Parkett polieren – Tipps zum Polieren von Parkettböden

Wann poliert man einen Parkettboden?

Parkett polieren hat nur dann Sinn, wenn eine Art zusätzlicher Pflegefilm oder eine Fugenversiegelung aufgetragen wird.  Im Normalfall wird Parkett nur selten poliert. Zum einen, bei einer Parkettsanierung – also dann, wenn der alte Lack abgeschliffen und anschließend ein Öl aufgetragen wird. Zum anderen, wird z.B. Fertigparkett direkt nach der Verlegung poliert. Auch im Zuge des Dielen schleifens wird der Boden poliert, sofern ein Öl zum Einsatz kommen soll.

Man macht dies meist in Verbindung mit einer sog. „Fugenversiegelung“. Dies ist eine wachshaltige Lösung, welche auf dem frisch verlegten Parkett verteilt und poliert wird. Die Lösung soll die haardünnen Kanten versiegeln und somit einen zusätzlichen Schutz vor Schmutz und Feuchtigkeit gewähren.

Es gibt noch einen weiteren Grund um Parkett zu polieren: Bei der Pflege eines geölten Holzbodens. Hierzu wird dann ein Pflegeöl auf das Parkett aufgetragen und anschließend mit  einer Einscheibenmaschine einpoliert.

Parkett polieren mit der Einscheibenmaschine

Parkett polieren nach Renovierungsmaßnahmen

Wenn ein bereits verlegter und versiegelter Parkettboden beispielsweise durch angrenzende Renovierungsarbeiten in Mitleidenschaft gezogen wurde, kann man ebenfalls zum Parkett polieren schreiten. Es sollte dann der Boden gründlich mit einem Parkettreiniger gereinigt werden. Hierbei kann man bei Bedarf zusätzlich mit einer Poliermaschine und einem grünen Polierpad nachhelfen, sollte der Schmutz sehr tief sitzen.

Nach dieser Grundreinigung kann dann der Parkettboden mit einem Pflegemittel erneut geschützt werden. Ist die Oberfläche nach dem Durchtrocknen des Pflegemittels noch nicht ganz gleichmäßig, kann auch hier wieder mit einer Poliermaschine nachgeholfen werden.

Parkett Polieren - Polierpads in grün, weiß und schwarz

Was braucht man zum Parkett polieren?

Zum Parkett polieren benötigt man zunächst eine Poliermaschine und das jeweilige Pflegemittel / Öl. Je nach Bedarf wählt man nun noch ein entsprechend geeignetes Polierpad aus. Nachfolgend sehen Sie die üblicherweise empfohlenen Farben für Polierpads:

  • Nachölen von Parkett: beiges Pad /weißes Pad
  • Entfernen von starken Verschmutzungen/Ölreste etc.: rotes Pad
  • Grundreinigung von Parkett: grünes Pad
  • Zwischenschliff einer lackierten Oberfläche: schwarzes Pad oder Schleifvlies
Parkett polieren mit weißen und grünen Pads

Parkett polieren mit einem Poliertuch

Wenn man beim Parkett polieren grobe Überschüsse an Öl oder anderen Substanzen auf der Fläche hat, kann man unter das Polierpad auch zusätzlich ein Baumwolltuch spannen. Dies wird häufig beim Ölen von Parkettböden so gemacht, weil zur Erstsättigung des Holzes sehr viel Öl auf die Fläche aufgebracht werden muss. Wenn die groben Materialüberschüsse entfernt sind, kann anschließend mit einem beigen oder weißen Pad das Parkett poliert werden.

Parkett polieren: das braune Pad wird zum Schluss verwendet.

Braucht man Poliermittel zum Parkett polieren?

Wie bereits weiter oben erwähnt, nimmt man zum Parkett polieren immer ein geeignetes Pflegemittel oder Öl hinzu. Nachfolgend sind nochmals die verschiedenen Poliermittel aufgelistet:

  • Parkettpflegemittel für versiegelte Böden(erst nach Durchtrocknung)
  • Parkett-Pflegeöl
  • Parkett-Öl
  • Kantenschutz für frisch verlegtes Fertigparkett

Alternative zum Parkett polieren

In manchen Fällen kann mit Parkett polieren nichts mehr bewirkt werden. Anstatt den Parkettboden dann vollkommen abzuschleifen und anschließend neu zu versiegeln, kann man ihn auch nur oberflächlich „anschleifen“ und anschließend nachlackieren, bzw. nachölen.

Besonders bei geölten Böden kann dies sinnvoll sein, da sich hier mit sehr wenig Aufwand eine völlig neue Optik erzeugen lässt. Manche geölte Böden scheinen hoffnungslose Fälle zu sein und sehen nach dem Anschleifen uns Nachölen aus wie frisch verlegt. Dies muss jedoch immer im Einzelfall vor Ort beurteilt werden. Außerdem sollte bereits bekannt sein, welches Öl zuvor auf das Parkett aufgetragen wurde (Hersteller).

Einen bereits versiegelten Parkettboden anzuschleifen und nachzuversiegeln ist nur in folgenden Fällen zuverlässig möglich:

  • Wenn man genau weiß, welches Produkt von welchem Hersteller zuvor aufgetragen wurde
  • Wenn die Versiegelung noch nicht durchgelaufen ist

Wenn der Hersteller, bzw. das Produkt nicht bekannt ist, bzw. wenn dieses nicht mehr hergestellt wird, ist das Risiko sehr hoch, dass es beim Nachversiegeln zu Haftungsproblemen an der Oberfläche kommt. Dann hilft auch Parkett polieren nichts mehr – man muss das Parkett abschleifen.

Wenn die Versiegelung an manchen Stellen bereits durchgelaufen ist, werden die Verschmutzungen sich nicht mehr richtig entfernen lassen. Ein partielles Anschleifen ist ebenfalls unmöglich, da sich hieraus beim anschließenden Überversiegeln Flecken und Farbunterschiede ergeben.

Tipps zum Polieren von Parkettböden
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