kosten für’s Dielen schleifen

Das Dielen schleifen wird in der Regel genau wie das Parkett abschleifen, per Quadratmeterpreis abgerechnet. Der Quadratmeter-Preis fürs Dielen schleifen beinhaltet meist die Materialkosten (für die Holzboden Versiegelung/Parkettlack, Schleifpapier etc.) als auch die Arbeitsleistung.

Gerade z.B. an unserem Standort in Berlin, gibt es z.B. auch sehr viele Billig-Anbieter aus den angrenzenden Ländern.

Je weniger der Anbieter fürs Dielen schleifen berechnet, umso schneller muss er mit seiner Arbeit fertig werden. Denn der Quadratmeterpreis ist nichts anderes als ein umgerechneter Stundenlohn + Materialkosten.

Bei einem Quadratmeterpreis von nur 16,- Euro muss der Dielenschleifer fast doppelt so schnell arbeiten, wie ein Anbieter, der das Dielen schleifen zu marktüblichen Preisen anbietet. Dies wirkt sich unweigerlich auf die Arbeitsqualität aus.

Zudem haben Billig-Anbieter keine Möglichkeit, hochwertige Versiegelungen – z.B. mit UV-Schutz gegen Vergilbung – zu verwenden. Die Materialkosten würden jeglichen Ertrag verzehren. Stattdessen werden minderwertige Acrylversiegelungen verwendet. Diese werden schon nach 2 bis 3 Jahren spröde und lösen sich langsam vom Dielenboden ab.

Kein Wunder also, dass die meisten Billig-Anbieter bereits nach wenigen Monaten wieder vom Markt verschwunden sind.

An eine Gewährleistung für 5 Jahre ist hier nicht mehr zu denken.

Kunstharzversiegelungen beim Dielen schleifen

Es gibt spezielle Kunstharzversiegelungen, die aus trocknenden ÖlenAlkydharzen und Lösungsmitteln bestehen und die durch den Sauerstoff der Luft gehärtet werden. Außerdem gibt es die Polyurethan-Versiegelung, die einkomponentig oder zweikompoentig angeboten und immer dann eingesetzt werden, wenn die Oberfläche großen Belastungen ausgesetzt ist. Die Versiegelung ist auch mit Wasserlack möglich, der einen sehr geringen Lösungsmittelanteil hat.

Der Schlüssel: Gleichmäßige Bahnen beim Versiegeln ziehen

Das Kunstharz wird in gleichmäßigen Streichbewegungen mit einer Walze aufgetragen.

Arbeiten Sie von der Lichtquelle weg, sodass Sie Fehlstellen sofort erkennen und korrigieren können. Um Bläschenbildung zu vermeiden, ist beim Dielen sanieren direkte Sonneneinstrahlung zu vermeiden. Empfehlenswert ist eine zweite Schicht, die am nächsten Tag aufgetragen wird.

Einen weiteren Tag später ist der Dielenboden dann bereits begehbar, wobei sich die durch die Versiegelung bewirkte Schutzwirkung erst nach rund zwei Wochen entfaltet.

Dielen nach dem Schleifen ölen oder wachsen?

Um Holzdielenböden zu renovieren, können sie auch geölt werden, wobei zwischen härtenden und nicht aushärtenden Systemen differenziert wird. Mit Ölen wird eine offenporige Imprägnierung erreicht.

Nicht aushärtende Öle bestehen aus natürlichem Leinöl und bilden keinen Film, sondern lediglich eine Imprägnierung. Allerdings ist der Schutz gegen Verschmutzung gering, sodass abschließendes Wachsen empfehlenswert ist.

Dazu wird das Öl beim Dielen sanieren mit einer langflorigen Walze gleichmäßig auf dem Dielenboden verteilt.

Das überschüssige Öl wird nach rund einer Stunde mit einem Wischer abgezogen und das verbleibende Öl mit einer Einscheibenschleifmaschine gründlich in die Holzdielen einmassiert. Nach einer mehrstündigen Trocknungsphase wird der Boden mit einem feinen Pad nachpoliert, sodass ein matter Glanz entsteht.

Der Vorteil von gewachsten Dielenböden

Es gibt einen Unterschied beim Dielen sanieren zwischen der Verwendung von Ölen und Wachsen. Auch Wachse sind ein natürliches Produkt. Sie ziehen jedoch nicht sehr tief in das Holz ein, sodass beim Dielen sanieren kein Oberflächenfilm gebildet wird und die Oberfläche atmungsaktiv bleibt. Für das Verteilen von Wachs können Sie beispielsweise einen Profi-Spachtel verwenden.

Kurzanleitung für das Dielen schleifen und Dielen sanieren in Stichpunkten

  • Vorbereitungen treffen
  • Vorarbeiten leisten: Leimen, spachteln und Nägel versenken
  • Arbeitsmaterialien bereit legen
  • An den Gesundheitsschutz denken
  • Dielen abschleifen: Schleifrichtungen und Körnungen beachten
  • Dielen sorgfältig absaugen
  • Holzboden versiegeln: In Betracht kommen Kunstharz, Öle und Wachse
  • Trockenzeit einhalten

Weiterführende Links

Die nachfolgenden Links bieten Ihnen weiterführende Informationen, mit denen Sie Ihre Kenntnisse erweitern können. Mit dabei sind Links, die zu verschiedenen Videos und bebilderten Anleitungen

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Die folgenden Hersteller bieten derartige Parkett Reparatursets an:

Was ein gutes Parkett Reparaturset ausmacht

Die wichtigste Komponente am Parkett Reparaturset ist das enthaltene Schmelzwachs. In den meisten Baumärkten bekommt man Sets mit relativ weichem Schmelzwachs. Dieses Schmelzwachs verformt sich schon bei sehr niedrigen Temperaturen. Es verformt sich also auch durch die intensive Erwärmung mit Sonnenlicht. Genauso verformt es sich auch wieder durch die tägliche Benutzung Ihres Parkettbodens.

Besonders wichtig ist daher, ein Parkett Reparaturset mit echtem Hartwachs zu kaufen. Außerdem ist die Anzahl der verfügbaren Farben ein wichtiger Faktor. In Baumärkten bekommen Sie meist nur Uni-Farben. Da die einzelnen Parkettstäbe Ihres Parkettbodens jedoch immer verschiedene Farb-Nuancen haben, sind von jedem Farbton auch mindestens 3-4 verschiedene Nuancen an Hartwachs nötig. Nur so lässt sich ein optisch ansprechendes Ergebnis erzielen.

Parkett Reparaturset

Mit dem Parkett Reparaturset Macken ausbessern

Nachdem Sie sich das richtige Parkett Reparaturset besorgt haben, können Sie mit der Vorbereitung der Ausbesserung beginnen. Hierzu muss die betreffende Macke zunächst von Staub und Schmutz gesäubert werden. Dies lässt sich am einfachsten mit Spiritus oder ähnlichem erreichen.

Prüfen Sie auch, ob die Macke überhaupt tief genug ist. Bei der Arbeit mit dem Parkett Reparaturset ist es ähnlich wie beim Zahnartzt: Ist das Loch nicht tief genug, muss es erst noch erweitert werden, damit die Füllung richtigen Halt bekommt. Zum Vertiefen der Macke können Sie z.B. ein stabiles Cutter-Messer oder ähnliches verwenden.

Sind diese beiden Punkte abgehakt, erhitzen Sie den Schmelzstab, bzw. den Lötkolben aus Ihrem Parkett Reparaturset. Nach 1-2 Minuten Vorwärmzeit beginnen Sie nun, das farblich passende Hartwachs in die Macke zu schmelzen.

Nachdem die Macke gefüllt ist, warten Sie ca. 20-30 Sekunden bis das Hartwachs nicht mehr flüssig ist. Sie sollten nicht zu lange warten, da es sich im kalten Zustand nicht mehr richtig bearbeiten lässt. Das Wachs kann am Besten im „wachsweichen“ Zustand mit dem Plastik-Spachtel abgestoßen werden. Dies sollte in einem Zug und mit ausreichend Druck auf die Fläche geschehen.

Größere Macken mit dem Parkett Reparaturset ausbessern

Sind die Macken sehr groß, bzw. rundlich, kann es Sinn machen, eine sehr dunkle Farbe zu wählen. Sie imitieren damit dann z.B. ein Astloch. Dies macht natürlich nur Sinn, wenn Ihr Parkettboden ohnehin bereits Astlöcher aufweist. Sie können eine größere Macke zuvor auch mit einem Bohrer „in Form“ bringen.

Nachfolgend sehen Sie einige Beispielfotos:

Parkett reparieren mit dem Parkett-Reparaturset
Parkett Reparatur Set

Das Parkett Reparaturset und der richtige Glanzgrad

Nachdem das Hartwachs ganz erkaltet ist, können Sie den Glanzgrad der Reparaturstelle noch etwas anpassen. Meist ist das Hartwachs etwas matter als der Rest Ihres Parkettbodens. Sie können nun mit Hilfe eines Poliervlieses (liegt dem Parkett Reparaturset meist bei) vorsichtig das Hartwachs polieren und einen stärkeren Glanz bewirken.

Mit dem Parkett Reparaturset die Oberfläche instandsetzen

Wenn der Glanzgrad zu hoch ist oder die Stelle aus einem anderen Grund zu ungleichmäßig aussieht, kann mit einem Reparatur-Sprühlack nachgeholfen werden. Die oben genannte Firma König bietet diesen Reparatur-Lack in verschiedenen Glanzstufen an. Zuvor sollten Sie jedoch unbedingt ein Muster anlegen um zu sehen ob die Glanzstufe die richtige ist. Wird ein Dielenboden abgeschliffen, wird meistens ein Parkettöl zur Oberflächenbehandlung verwendet. Hier sollte die Reparaturstelle dann möglichst matt gehalten werden, um nicht weiter aufzufallen.

Dann kleben Sie die betreffende Stelle mit Krepband oder ähnlichem sauber ab. Hierzu isolieren Sie am Besten den ganzen Stab, bzw. den betroffenen Würfel. Das bedeutet, Sie kleben die Stelle genau an den Stößen entlang ab. Anschließend können Sie die Stelle mit dem Sprühlack behandeln.

Kratzer entfernen

Auch leichte Kratzer lassen Sich mit dem Parkett Reparaturset, bzw. dem Sprühlack entfernen. Gehen Sie dazu einfach wie zuvor beschrieben vor. Achten Sie jedoch auch hierbei unbedingt darauf, den richtigen Glanzgrad zu wählen. Andernfalls erscheint die Stelle im Licht sehr viel matter oder glänzender. Dies fällt dann womöglich mehr auf als der Kratzer selbst. Wenn sich Kratzer nicht der hier beschriebenen Methode beseitigen lassen, hilft meist nur noch Parkett abschleifen und versiegeln, bzw. ein Profi-Betrieb fürs Parkett schleifen.

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